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Zukunftsoffensive Weilimdorf: Modellprojekt Netzwerk Altenhilfe im Bezirksbeirat vorgestellt

Auf der vergangenen Sitzung des Bezirksbeirates Weilimdorf wurde den Lokalpolitikern von Hans Kübler, Stiftung Evangelische Altenheimat, und Pfarrer Stephan Zilker, Oswaldkirchengemeinde und Vertreter der Gesamtkirchenverwaltung Weilimdorf, das Modellprojekt “Netzwerk Altenhilfe im Stuttgarter Norden” eingehend vorgestellt. Um dem demographischen Wandel in den nächsten 20 Jahren gerecht zu werden, müssen bereits heute wichtige Vorbereitungen getroffen werden. Obwohl Pfarrer Stephan Zilker Weilimdorf durch den Wechsel an eine neue Wirkungsstätte am 1. Mai verlassen wird, ließ er es sich nicht nehmen, den aktuellen Stand des Projektes dem Bezirksbeirat ausführlich darzustellen. Die Netzwerk-Idee entstand aus einer Kooperation zwischen den evangelischen Kirchengemeinden und der Stiftung Evangelische Altenheimat, die Gründung der “Diakoniestation im Stuttgarter Norden” ist ein erstes Resultat der Zusammenarbeit. Zilker und Kübler betonten, dass die bereits bestehenden Strukturen vernetzt und weiterentwickelt, die Strategien und damit die Kraft der ambulanten Dienste für Senioren gebündelt werden müssen. Ziel soll die Förderung eines selbstbestimmten Lebens älterer Menschen in den Stadtteilen des Stuttgarter Nordens sein und um die Lebensqualität älterer Menschen hier zu sichern: “Denn die Seniorengeneration in 20 Jahren wird bei weitem nicht die finanziellen Mittel haben, die die Rentner heute haben!”, befanden Zilker und Kübler übereinstimmend. Es soll ein “Welfare-Mix” aus Familie, Ehrenamt, Dienstleistung und Steuerung durch professionelle Betreuungsunternehmen entstehen.

Derzeit läuft durch die evangelische Fachhochschule aus Ludwigsburg unter der Leitung von Prof. Dr. Eckart Hammer mit fünf Studenten ein Projektseminar einer Sozialraumerkundung in Weilimdorf. Auf der Basis von bereits 150 existierenden Adressen soll nun dieses Netzwerk vertieft und weiter verknüpft werden. Hierzu muss auch geklärt werden, wie älteren Menschen heute und in Zukunft diese für sie notwendigen Informationen erhalten, “und wenn es nur darum geht, sich ein Mittagessen kommen zu lassen, da man selber nicht mehr kochen kann!” führte Kübler an.

Bislang ist das Modellprojekt finanziell nicht abgesichert, vor allem die Sachkosten sind ein Problem. Doch das hält die Initiatoren nicht davon ab, weiter daran zu arbeiten, insbesondere so lange die Möglichkeit besteht, auf interne Kräfte zurückzugreifen.

Die Bezirksbeiräte sicherten dem Modellprojekt abschließend ihre Unterstützung zu und wollen die Arbeit in den nächsten Jahren begleiten.

Seniorenverzeichnis für weilimdorf.de

Auch auf weilimdorf.de wird in Kürze ein Verzeichnis über Senioreneinrichtungen online gehen. An der Altenarbeit in Weilimdorf orientierte Unternehmen sind daher derzeit aufgefordert, sich mit der Redaktion (redaktion@weilimdorf.de) in Verbindung zu setzen, um einen Eintrag in das Verzeichnis anzumelden. Ehrenamtlich orientierte Einrichtungen können diesen Service kostenfrei in Anspruch nehmen, Wirtschaftsunternehmen müssen sich an den Kosten für den Eintrag beteiligen.

Foto (hmg): Pfarrer Zilker (links) und Hans Kübler (rechts) vor dem Bezirksbeirat am Mittwochabend in Weilimdorf.

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