(RED) Der Bürgerverein Giebel und Bergheim e.V. blickt auf inzwischen 15 ereignisreiche Jahre zurück. Mit großem Einsatz engagierte sich der Verein für die Lebensqualität in den beiden Stadtteilen, förderte das Miteinander und brachte zahlreiche Projekte auf den Weg. Grund genug, dass Bezirksvorsteher Julian Schahl der Vorsitzenden Christiana Rothaug im Bezirksbeirat am 12. November 2025 die Möglichkeit gab, das Angebot vorzustellen.
„Für den Giebel war es ein Segen, dass es das Projekt SOZIALE STADT gegeben hat und die Sanierung des Stadtteils bis 2019 erfolgreich durchgeführt werden konnte“, so Rothaug einleitend zu Beginn der Sitzung des Bezirksbeirat. Im Zuge des Sanierungsprojektes wurde im Herbst 2010 der „Bürgerverein Giebel und Bergheim e.V.“ gegründet – Rothaug kam mehr oder weniger „wie die Jungfrau zum Kind“ auf die Position der Vorstandsvorsitzenden: „Ich hatte im März 2023 eigentlich als Schriftführerin für den Vorstand kandidiert. Doch stattdessen erklärte der alte Vorstand geschlossen seinen Rücktritt – und auf einmal war ich die Vorsitzende“, so Rothaug schmunzelnd – und damals noch nicht wissend, was auf sie zukommen würde: „Mit dem neuen Vorstand ging es erstmal darum, Unterlagen zu sichten, sich einen Überblick zu verschaffen, das Lager zu katalogisieren“, erinnerte sie sich rückblickend.
In den letzten zwei Jahren hat das mittlerweile 12-köpfige „Aktiven-Team“ viel bewegt und ins Leben gerufen. Dazu gehören die Präventionsangebote in Zusammenarbeit mit der Polizei, das Adventssingen auf dem Ernst-Reuter-Platz wurde organisiert, der Weihnachtsmarkt im Giebel (heuer wieder am 13. Dezember) fortgesetzt und ausgebaut, die Webseite stuttgart-giebel.de reaktiviert und aktualisiert. Der Brunch ist bereits seit 2017 fester Bestandteil im Vereinsangebot im „Giebelhaus“, in dem der Verein zusammen mit dem Jugendhaus, der Kita Schwalbennest und dem „SFZ“ (Stadtteil- und Familienzentrum in Stuttgart Giebel) in der Mittenfeldstraße 61 beheimatet ist. Altbewährt ist inzwischen auch das „Maultaschenessen“ am Karfreitag im Giebelhaus.
Zudem organisiert der Verein inzwischen Stadtteilfeste (2024 war es „70 Jahre Giebel“, weilimdorf.de berichtete), ganz neu im Angebot ist der erfolgreich ins Leben gerufene „Feierabendtreff“ auf dem Ernst-Reuter-Platz mit den örtlichen Gewerbetreibenden, die Aktion „Kinder lernen Markt“ (weilimdorf.de berichtete). Mittlerweile zum „Standardrepertoire gehört das „Straßenfest“ auf der Mittelfeldstraße vor dem Giebelhaus, was 2024 mit dem Jubiläum „10 Jahre Giebelhaus“ zusammenfiel (weilimdorf.de berichtete) und zusammen mit dem „SFZ“ organisiert und abgestimmt wurde. Für 2026 plant der Vorstand erstmals ein „Frühlingserwachen“ auf dem Ernst-Reuter-Platz.
Der Verein hat aktuell 59 Mitglieder, 15 konnten seit 2023 neu hinzugewonnen werden. Da die Mitgliedbeiträge bei weitem nicht ausreichen, alle Veranstaltungen zu finanzieren, ist der Verein auf die Unterstützung durch Spenden – und vor allem auf Budgetmittel des Bezirksbeirat angwiesen: „Dafür danke ich Ihnen ausdrücklich – und hoffe, dass der Bezirksbeirat nach meinen heutigen Ausführungen noch besser einschätzen kann, was im Giebel alles passiert“, so Rothaug zu den Lokalpolitikern.
Besonders wichtig ist dem Verein die Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten und örtlichen Initiativen, um das soziale Miteinander zu stärken. Trotz mancher Herausforderungen – etwa der begrenzten personellen Ressourcen und dem Wechsel in der Führung des Jugendhaus und der daraus folgenden neuen Orientierung des Miteinanders und Organisation – bleibt das Engagement durch das Team rund um Rothaug ungebrochen. Mit neuen Ideen und großem Gemeinschaftssinn blickt der Bürgerverein deshalb optimistisch in die Zukunft.


