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Traditioneller Neujahrsempfang der Weilimdorfer SPD im Bezirsrathaus

Seit 19 Jahren lädt die SPD in Weilimdorf traditionell zu Jahresbeginn ins Bezirksamt zum Neujahrsempfang – in diesem Jahr konnte der Ortsvereinsvorsitzende Eberhard Keller mit Gernot Erler den stellvertretenden Vorsitzenden der SPD- Bundestagsfraktion begrüßen.

Eberhard Keller begrüßte anfangs die geladenen Gäste, die aus Weilimdorf, dem Gemeinderat, den umliegenden Orten Gerlingen und Ditzingen wie auch aus Feuerbach gekommen sind. “Wir haben zum Jahreswechsel in Weilimdorf bereits einiges erlebt!”, so Eberhard Keller – und sprach “den Deal” mit dem Kauf des Gebäudes des ehemaligen Restaurants “Blick Solitude” an, das die Stadt zur Rettung der SG Weilimdorf übernommen hat. Nun soll es dem Gemeinwesen für den Stadtbezirk zugeführt werden. Eberhard Keller verwies in diesem Zusammenhang auf den in Kürze startenden Bürgerhaushalt, bei dem die Weilimdorfer – wie alle anderen Stuttgarter auch – aufgerufen sind Vorschläge für Investitionen wie Sparmaßnahmen einzubringen. “Die Weilimdorfer Wunschliste ist lang!”, befand Keller, nannte u.a. die U13-Linie nach Hausen, den Fasanen- wie den Löwenplatz, das Haus der Begegnung in Giebel, die Pfaffenäcker, die Sanierung des historischen Ortskernes, wie die Fortentwicklung der Schulen in Weilimdorf. “Der Gemeinderat hat hoffentlich ein offenes Ohr für die Weilemer Belange”, so Keller abschließend.

Gastredner Gernot Erler, zugleich Vorsitzender der Historischen Kommission der SPD Baden- Württemberg, kam nicht umhin, dass die SPD in diesem Jahr ihren 150sten Geburtstag feiert. Seine Partei habe in ihrer Geschichte Höhen (mit Kanzlerschaften) wie Tiefen (Verbot und Verfolgung der Partei in der Zeit des Nationalsozialismus) erlebt, habe “Haltung, Handeln und Mut bewiesen”. Eigenschaften die Erler heute allerdings vermisst: “Wo ist unser überzeugendes Handeln geblieben?” – angesichts des Rechtsterrors durch die NSU mit zehn Toten in den vergangenen Jahren haben diese Tugenden kläglich versagt. “Alle Parteien sind nun aufgefordert zu handeln und die Bürger zu schützen!”, so Erler zu den Zuhörern im Sitzungssaal des Bezirksamtes.
Auch in der Eurokrise, hervorgerufen durch einen auch von der SPD unterschätzten “Finanzkapitalismus”, haben die Parteien – wie auch dies SPD versagt – es sei erschütternd dass die Ursachen der Finanzkrise 2008 auch heute noch nicht beseitigt wären: Banken wie Länder werden eins ums andere Mal durch Steuergelder gerettet statt über selbstfinanzierte Fonds.
Ebenso sei die Energiewende auf dem besten Wege zu scheitern, auch wenn der Anteil der erneuerbaren Energien bereits auf 25 Prozent gestiegen sei: “Die diffuse Diskussion um den Strompreis ist kontraproduktiv, wir müssen beweisen, dass wir etwas ändern können!” Menschen und Politik haben den Mut der Geschichte aufzuwenden um den Wechsel zu retten.
Auch im “2. Afghanistan” mitten in Afrika in Mali ist man heute wieder nur dabei, Versäumtes militärisch zu klären statt vorzubeugen: “Weltpolitik als Reparatursystem kann nicht funktionieren”, so Erler – und bewundert die Franzosen, die den Mut besessen haben beherzt in Afrika einzugreifen.

Der diesjährige Neujahrsempfang kam allerdings abschließend ohne ein wenig Wahlkampf nicht aus: Nicolas Schäfstoß stellte sich als SPD Kandidat für den Wahlkreis II in Stuttgart für die Bundestagswahl 2013 den Gästen vor. Schäfstoß hofft, dass die Wahlbeteiligung in diesem Jahr “irgendwie an alte Zeiten” anknüpft: “Früher gab es 82 % Prozent Wahlbeteiligung, die Menschen müssen wieder animiert werden ihr demokratisches Grundrecht auszuüben!”. Schäfstoß hofft in den nächsten Monaten mit den WeilimdorferInnen des öfteren in den Diskurs treten zu können und freut sich auf Begegnungen mit den Menschen – seinen ersten Gedankenaustausch konnte er abschließend bei Wein und Verköstigung in geselliger Runde mit den Gästen aus Politik, Gemeinwesen und Umland durchführen.

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