(HH) Die Sudetendeutschen in Weilimdorf hatten kürzlich den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Reinhard Löffler zu Gast, der über aktuelle politische Fragen berichtete.
Neben der Europapolitik, die der CDU-Abgeordnete durch Themen wie der Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland und dem Handelsabkommen mit den USA beherrscht sieht und der Bundespolitik, wo der Christdemokrat bislang die notwendigen wirtschaftlichen Impulse der Koalition vermisst aber den Bemühungen von Bundeskanzler Friedrich Merz um die Stärkung des Zusammenhalts in Europa ein Lob aussprach, war es an diesem Nachmittag natürlich vor allem die Landespolitik, zu der Obfrau Waltraud Illner und die zahlreichen Besucher im „Haus der Begegnung“ in Giebel, Antworten des CDU-Politikers erwarteten.
Dr. Reinhard Löffler zeigte großes Verständnis für die Sorgen der Bürger und machte dabei deutlich, dass die Krise der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer sowie die schleppende Digitalisierung und der Wohnungsmarkt zu den offenen Baustellen in Baden-Württemberg gehörten. Aber auch das Stadt-Land Gefälle und die zum Teil marode Infrastruktur im Land, beschäftigten die Menschen im Südwesten im Hinblick auf die Landtagswahl im März 2026. Der Christdemokrat verhehlte dabei nicht, dass ein Wahlerfolg der CDU bei der Landtagswahl vom Auftritt der Koalition im Bund und der Situation in Europa abhängig sein werde. Auch könne es zu einer schwierigen Regierungsbildung kommen, sollten die AfD und Die Linken ihr derzeitiges Niveau an Zustimmung in der Bevölkerung erhalten. Der Christdemokrat aus Stuttgart-Botnang, der von 2006 bis 2016 und wiederum seit 2021 als CDU-Landtagsabgeordneter den Stuttgarter Wahlkreis III vertritt, wird jedoch nach der Landtagswahl 2026 nicht mehr im baden-württembergischen Landtag sitzen können, hat ihn doch sein Stuttgarter CDU-Kreisverband nicht mehr als Landtagskandidat nominiert.
Zum Abschluss seines Vortrags war es Dr. Reinhard Löffler aber auch wichtig deutlich zu machen, dass Deutschland wieder mehr Soziale Marktwirtschaft brauche. „Wir müssen weg vom Umverteilungs- und Versorgungsstaat und wieder stärker den Leistungsgedanken betonen“, so der CDU-Politiker. Dabei erwähnte er auch die Leistung der Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, die mit Disziplin, Schaffenskraft und dem Willen, auch kommenden Generationen die Grundlagen für Perspektiven zu erhalten, Baden-Württemberg mit aufgebaut hätten. „So ein Ruck, wie ihn damals die Heimatvertriebenen vorgelebt haben, muss endlich durch Deutschland gehen“.
Foto (Büro Dr. Reinhard Löffler): Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Reinhard Löffler war zu Gast beim Monatsnachmittag der Weilimdorfer Sudetendeutschen im „Haus der Begegnung“ in Giebel.


