schwimmbad

Verschiedenes aus dem Bezirksbeirat

Im Weilimdorfer Bezirksbeirat standen in der jüngsten Sitzung zahlreicheAnträge und Anfragen auf der Tagesordnung. Darüber hinaus musste das Gremium über einen Budgetmittelantrag des Jugendrates entscheiden

Die Bezirksbeiratsfraktion Bündnis 90/Grüne hat beantragt, das Amt für Sport und Bewegung solle unter Einbeziehung der Fachämter federführend eine Erhebung über den Bedarf an Schwimmbadkapazitäten im Stuttgarter Norden unter Berücksichtigung der Bedarfe für Schul-, Freizeit-, Vereins und Gesundheitssport durchzuführen. Bei einem zu erwartenden Defizit solle dann auch in Weilimdorf ein Suchlauf gestartet werden, wo ein solches Bad entstehen kann.

Ein ähnlich lautender Antrag sei auch vom Jugendrat gestellt worden, hielt Annekathrin Essig (Bündnis 90/Grüne) fest. In Weilimdorf gebe es bekanntermaßen auch in anderen Bereichen Bedarfe. Ihrer Fraktion sei es wichtig, diese Bedarfe klar zu machen. Deshalb sei der Antrag formuliert worden. Steter Tropen höhlt den Stein”, so Essig.

Dieter Benz (SPD) hielt fest, dass seiner Fraktion wichtig sei, dass das Gelände der SG Weilimdorf und das Walz Areal als Gesamtheit betrachtet wir. Da gehöre dann auch das Thema Schwimmbad dazu.

Bezirksvorsteherin Zich hielt fest, dass auf der von Dieter Benz genannten Fläche, nicht alles was man sich in Weilimdorf gedacht habe untergebracht werden könne. Deshalb dürfe man keine Flächen ausschließen.

Michael Schrade (FW) erklärte, seine Fraktion werde den Antrag ablehnen, weil der Jugendrat bereits einen ähnlichen Antrag gestellt habe. Ein Lehrschwimmbecken in Weilimdorf könne die Situation in Feuerbach entspannen und dort mehr Publikumsöffnungszeiten ermöglichen. Das Sportamt sei für das Thema Schwimmbad zudem gar nicht zuständig.

Essig erwiderte, dass das Thema Lehrschwimmbecken bereits negativ beschieden worden sei. Ihre Fraktion habe sich extra nicht auf ein Grundstück festgelegt. Es sei aber wichtig Bedarfe die man im Stadtteil habe auch zu benennen. Der Antrag wurde mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung verabschiedet.

Parken vor dem Treppenaufgang zur Oswaldkirche

Die CDU Bezirksbeiratsfraktion hat beantragt, das Parken vor dem Treppenaufgang zur Oswaldkirche an der Ecke Ditzinger-/Glemsgaustraße durch geeignete Maßnahmen – zum Beispiel Poller – zu verhindern. Das Aufstellen von Parkverbotsschildern habe nichts genutzt. Die öffentliche Fläche werde regelmäßig von zwei PKW als Parkplatz genutzt. Dadurch werde es Besuchern der Oswaldkirche erschwert, die Treppe zu nutzen.

Bezirksvorsteherin Zich erklärte, dass das Parken vor der Treppe vom Amt für öffentliche Ordnung beanstandet werde. Werde dort geparkt handle es sich um eine Behinderung und zudem würden mögliche Rettungseinsätze behindert. Wenn Strafzettel an der Stelle nichts bringen könnten laut Amt nur Poller Abhilfe schaffen. Pfarrer Häcker habe im Gespräch erklärt, dass die Fläche am Sonntag von Gottesdienstbesuchern genutzt werde, die nicht mehr so gut zu Fuß seien. Deshalb würde er lieber auf Poller verzichten.

Stephan Gier (CDU erklärte, dass Vertreter des Kirchengemeinderates auch für eine Absperrung plädiert hätten. Die dort abgestellten Fahrzeuge würden von der Parkraumüberwachung in der Regel nicht kontrolliert, weil diese nur von der Stadt bewirtschaftete Parkplätze kontrolliere. „Dort werden kaum Strafzettel verteilt”, so Gier. Michael Schrade (FW) fragte an der Stelle nach, wie oft dort kontrolliert werde.

Carmen Hanle (FDP), selbst auch Kirchengemeinderätin bestätigte, dass im Kirchengemeinderat Stimmen gebe, die das Aufstellen von Pollern fordern. Eigentlich seien die Parkplätze an der Heimatstube am Wochenende für die Kirche reserviert. Dort würden am Wochenende aber Anwohner parken.

Der Antrag wurde schließlich einstimmig verabschiedet verbunden mit der Bitte, dass das Amt für öffentliche Ordnung dort zukünftig in engen Abständen kontrollieren soll.

Zukünftige Verkehrssituation im Molchweg

Die CDU Bezirksbeiratsfraktion hat eine Anfrage formuliert mit welchem zusätzlichen Verkehr durch das Bauvorhaben der LBG EG im Molchweg im Bereich Molch-/ Schildkrötenweg zu rechnen sei. Ferner möchten die Bezirksbeiräte wissen, mit welchem zusätzlichen Verkehr durch die dort geplante Kita zu rechnen ist und welche verkehrstechnischen Maßnahmen als geeignet angesehen werden, die Auswirkungen auf die Anlieger zu minimieren.

Jürgen Lehmann (CDU) hielt fest, dass seine Fraktion begrüße das dort zeitgemäßer Wohnraum entstehen soll. Im Gestaltungsbeirat der Stadt, seien die Planungen bereits vorgestellt worden und von dort habe es auch verschiedenen Anregungen gegeben. Seine Fraktion habe zu den Baumaßnahmen auch noch verschiedene Anregungen. Zuallererst brauche es aber eine Analyse des zu erwartenden Verkehrs. Lehmann bemängelte weiter, dass die geplante Tiefgarageneinfahrt direkt neben der Kita liege. „Das Konzept ist unserer Ansicht nach wenig durchdacht”.

Bezirksvorsteherin Zich erklärte, dass es zu dem Thema Verkehrsgutachten gebe. Das Bauvorhaben sei momentan in der Entwurfsphase. Der Gestaltungsbeirat habe den Planern einige Hausaufgaben zur Nachbesserung mitgegeben. Diese Hausaufgaben müssten jetzt erst einmal gemacht werden. Nach kurzer Diskussion hielt Bezirksvorsteherin Zich fest, dass es sinnvoller sei die Anfrage auf den Weg zu bringen, als heute eine Diskussion vom Zaun zu brechen. Auf die Antworten könne man dann entsprechend reagieren und nachfragen.

Baulicher Zustand der Seelachschule

Die Freien Wähler wollen in einer Anfrage wissen, wie der bauliche Gesamtzustand der Seelachschule ist und ov Bauunterhaltungsmaßnahmen an dem Gebäude geplant sind. In der Berichterstattung über Renovierungsarbeiten an Weilimdofer Schulen sei die Seelachschule bisher nie zur Sprache gekommen. Der Bauliche Zustand lasse aber zu wünschen übrig. Die Anfrage würde einstimmig befürwortet.

Industriegleise im Gewerbegebiet

Die Freien Wähler wollten in einer weiteren Anfrage wissen ob die Stadtverwaltungen die entwidmeten Industriegleise im Gewerbegebiet Weilimdorf an die dortigen Anrainer verkaufen möchte und ob an Bebauungsplänen gearbeitet wird, die Industriegleisfläche für die Anrainer nutzbar zu machen.

Dieter Benz (SPD hielt fest, das es prinzipiell sinnvoll sei zu überlegen, was mit den Gleisanlagen passiert. Der Masterplan von Verkehrsminister Alexander Dobrindt sehe vor wieder mehr Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern. Das Logistikunternehmen LSU Schäberle habe Interesse an den Gleisanlagen signalisiert, sei von der Stadt aber nicht befragt worden. Die SPD bitte deshalb darum die Flächen nicht zu verkaufen sondern höchstens zu verpachten. Dies wurde in den Antrag eingearbeitet. Der Vorschlag von Rudolf Pfleiderer, mit der Anfrage auch prüfen zu, ob die seiner Ansicht nach überdimensionierten Straßen nicht nutzbar gemacht werden könnten, wurde von den Freien Wählern abgelehnt. Die Straßen seien keineswegs überdimensioniert. Eine Parkregelung weil dort sehr viele LKW parken sei aber durchaus denkbar. Die Anfrage wurde einstimmig befürwortet.

Energieberatung in den Stadtbezirken

Seit 4. Juli bieten das Amt für Umweltschutz und das Energieberatungszentrum Stuttgart über einen Zeitraum von drei Monaten kostenlose Energieberatungen in mehreren Stuttgarter Stadtbezirken an. Die einstündigen Beratungsgespräche finden einmal monatlich in den teilnehmenden Bezirksrathäusern statt.
Im Rahmen des Energiekonzepts der Landeshauptstadt haben Gebäudeeigentümer Gelegenheit, sich zu einem individuellen Beratungsgespräch anzumelden. Die Beratung erfolgt anbieter- und produktneutral.

Die Anmeldung zu einem persönlichen Beratungsgespräch ist über das Energieberatungszentrum möglich, im Internet unter www.ebz-stuttgart.de/kontakt, telefonisch unter 0711 615 6555 0 oder per E-Mail an info@ebz-stuttgart.de. Die Termine im Bezirksrathaus Weilimdorf, Löwen-Markt 1. sind entgegen bisheriger Angaben am 27. Juli, 31. August sowie 28. September, jeweils von 14 bis18 Uhr.
Text/Fotos: Tommasi, Archiv Tommasi

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