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Menschenkette in Baden-Württemberg: im Zeichen der Atomkatastrophe von Japan





Vom Amtssitz von Ministerpräsident Mappus bis zum Atomkraftwerk Neckarwestheim fanden sich am Samstag, 12. März 2011, laut den Veranstaltern rund 60.000 Menschen ein (laut Polizei waren es mehr als 45.000), um auf dieser rund 45 Kilometer langen Strecke friedlich gegen die Atomkraft zu demonstrieren. Überschattet wurde die Aktion durch die Atomkatastrophe in Fukushima (Japan) nach dem Erdbeben vom 11. März.

Allein auf dem Abschnitt vom Feuerbach Bahnhof bis Bahnhof Zuffenhausen konnten die Veranstalter mehr als 1.500 Menschen zählen, die sich eingereiht haben. Unterhalten wurden die Teilnehmer am Feuerbacher Bahnhof auch von einer Dixi-Band. Um 13.45 Uhr wurde von der Menschenkette in Feuerbach eine Schweigeminute für die Toten des Erbebens von Japan gehalten.

Mit Unverständnis reagierten allerdings viele Autofahrer an den Absperrungen der Polizei entlang der Strecke für die Menschenkette. Sie äußerten ihren Unmut über die friedliche Demonstration mit Hupkonzerten und nicht gerade “freundlichen” Äußerungen gegenüber den Teilnehmern. Die Polizei hingegen zeigte sich von der Menschenkette begeistert.

Polizei lobt Veranstalter und Teilnehmer der Menschenkette_

Nach einer in dieser Dimension in Stuttgart und im Landkreis Ludwigsburg bisher einmaligen demonstrativen Aktion spart die Polizeidirektion Ludwigsburg nicht mit Lob für die Veranstalter und die Teilnehmer an der Menschenkette, die am heutigen Samstag vom Gemeinschaftskraftwerk Neckarwestheim bis zum Staatsministerium nach Stuttgart führte. „Nachdem die Zusammenarbeit mit den Organisatoren schon im Vorfeld sehr gut funktioniert hatte, haben sich auch die Teilnehmer sowohl an den zeitlichen Rahmen als auch an die ausgemachten „Spielregeln“ zur Menschenkette gehalten“, sagt Christian Ostertag, der Leiter der Führungs- und Einsatzstabes in Ludwigsburg.

_Polizei bestätigt die Schließung der Kette auf der gesamten Länge

Ab 12.00 Uhr verteilten sich die Teilnehmer entlang der Veranstaltungsstrecke, nachdem sie zuvor mit etwa 115 Bussen, drei Sonderzügen und auch ganz individuell angereist waren. Um 13.30 Uhr war der gesamte Veranstaltungsraum durch die Polizei abgesperrt und um 13.50 Uhr hieß es letztlich: „Die Kette ist geschlossen“. Pünktlich um 14.00 Uhr begann sich die Menschenkette wieder aufzulösen und die Polizei konnte die abgesperrten Streckenabschnitte bereits um 14.30 Uhr wieder freigeben.

„Die Veranstaltung ist praktisch störungsfrei verlaufen. Wir hatten zur Bewältigung der verkehrs- und ordnungspolizeilichen Aufgaben rund 300 Beamtinnen und Beamte eingesetzt und freuen uns, dass wir durch diesen Einsatz dazu beitragen konnten, dass die Veranstaltungsteilnehmer ihr legitimes Anliegen in dieser Art und Weise zum Ausdruck bringen konnten,“ so Ostertag.

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