Mitteilungen aus der Sitzung des Bezirksbeirat vom 30. Juli 2025

Sitzung Bezirksbeirat 30. Juli 2025, Foto GOEDE

(RED) Neben dem großen Hauptthema „Gewerbegebietsmanagement Weilimdorf“ (weilimdorf.de berichtete) hat der Bezirksbeirat am Mittwochabend, 30. Juli 2025, noch kleinere Tagesordnungspunkte verabschiedet.

Peter Hanle aus dem Bezirksbeirat verabschiedet

Bezirksvorsteher Julian Schahl verabschiedete Peter Hanle aus dem Bezirksbeirat Weilimdorf, Foto GOEDEMit einem bissigen Nebensatz – und einem Lachen im Auge hat sich an diesem Abend Peter Hanle aus dem Bezirksbeirat verabschiedet. Hanle war seit 2009 in wechselnder Funktion als Bezirksbeirat oder stellvertretender Bezirksbeirat für die Partei „die LINKE“ Mitglied des Gremiums. Schön sei es gewesen zu erleben, dass die Sitzungen sich im Laufe der Jahre immer mehr verkürzt hätten: „Früher saßen wir teils auch nach 22 Uhr noch hier, mit Schahl als Bezirksvorsteher hat sich das deutlich verbessert“, so Hanle – und teilte verschmitzt aus: „Ich danke für die teilweise gute Zusammenarbeit“. Was er aber im folgenden dann im Lachen des Gremiums richtig stellte: „Natürlich danke ich für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren“. Julian Schahl dankte Hanle für seinen unermüdlichen Einsatz: „Sie haben sich sehr für die Radwege, die Streuobstwiesen und den Naturschutz bei uns eingesetzt“:

Seinen Platz im Gremium als stellvertretender Bezirksbeirat der LINKEN wird Niclas Wikstein ab sofort einnehmen, den Bezirksvorsteher Julian Schahl nach der Verabschiedung von Hanle im Amt verpflichtete.

Pilotprojekt für Sandkastenbox gefordert

Einstimmig verabschiedet wurde der Antrag der SPD, am Waldhornweg-Spielplatz testweise am Sandkasten eine Kiste für Sandspielzeug durch das Garten- und Friedhofsamt installieren zu lassen. In Fürth bei Nürnberg wurden bereits solche Kisten aufgestellt und werden von Familien mit Kindern gut genutzt. In dieser Kiste kann zurückgelassenes Sandspielzeug oder Spielzeugspenden untergebracht werden und ermöglicht so Kindern und Eltern, die ohne eigenes Spielzeug unterwegs sind, dennoch die Sandkiste „aktiv“ nutzen zu können. Die Kosten einer sach- wie fachgerechten Kiste liegen bei ca. 400 Euro.

Ortsbus für Weilimdorf und Feuerbach droht AUS

Ortsbus Weilimdorf, Foto GOEDE (Archivbild)Alarmiert zeigen sich der Bezirksbeirat Weilimdorf wie Feuerbach, dass Ende 2026 der Ortsbus in den Stadtbezirken eingestellt werden soll. Mit einem interfraktionellen Antrag von CDU, FDP, Freien Wählern, B90/Grüne, LINKE und SPD stellen die Parteien nun den Antrag an die Stadtverwaltung dringend zu prüfen, wie das Aus für den Ortsbus verhindert werden kann. Die Stadtverwaltung solle dies zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Gremien vorstellen – evtl. auch auf einer gemeinsamen Sitzung. Da die AfD nicht im Antrag als Mitantragsteller gewünscht war, betonten die beiden Parteivertreter, dass sie dem Antrag daher nicht zustimmen. Die übrigen Bezirksbeiräte stimmten für den Antrag.

Bezirksbeirat unterstütz Antrag des Jugendrat

Tim Brauchle und Anni Ziegler vom Jugendrat Weilimdorf im Bezirksbeirat, Foto GOEDEDer Jugendrat Weilimdorf hat einen Antrag gestellt, einen neuen Mülleimer an der Bank in der Grünanlage zwischen der Muggensturmer Straße und der B295 zu installieren. Die Bank hat einen sehr hohen Beliebtheitsgrad bei Spaziergängern und Jugendlichen, auch treffen sich an der Bank mehrere Spazierwege. Durch das Fehlen des Mülleimers lassen viele Menschen, die die Bank zum Sitzen und Erholen nutzen, ihren Müll vor Ort liegen. Anwohner wie Jugendliche fühlen sich mittlerweile vom Müllaufkommen maßgeblich gestört. Auch gibt es in den umliegenden Grünflächen viele kleinere Tiere, für die der Müll zum Problem wird. Ein Hinweisschild, den Müll zu entsorgen und nicht vor Ort zu lassen, wird ignoriert – bzw. befindet sich in der näheren Umgebung kein Mülleimer. Der Bezirksbeirat hat den Antrag einstimmig befürwortet.

Bezirksbeirat mit Einwohnerversammlung zufrieden

In einer kurzen Nachbetrachtung zeigten sich Bezirksvorsteher Julian Schahl und die Bezirksbeiräte zufrieden mit der am 21. Juli in der Lindenbach abgehaltenen Einwohnerversammlung (weilimdorf.de berichtete). Diese sei sehr gut organisiert worden, wenn auch viele Fragen offen geblieben seien, einige Aussagen – wie zur Bergheimer Steige und dem Unfallaufkommen – wohl falschen Annahmen durch die Stadtverwaltung zu Grunde lagen. Für diverse Themen würden Antworten wie Terminvereinbarungen zwischen Stadt und Beteiligten in Arbeit sein.

Da die Pforzheimer Straße wohl nicht vor 2030 neu gestaltet werden kann, gab es nun einen interfraktionellen Antrag der Gemeinderats-Parteien BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und Volt, Die Linke SÖS Plus sowie PULS – Die Stadtisten – Die PARTEI – KLIMALISTE, dass einige Sofortmaßnahmen zum nächstmöglichen Zeitpunkt durchgeführt werden sollen, was mehrheitlich inzwischen auch befürwortet wurde. Dazu zählen:

  • Zwischen der Wormser Straße und der Solitudestraße soll kurzfristig Tempo 30 eingeführt werden.
  • Die Mitnutzung der Fahrbahn durch Radfahrende soll durch Piktogramme gekennzeichnet werden.
  • Die Einrichtung einer Fahrradabstellanlage auf dem ersten Parkplatz vor dem Zebrastreifen beim Denns Biomarkt.
  • Die bestehenden Baumstandorte werden für den Erhalt der Bestandsbäume ertüchtigt, die Gießintervalle erhöht.
  • Die fehlenden, abgesägten Bestandsbäume werden im kommenden Winter neu gepflanzt.
  • Es sollen Möblierung der Fläche an der BW-Bank/Solitudestraße mit Bänken, Radbügeln, Tischtennisplatten u.ä. erfolgen.

Ebenso wurde von den Parteien gefordert, die im Vortrag der Verwaltung im Bezirksbeirat erwähnte einjährige Bauzeit dürfe auf keinen Fall zu einer vollständigen Sperrung für die Dauer eines Jahres führen. Deshalb erwarten die Parteien die Ausarbeitung von Bauabschnitten, um darzustellen, wie der Umbau der Pforzheimer Straße am wenigsten zur Beeinträchtigung des Einzelhandels und der Anliegerinnen und Anlieger führt.

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