(RED) Neben den Hauptthemen „Dialogische Bürgerbeteiligung zur geplanten LEA“ und der Vorstellung des „Stadtentwicklungsprojekt der Schule für Farbe und Gestaltung“ zu Weilimdorf hat der Bezirksbeirat Weilimdorf am Mittwoch, 18. März 206 noch weitere Tagesordnungspunkte abgearbeitet.
„LEA-Privileg“ für Weilimdorf?
Einstimmig verabschiedet wurde der Antrag der „GRÜNEN“, dass die Stadt Stuttgart dem Stadtbezirk einen Vorrang bei der Entlastung von Unterbringung von Flüchtlingen einräumt, ein sog. „LEA-Privileg“ einräumt, zumal der Stadtbezirk seit langem überproportional viele Geflüchtete unterbringt – und auch integriert. Dies vor allem mit Hinblick auf den Stadtteil Hausen – hier wird eine klar Entscheidung wie Entlastung gefordert.
PV-Anlage auf dem Dach der Wolfbuschschule
Einstimmig auf den Weg gebracht wurde der Antrag der Freien Wähler, warum der bereits im Juli 2022 verabschiedete Antrag, eine PV-Anlage auf dem Dach der Wolfbuschschule zu installieren, bislang „ohne sichtbare Folgen“ blieb. Es sei bis heute nicht mitgeteilt worden, ob und wann eine PV-Anlage installiert wird.
Inbetriebnahme des GMS-Neubau
Mehr als schleppend verlief bislang der Bau der Erweiterung der Gemeinschaftsschule Weilimdorf mit den neuen Unterrichtsräumen und der Mensa, die Fertigstellung zögerte sich immer wieder weiter raus. Eigentlich sollte dieser nun im Februar 2026 fertigestellt sein – eine Vorortbegehung ergab jedoch, dass immer noch (einzelne) Handwerker tätig sind. Da nun befürchtet wird, dass der Neubau zu Beginn des Schuljahres 2026/27 noch immer nicht fertig ist, wurde der Antrag der Freien Wähler nun einstimmig verabschiedet, zu klären, ob die Fertigstellung bis zum Sommer 2026 erfolgt – bzw. diese nun mit Nachdruck und ohne weitere Verzögerungen vorangetrieben wird.
Vorstellung der Studie „Walz-Areal“ gefordert
Sie ist seit längerer Zeit fertig – die Machbarkeitsstudie bezüglich des Areals westlich der Solitudestraße, doch die Vorstellung erfolgte bislang nicht und ist auch nicht vorgesehen. Auf Antrag der GRÜNEN fordert der Bezirksbeirat nun einstimmig die Stadtverwaltung auf, diese bereits in der nächsten Bezirksbeiratssitzung vorzustellen, dies vor allem mit Hinblick auf die Tatsache, dass nach den bereits erfolgten Beteiligungsformaten für die Bürgerschaft die Politikverdrossenheit nicht noch mehr vergrößert wird.
Budgetmittel vergeben
Dem Bezirksbeirat Weilimdorf stehen erfreulicherweise für das Jahr 2026 63.000,- Euro für Finanzierung von Veranstaltungen und Projekten im Stadtbezirk zur Verfügung. Erste Bewilligungen (durchwegs einstimmig) erfolgten nun für:
- den Bürgerverein Giebel und Bergheim e.V. in Höhe von 960 Euro für die Veranstaltung „Frühlingserwachen – Hocketse mit Musik“ am 12. April 2026 von 11 bis 17 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Platz;
- das Kinder- und Jugendhaus Giebel für den geplanten Mädchen- wie Jungen-Aktionstag in Höhe von 854 Euro. Mit den Geldern werden Bastelmaterialien, Fotopapier sowie Utensilien für „Sport und Wellness“ Angebote finanziert;
- die Kinder- und Jugendfarm Weilimdorf in Höhe von 1.600 Euro für das Theaterprojekt, das vom März bis zu den Sommerferien auf dem Farmgelände mit Theaterpädagogen einstudiert und im Sommer aufgeführt wird. Die Jugendfarm beteiligt sich an den Gesamtkosten von mehr als 2.000 Euro auch mit Eigenmitteln;
- die Energieoffensive Weilimdorf (EOW) in Höhe von 865 Euro für das Hosting, die Pflege, Unterhalt und Inhaltsbefüllung der Webseite für die kommenden 18 Monate.
Sicherheitsbeiratssitzung wird vorgezogen
Statt wie sonst im Oktober wird angesichts der aktuellen Entwicklungen im Stadtbezirk in 2025 und 2026 die Sicherheitsbeiratssitzung voraussichtlich schon auf die Mai-Sitzung vorgezogen. Dies ist möglich, da die Statistiken früher als sonst fertig sind und das öffentliche Interesse an den Geschehnissen „omnipräsent“ sei.


