blühende Mohnfelder auf dem Kreisverkehr im Juni 2021. Foto: weilimdorf.de

Bezirksbeirat plädiert mehrheitlich für reine Bepflanzung des Kreisverkehrs

(RED) Er war eine reine Blütenpracht im Frühsommer 2021 – die “Insel” im Kreisverkehr der Solitudestraße mit der Engelbergstraße und dem Spechtweg – von diesen (Mohn-)Eindrücken berauscht plädierte der Bezirksbeirat nun mehrheitlich für eine “Fortsetzung”.

Auf Antrag der Bezirksbeiratsfraktionen von Bündnis90/Grüne, SPD, Die FrAKTION, CDU und PULS soll das Blütenmeer auf der Verkehrsinsel auch in den kommenden Jahren beibehalten werden. Dem stimmten neun Bezirksbeiräte zu, fünf sprachen sich dagegen aus. Zuvor sprachen sich die FREIEN WÄHLER und die FDP vehement gegen eine reine “grüne Lösung” aus.

Der verabschiedete Antrag an die Stadtverwaltung sieht vor, die Verkehrsinsel mit insektenfreundlichen Stauden zu bepflanzen, den Charakter der historischen Solitude-Allee mittels entsprechender Bepflanzung sichtbar und erfahrbar zu halten – in Form der Anlage einer “Mini-Allee” in der Flucht der Achse mittels niedriger Säuleneiben oder Hainbuchen. Dadurch könne bei einer entsprechend Kombination unterschiedlichster Anpflanzungen ein Blütenangebot für Insekten von März bis November erreicht werden. Ebenso sollen die drei bestplatzierten Einreichungen aus dem Kunstprojekt “Kunst im Kreisverkehr” mit 100 bzw. 80 und 80 Euro prämiert werden, die Gemeinschaftschule Weilimdorf darüber hinaus für das Engagement im Profilfach “Kunst” eine finanzielle Würdigung in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Dies ist als “Entschädigung” dafür zu sehen, dass das Kunstprojekt mangels notwendiger finanzieller Mittel durch die ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie nicht weiter verfolgt werden kann.

Hartmut Raiser für die Freien Wähler und Dr. Lothar Barth für die FPD plädierten im Vorfeld der Verabschiedung des Antrags eindringlich dafür, besser den nahezu gleichlautenden FDP-Antrag zu verabschieden, der jedoch im Gegensatz zum parteiübergreifenden Antrag den Passus enthielt, auf der Verkehrsinsel zusätzlich zur Bepflanzung ein Kunstwerk zu errichten, welches auf die landesgeschichtliche Bedeutung der Solitude-Allee abzielt, sowie an der U-Bahnhaltestelle Bergheimer Hof eine Tafel anzubringen, die das Kunstwerk und die Vermessung des Landes Baden-Württemberg erläutert. Zur Finanzierung sollten Budgetmittel des Bezirksbeirat – oder aber Haushaltsreste des Tiefbauamtes der Landeshauptstadt verwendet werden.

Da der Antrag der anderen Fraktionen jedoch vor dem FDP-Antrag im Bezirksbeirat eingegangen ist, stellte Bezirksvorsteherin Ulrike Zich diesen als erstes zur Abstimmung. Da er mehrheitlich verabschiedet wurde, war der FDP-Antrag hinfällig. Dr. Lothar Barth zeigte sich schwer enttäuscht vom Ausgang der Abstimmung – und versicherte, dass der Antrag seiner Partei zu gegebener Zeit erneut in das Gremium eingebracht wird.

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