Begehung Greutterwiesen — Jungbäume stehen gut da. Foto Peter Berg

Begehung Greutterwiesen — Jungbäume stehen gut da

(PB) Fünf Monate nach einer größeren Baumpflanzaktion im Naturschutzgebiet Greutterwald (weilimdorf.de berichtete) war es an der Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen; der federführende Obst- und Gartenbauverein Korntal (viele Flurstücke sind in Korntaler Besitz) hatte deshalb für den 27. April 2024 zu einem Rundgang durch das Gebiet auf Weilimdorfer Gemarkung eingeladen.

Begehung Greutterwiesen — Jungbäume stehen gut da. Foto Peter BergAus Expertenmund gab es Informationen zur Historie, zur derzeitigen Situation und den weiteren Planungen zu hören; und am Ende der Veranstaltung warteten noch Fingerfood und eigenproduzierter Most auf die Greutterwald-Interessierten.

Aktuell konnten die OGV-Vorsitzenden Eberhard Siegle und Kai Uwe Trefz zunächst einmal feststellen, dass die im vergangenen November gepflanzten rund 50 Jungbäume gut angewachsen sind — hilfreich waren dabei sicherlich auch die eher regenreichen Monate seitdem.

Begehung Greutterwiesen — Jungbäume stehen gut da. Foto Peter BergUm aber für Trockenperioden gewappnet zu sein, präsentierte Andreas Abrell vom Schulbauernhof Korntal einen vom Gülle- zum Wassertransport umfunktionierten Anhänger mit 4.000 Litern Fassungsvermögen. In Sachen Bewässerungskosten müsse allerdings mit dem Umweltamt der Stadt Stuttgart noch manches geklärt werden, so Abrell, insgesamt dürfe man jedoch zuversichtlich sein, dass das breit aufgestellte Projekt „Sichern und Erhalten der Streuobstwiesen“ auf Kurs ist!

Begehung Greutterwiesen — Jungbäume stehen gut da. Foto Peter BergDazu gehört auch, dass in diesem Spätherbst eine zweite umfangreiche Pflanzaktion vorgesehen ist. Sie wird dazu dienen, abgängige Bäume zu ersetzen; um aber die Verluste vergangener Jahrzehnte auszugleichen, brauche es mehr solcher Maßnahmen, betonten Siegle und Trefz. Sie erläuterten zugleich, dass tote oder absterbende Bäume nicht unbedingt rasch gefällt werden müssen, da sie die Funktion eines Habitats erfüllen, wie z. B. Nist- und Brutplätze für Vögel oder Höhlen für Fledermäuse.

Mit Blick auf die Artenvielfalt werden die Wiesenflächen seit einiger Zeit später abgemäht, um Gräsern, Kräutern und Blumen genug Chancen zum Aussäen zu lassen — das hohe Gras lädt aber beispielsweise Wildtiere auch dazu ein, ihren Nachwuchs dort abzusetzen bzw. zu brüten. Im Sinne des Naturschutzes im Greutterwaldgebiet deshalb dieser Hinweis an alle Hundefreunde:

Begehung Greutterwiesen — Jungbäume stehen gut da. Foto Peter BergBitte beim Spaziergang auf den befestigten Wegen bleiben; damit vermeidet man, junge Feldhasen, Rehkitze sowie bodenbrütende Vögel aufzuschrecken und zu stressen!  Das gilt für Grünflächen, aber auch fürs Unterholz im Wald — Danke für Ihr Verständnis.

Fotos: Peter Berg

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