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Weihnachtliches Konzert mit Solitude-Chor am 17. Dezember

Der Solitude-Chor singt in Salvator „… aus einer Wurzel zart“ – Weihnachtliches Konzert in Salvator am Samstag, 17. Dezember 2011.

Erneut freuen wir uns, den Solitude-Chor unter der Leitung seines Dirigenten Klaus Breuninger bei uns begrüßen zu dürfen. Mit seinen Melodien und Texten wird uns der Chor gemeinsam mit dem Gastchor Vox Zambezi aus Sambia auf Weihnachten einstimmen. Stefan Müller-Ruppert wird das Publikum mit seinen wunderbaren Geschichten unterhalten. In der Pause werden Chormitglieder die Gäste im Jugendhaus mit Glühwein bewirten.

Das Konzert beginnt am Vorabend des 4. Advents um 19.00 Uhr. Dazu sind Sie alle herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Zur Deckung der Kosten bittet der Chor um eine Spende.

„Die Menschen singen mit dem ganzen Körper“

Schon immer sind die Programme der Weihnachtskonzerte des Solitude-Chors international: Besinnliches aus Deutschland erklingt ebenso wie Beschwingtes aus England und USA oder Rhythmisches aus Lateinamerika; traditionelle Melodien gehören ebenso zum Programm wie moderne Chorsätze. Auch Musik aus Südafrika hat der vielseitige Chor unter Leitung von Klaus Breuninger schon gesungen. In der katholischen Salvatorkirche in Stuttgart-Giebel treten aber am 17. Dezember 14 Männer und Frauen auf, welche noch nie in ihrem Leben echten Schnee oder gar einen deutschen Weihnachtsmarkt gesehen haben: das Ensemble „Vox Zambezi“, das dem Konzert des Solitude-Chors noch einen besonderen Farbtupfer verleihen wird.

Zustande gekommen ist der Kontakt über den Cellisten Theo Bross. Er hat in diesem Sommer im Orchester der Universität Hohen-heim mitgespielt, das zusammen mit dem So-litude-Chor das Requiem von Luigi Cherubini aufgeführt hat. Dabei hat er auch mitbekommen, dass der Dirigent Klaus Breuninger schon einmal in Afrika gewesen ist und mit den Menschen dort gearbeitet hat. Ein Erlebnis, das beide Männer miteinander verbindet. Das hat Theo Bross auf die Idee gebracht, beim Solitude-Chor anzufragen, ob sie nicht Interesse hätten an einem Gastauftritt von „Vox Zambezi“. Für den Chor ist es wichtig gewesen, Konzerttermine nachweisen zu können, um eine Einreiserlaubnis zu bekommen. Der Chor hat das Angebot mit großer Offenheit und Freude angenommen, weil er schon verschiedentlich mit afrikanischer Musik zu tun gehabt hat und diese sehr mag.

2009 haben die Mitglieder des Solitude-Chors ein ganzes Wochenende lang bei einem Workshop die Musik Südafrikas kennengelernt. „Ganz wichtig ist dabei die Bewegung“, weiß die Vorsitzende des Solitude-Chors, Karin Tulak noch. „Die Menschen in Afrika singen mit dem ganzen Körper und die Bewegung kommt automatisch mit dazu. Für einen europäischen Chor ist es dagegen ganz ungewohnt, sich zu bewegen, und man muss die Choreografie dazu regelrecht lernen.“ Gut gefallen hat dem Chor schon damals die Begleitung durch Trommeln. Das wird auch beim Weihnachtskonzert teilweise so sein: Andreas Langen wird wieder für den richtigen, instrumentalen Puls sorgen. Die Mitglieder des Solitude-Chors freuen sich außerdem auf die vollen, voluminösen Stimmen von „Vox Zambezi“. Im Sommer 2008 hatten sie schon einmal einen südafrikanischen Chor zu Gast, den PUK-Choir der North West University . Der hatte sie damals angeschrieben, weil er einfach noch eine Station in der Region Stuttgart auf seiner Konzertreise gesucht hatte. Das Konzert in der Stuttgarter Leonhardskirche mit niederländischen Psalmen und afrikanischen Liedern haben die Chormitglieder noch in bester Erinnerung.

Den Chor „Vox Zambezi“ gibt es seit fünf Jahren. Er ist hervorgegangen aus der Arbeit, die Theo Bross zusammen mit seinem Kammermusikensemble „Pegasos“ dort schon seit über einem Jahrzehnt leistet. Die deutschen Musiker reisen zwei- bis dreimal im Jahr nach Lusaka, wo sie Workshops für Lehrer geben, Konzerte machen und an Schulen gehen, wo sie den Kindern ihre Musikinstrumente zeigen. Auf diese Weise möchten sie die erste Musikakademie vor Ort mit aufbauen. Anlaufstelle für Bross und seine Kollegen ist die Lusaka Music Society, unterstützt werden sie vom Goethe-Institut. Ohne dessen Hilfe wäre das Gastspiel von „Vox Zambezi“ in Deutschland vermutlich gar nicht zustande gekom-men, da die Einreise für Menschen aus Ostafrika ausgesprochen schwierig ist, wie Theo Bross erzählt. Nun werden die 14 Männer und Frauen, die zwischen 25 und 45 Jahre alt sind und alle ganz unterschiedlichen Berufe nachgehen, zum Beispiel bei einer Musikschule Workshops geben und zusammen mit Grund-schulkindern an drei Tagen trommeln, basteln und Kochen.

Beim Konzert am 17. Dezember werden „Vox Zambezi“ drei oder vier Stücke aus ihrer Heimat mitbringen, Weihnachtliches und Folkloristisches; außerdem musizieren sie zusammen mit Orgelbegleitung und Theo Bross am Cello den Bach-Choral „Jesu meine Freude“. „Das mögen sie sehr – das gefällt ihnen“, berichtet Bross. Gemeinsam mit dem Solitude-Chor werden sie „Es ist ein Ros entsprungen“ singen. Außerdem das Lied „Khutso“, das so viel wie „Frieden“ heißt und musikalisch das europäische Madrigal und afrikanische Ostinati miteinander vereint. Schöner lässt sich die Idee der Völkerverständigung zu Weihnachten kaum darstellen.

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