(ARO) Am Sonntagabend, 12. April 2026, kam es in der Fehrbelliner Straße erneut zu einem Gebäudebrand im Stadtbezirk. Seit Freitagmittag war dies der dritte Einsatz in Weilimdorf, bei dem die Feuerwehr Bewohner aus ihren Wohnungen retten musste.
Mehrere Anrufer meldeten gegen 18:30 Uhr über den europaweiten Notruf 112 eine starke Rauchentwicklung aus einem Mehrfamilienhaus.
Die Integrierte Leitstelle Stuttgart alarmierte auf Grund der Schilderungen mit dem Alarmstichwort „Brand 4“ umfangreiche Kräfte nach Weilimdorf.
Neben den Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Weilimdorf und der Berufsfeuerwehr aus Feuerbach fuhren ein weiteres Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Bad Cannstatt, der Inspektionsdienst sowie der Gerätewagen-Messtechnik die Einsatzstelle an.
Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge bestätigten sich das Meldebild, aus mehreren Fenstern und Türen eines Mehrfamilienhauses drang dichter, schwarzer Brandrauch.
Auf einem Balkon im 1. Obergeschoss machte eine Person auf sich aufmerksam, die dorthin vor dem giftigen Qualm geflüchtet war. Der Treppenraum war zu diesem Zeitpunkt völlig verraucht und nicht begehbar.
Umgehend wurde mittels der Weilimdorfer Drehleiter die Menschenrettung vom Balkon eingeleitet. Parallel dazu drangen mehrere Trupps unter Atemschutz ins Gebäude ein, bekämpften den Kellerbrand und suchten die Wohnungen nach Personen ab.
Glücklicherweise befanden sich keine Bewohner mehr im Haus, aus dem Dachgeschoss retten die Einsatzkräfte eine unverletzte Katze.
Ein Hund, der schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr ins Freie gebracht worden war, wurde von einem Feuerwehrmann „betreut“.
Der Angriffstrupp im Keller konnte das Feuer rasch löschen, im Anschluss wurde das Gebäude mit mehreren Hochleistungslüfter entraucht und belüftet.
Ein Bewohner der erste Löschversuche unternahm, hatte dabei Brandrauch eingeatmet. Er wurde ebenso wie ein Säugling, der sich im Gebäude befunden hatte, vom Rettungsdienst zur Beobachtung in eine Klinik transportiert.
Da die Kontrolle der Wohnungen keine Auffälligkeiten ergab, blieben diese weiterhin bewohnbar.
Nach etwa eindreiviertel Stunden konnten die letzten der rund 50 eingesetzten Feuerwehrleute die Einsatzstelle verlassen.
Ersten Erkenntnissen zufolge sind gegen 18.30 Uhr mehrere Autoreifen im Gemeinschaftskeller in Brand geraten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf mehrere Zehntausend Euro.
Titelbild: Feuerwehr Stuttgart, Bilder im Text: Andreas Rometsch



