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VfB Meisterschaftsfeier am Schlossplatz ging bis in die Morgenstunden

Einen Großeinsatz hatte die Stuttgarter Polizei am Samstag (19.05.2007) rund um das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem VfB Stuttgart und Energie Cottbus zu verzeichnen. Rund 600 Beamte sorgten bei diesem zweiten Fußballgroßereignis nach der Fußballweltmeisterschaft in Stuttgart überwiegend an drei Brennpunkten für die Sicherheit der mehr als 100 000 Fußballfans in der Stadt. So waren das Stadion, die Innenstadt rund um den Schlossplatz mit dem Public Viewing und der Fanmeile Theodor-Heuss-Straße sowie die Begleitung des Mannschaftskorsos im Focus der Stuttgarter Polizisten. Im Verlauf des Samstags kam es zu einzelnen Vorkommnissen und Störungen, die zu 19 Gewahrsam- und Festnahmen von Männern im Alter zwischen 20 und 40 Jahren führten. So zündete unter anderem ein 22-jähriger Mann ein bengalisches Feuer auf dem Schlossplatz und ein 40 Jahre alter stark alkoholisierter Stadionbesucher wurde zur Ausnüchterung in die Stadionwache gebracht, wo er randalierte und Polizeibeamte angriff. Zwei Personen mussten in die Zentrale Ausnüchterungseinheit im Areal des Polizeipräsidiums Stuttgart gebracht werden. Kurz nach 22.00 Uhr stürzte ein 25 Jahre alter Fußballfan vom so genannten Deckel am Charlottenplatz auf die rund drei Meter darunter gelegene Bundesstraße 14 und zog sich einen Beinbruch zu. Die Besatzung eines Rettungswagens brachte ihn in ein Krankenhaus.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft ließ sich die siegreiche Stuttgarter Mannschaft frenetisch von den 56 000 Zuschauern im Stadion bejubeln und feiern. Nach der Übergabe der Siegerschale leerte sich das Stadion zusehends und zehntausende Fußballfans säumten die Korsostrecke. Der Korso kam auf seinem Weg zum Schlossplatz nur sehr langsam voran und gar mehrfach zum Stillstand, da die Fans ihre Fußballhelden ausgiebig bejubelten und den Korso begleiteten. Auch der Verkehr auf der Bundesstraße 14 in Richtung Innenstadt kam durch die Fußgänger mehrfach zum Erliegen. Bereits mehrere Stunden vor dem Eintreffen der Mannschaft säumten bis zu 30 000 Jubelnde die Schillerstraße in der Nähe des Hauptbahnhofes. Um die Spieler, die bereits mehr als drei Stunden unterwegs waren, zügig zum Schlossplatz zu bringen, wurde der Korso vom Hauptbahnhof über den Rotebühlplatz, die Torstraße und den Wilhelmsplatz zur Planie umgeleitet.

Gegen 23.30 Uhr trafen die deutschen Fußballmeister am Neuen Schloss ein und zeigten sich der jubelnden Menge auf dem Schlossplatz. Kurz bevor der Spielerkorso über Stuttgarts Straßen fuhr, befreiten streckenweise Kehrmaschinen die Fahrbahn von Glasscherben und Unrat.

Ein geschlossener Autokorso der Fans auf der bekannten Strecke in der Innenstadt konnte sich nicht bilden, da unmittelbar nach dem Abpfiff Heerscharen von Fußballfans vom Schlossplatz in die Theodor-Heuss-Straße abwanderten und dort stundenlang ausgelassen feierten. Bis in die späten Nachtstunden war die Stuttgarter Innenstadt von weit mehr als 100.000 Menschen besucht und in ein rot-weißes Farbenmeer getaucht worden.

Bild (© fotoagentur-stuttgart.de): dagegen war die WM 2006 nichts – der Schlossplatz glich zum Meisterspiel am Samstag einem weiss-roten Fan-Meer.

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