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Wichtiger Sieg zum Saisonauftakt für die Ringer der SG Weilimdorf

Am vergangenen Samstag starten die Weilimdorfer Ringer in ihre dritte Oberliga-Saison – wieder mit dem Ziel die Klasse zu halten. Zum Auftakt war die Bundesliga-Reserve vom KSV Aalen 05 II zu Gast in der Lindenbachhalle und die Weilimdorfer waren durchaus optimistisch diesen Auftaktkampf für sich zu entscheiden. Nach einem spannenden und fairen Kampfabend siegten die Weilemer mit 22:15.

Für Zuschauer, Ringer und Schiedsrichter hieß es aber erst einmal sich mit den umfangreichen Regeländerungen vertraut zu machen. Im Zuge des drohenden Olympia-Aus wurden die Verbände aktiv und versuchen mit einer Vielzahl von Regelanpassungen Ringen als Sportart für den Zuschauer attraktiver zu machen. Die gravierendste Neuerung ist wohl die Kampfzeit die nunmehr 2×3 Minuten beträgt, wobei die Wertungspunkte rundenübergreifend zusammengezählt werden. Soviel gleich vorweg: an diesem Kampfabend gab es keinerlei negativen Randerscheinungen mit den neuen Regeln – Ringen bleibt nun mal Ringen!

Zu Beginn taten sich die Weilimdorfer wie erwartet schwer gegen die Aalener. Im Fliegengewicht fand Catalin Vitel kein geeignetes Mittel gegen den Freistilspezialisten Ralf Pfisterer. Noch vor dem Pausengong konnte Pfisterer 11:0 Zähler sammeln, was nach den neuen Regeln den Sieg durch technische Überlegenheit mit sich bringt (55kg: TÜN 0:4).

Im Schwergewicht kam Max Hubl neu aus der zweiten Mannschaft zu seinem Debüt im Oberliga-Team und machte seine Sache gut gegen Max Knobel. Während den sechs Minuten Kampfzeit ließ er nur sehr wenige Aktionen zu und verteidigte die Punktniederlage (120kg: PN 0:3, Zwischenstand 0:7).
Dann begann die Aufholjagd der Weilimdorfer, allen voran Paul Heiderich im Bantamgewicht überrollte den jungen Bulgaren Georgi Zahariev förmlich. Bereits Mitte der ersten Runde sah sich Mattenleiter Schweikle gezwungen den Aalener wegen wiederholter Passivität die zweite Verwarnung auszusprechen. Auch dies wird übrigens aufgrund der neuen Regeln stärker geahndet. Kurz nach der Pause holte Paul dann innerhalb von Sekunden die fehlenden sechs Punkte für seinen Sieg durch technische Überlegenheit (60kg: TÜS 4:0, 4:7).

Im Halbschwergewicht konnten die Zuschauer dann geballte Ringererfahrung auf der Matte erleben, denn Behar Rohleder traf dort auf den Aalener Trainer Hüseyin Karaman. Doch wer ein langsames Geschiebe erwartet hatte, wurde sofort eines besseren belehrt. Beide Kämpfer zeigten reaktionsschnelle Aktionen und machten deutlich, dass sie noch immer topathletisch sind. Im Laufe des Kampfes machte sich Behar mehr und mehr seine Vorteile bei den Beinangriffen zunutze und holte sich nach etwa fünf Minuten Kampfzeit die technische Überlegenheit (96kg: TÜS 4:0, 8:7).
Die SGW also erstmals an diesem Abend in Front und Feim Gashi konnte im Leichtgewicht sogar noch nachlegen. Nach gerade einmal 90 Sekunden konnte er Koray Karaman beim Stande von 11:0 mit einer Beinschraube schultern (66kg: SS 4:0, 12:7).

Eine beruhigende Pauseführung für die SGW, doch allen war klar, dass noch mindestens zwei oder drei Siege nötig sein würden, um den Kampf endgültig zu entscheiden. Markus Laible war deutlich anzumerken, dass er einen der benötigten Siege für sein Team holen wollte. Im Mittelgewicht setzte er vor allem zu Beginn seinen Gegner Marc Graeve unter Druck und konnte sich in der ersten Runde einen 5:0-Vorsprung erarbeiten. Obwohl er weiter der aktivere Ringer war, wurde er vom Mattenleiter in der zweiten Runde in die Bodenlage geschickt. Dabei gelangen dem Aalener zwei Punkte und es wurde noch mal spannend. Doch Markus konterte den Druck in der Schlussphase geschickt und erzielte kurz vor dem Ende noch einen viel umjubelten Schultersieg (84kg: SS 4:0, 16:7).

Eine ganz harte Nuss in Person von Oliver Hug (Aalen) gab es für Tomasz Kierpiec (SGW) zu knacken. Beide waren stets darauf bedacht keine Fehler zu machen, somit waren Griffaktionen Mangelware. Nachdem der Gästeringer zum dritten Mal als passiv angezeigt wurde, erhielt Tomasz den entscheidenden Punkt, der ihm schließlich den knappen Punktsieg einbrachte (66kg: PS 2:0, 18:7).
Trotzdem waren die Gäste noch nicht besiegt, dies war im Freistil Mark Bühler vorbehalten, der wenig Probleme mit Timur-Yilmaz Karaman hatte und den Aalener noch vor dem Pausengong besiegen konnte (84kg: TÜS 4:0, 22:7).

Der Sieg war der SGW demnach nicht mehr zu nehmen und so war es auch zu verschmerzen, dass Stephan Pfaffinger und Stefan Vogt ihre Vergleiche im Weltergewicht gegen Markus Knobel und Roman Berko verloren (74kg: jeweils TÜN 0:4) und den Endstand von 22:15 ergaben.

Weniger gut lief es im Vorkampf für die SGW II gegen die KG Fachsenfeld/Dewangen II, die Weilimdorfer Reserve verlor deutlich mit 8:25. Für die Weilimdorfer gaben in den unteren Gewichtsklassen Georgios Tsompanidis und Michael Wilson ihr Mannschaftsdebüt.

Neben dem sportlich positiven Ergebnis für die Weilimdorfer Oberliga-Ringer, folgte am Sonntagabend ein großer Erfolg für das Ringen insgesamt– die IOC-Vollversammlung beschloss, dass Ringen auch weiterhin olympisch bleibt!

Am kommenden Wochenende treten beide Weilimdorfer Ringerteams beim TSV Herbrechtingen an. Am 21. September kommt es dann zum Duell zwischen der SGW und dem AB Aichhalden, die SGW II misst sich mit der TSG Nattheim II. Kampfbeginn ist wie gewohnt 17.30 bzw. 19.30 Uhr, allerdings finden die Kämpfen in der alten Wolfbuschturnhalle statt. Die Ringerabteilung freut sich auf Ihr zahlreiches Kommen.

Ebenfalls am 21. September startet die Saison für die Weilimdorfer Jugendmannschaft, die in Ehningen auf die KG Musberg/Holzgerlingen und den TSV Ehningen trifft.

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