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Umgestaltung des Löwen-Platzes geht in die Zielgerade

Im Oktober 1997 war der Wunsch der nach einer Umgestaltung des Löwen-Platzes erstmals im Bezirksbeirat aufgetaucht – seit 12 Jahren also wird in Politik und Verwaltung diskutiert, wie man den Löwenplatz zwischen Solitudestraße und U6-Haltestelle lebens- und liebenswerter gestalten kann – mit dem Vorschlag einer reinen Neupflasterung und Neumöbilierung heute im Bezirksbeirat durch Herrn Stephan Oehler wollten sich die Lokalpolitiker dann doch nicht anfreunden. Bereits im Oktober 2008 war der Umbau der Solitudestraße am Löwenplatz im Stuttgarter Gemeinderat Hauptthema – statt zweier ist nun nur noch ein Kreisverkehr an der Kreuzung Solitude-/Pforzheimer- und Rennstraße geplant. Die Kreuzung mit der Glemsgaustraße soll durch den Wegfall der Ampel und ohne Kreisverkehr ebenso flüssiger werden. Dadurch enstehe die Möglichkeit, die 4 Spuren der Solitudestraße auf 2 zu reduzieren und sogar mit einem Grünstreifen in der Mitte aufzulockern. Zudem könnte der Fußweg am Löwen-Haus verbreitert werden.

Auf wenig Gegenliebe bei den Bezirksbeiräten stieß der Vorschlag von Stephan Oehler (Verkehrsplanung der Landeshauptstadt), die Bushaltestelle vom Schlecker weg an den Löwenplatz zu verlegen – ohne Haltebucht. Auf diese Weise würde man den durch den Wegfall der Ampeln gerade entzerrten Verkehr wieder ausbremsen und zum Stillstand bringen. Die Bezirksbeiräte schlugen daher mehrheitlich vor, die Bushaltestelle zwar an den Löwenplatz zu verlegen, doch diese mit Haltebucht, Wartehäuschen und vor allem behindertengerecht auszustatten.

Ebenso abgelehnt wurde das Ansinnen der Stadtplaner, den Löwenplatz nur durch eine neue Pflasterung und eine Neumöbilierung der Fläche “aufzuwerten”. Die Bezirksbeiräte erwarten hier deutlich mehr Kreativität der Planer, mehr Grün soll her, die Fläche dennoch für Veranstaltungen nutzbar sein.

Letztlich einigte man sich darauf, dass noch im Oktober, wahrscheinlich am Mittwoch den 28.10.2009, eine öffentliche Podiumsdiskussion als “Workshop” im Bezirksamt einberufen werden soll, zu dem alle interessierten WeilimdorferInnen eingeladen sind. Auf diesem Wege erreiche man eine breite Öffentlichkeit und vielleicht finden sich so auch Ideen, auf die man noch nicht gekommen sei. Auch die Gewerbetreibenden rund um den Platz, allen voran die Aktionsgemeinschaft Weilimdorf, müssen in diesen Prozess mit eingebunden werden.

Geplant sind derzeit 650.000 Euro für den Umbau der Solitudestraße und Errichtung des Kreisverkehrs, weitere 175.000 Euro für die Neugestaltung des Löwenplatzes. Die Bezirksbeiräte forderten ebenso einstimmig, den Sanierungsbereich auf den Löwenmarkt und die Freifläche an der Ecke Solitude- und Pforzheimer Straße auszudehnen.

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