Johann-Patri-Rhodos

Wie die Johanniter zu Malteser wurden

Blaues Meer, antike Stätten und herrliche Landschaften, präsentierte vor kurzem Johann Patri in einem Diavortrag beim Monatsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft Weilimdorf, als er von den Mittelmeerinseln Rhodos und Malta erzählte. Die Insel Rhodos, die in ihrer Geschichte schon von den Römern, den Türken und den Italienern regiert wurde und 1948 zu Griechenland kam, zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen im Mittelmeer. Johann Patri entführte die zahlreichen Zuhörer im „Haus der Begegnung“ mit seinen Lichtbildern dann auch an die besonderen Plätze der Ägäis-Insel wie der Akropolis der Stadt Lindos, dem Mandráki- Hafen von Rhodos-Stadt mit den drei Windmühlen, die als Wahrzeichen der Insel gelten und empfahl den Badefreunden den langen Sandstrand der ehemaligen Fischersiedlung Faliráki. Die griechische Insel Rhodos, auf der der Apostel Paulus viele Menschen zum Christentum bekehrte, war aber auch Zufluchtsort des im Jahr 1099 gegründeten Ritterordens der Johanniter, der nach seiner Vertreibung aus Jerusalem und einem Zwischenaufenthalt in Zypern, im Jahre 1306 auf Rhodos sein Zentrum errichtete. Heute zeugt noch der Großmeisterpalast in Rhodos-Stadt vom Aufenthalt des Kreuzritterordens. Mit der Geschichte des Johanniterordens, spannte Johann Patri dann auch den Bogen zur Insel Malta, wo sich im Jahre 1530 der Orden des heiligen Johannes zu Jerusalem zu Rhodos und zu Malta niederließ. Dort sorgten die Johanniter auch für einen Aufschwung der Insel Malta, die heute als südeuropäischer Inselstaat ein Mitglied der EU bildet. Auch von dort hatte Johann Patri schöne Bilder mitgebracht, mit denen er Sehenswürdigkeiten der 400.000 Einwohner zählenden Insel wie die steinzeitliche Tempelanlage Mnajdra oder die schönen Kirchen der Hauptstadt Valetta den Zuhörern näher brachte. Auch ein Blick in die „Blaue Grotte“ mit ihrem klaren, vom Sonnenlicht reflektierten türkisfarbigen Wasser gehört dazu. Und natürlich durfte ein Ausflug auf die benachbarte Insel Gozo dabei nicht fehlen. Blieb zum Schluss noch zu erwähnen, dass sich nach der Ankunft des Ordens des heiligen Johannes im Jahre 1530 auf Malta im Laufe der Zeit die Bezeichnung „Malteserorden“ für den Johanniterorden einbürgerte.

Foto (Heisig): Johann Patri erzählte in seinem Lichtbildervortrag von den Schönheiten der Mittelmeerinseln Rhodos und Malta.

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