Mobile JA im BB 20.10.2021

Mobile Jugendarbeit in 2020 auch “trotz Corona” für Kinder und Jugendliche aktiv

(RED) Am Mittwochabend, 20. Oktober 2021, stellten Arik Hofmann und Oliver Wieland im Rahmen der Sicherheitsbeiratssitzung dem Gremium die Arbeit der Mobilen Jugendarbeit rückblickend auf 2020 vor. “Trotz Corona” waren die mittlerweile 12 Mitarbeiter stets ausgelastet.

Die Mobile Jugendarbeit in Weilimdorf, die von den Evangelischen und Katholischen Kirchen im Stadtbezirk  einst gegründet wurde, hat gerade erst im September ihren Erweiterungsbau in der Deidesheimer Straße eingeweiht (weilimdorf.de berichtete). Durch die neuen Räumlichkeiten konnte das Team entsprechend auf 12 MitarbeiterInnen aufgestockt werden – denn “trotz” (oder gerade auch wegen) Corona ist die Arbeit nicht weniger, eher mehr geworden. “Durch Corona und den Lockdown haben sich in den Familien und damit für die Kinder und Jugendlichen ganz neue und mehr Probleme ergeben also zuvor”, wissen Hofmann und Wieland dem Bezirksbeirat zu berichten.

So fand 2020 unverändert die Arbeit des Teams im Bereich des Streetworkings, der Gruppenarbeit, Einzelhilfe und Gemeinwesenarbeit statt. Auch die Schulsozialarbeit an fünf Weilmdorfer Schulen wurde im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Auf den vier eigentlichen Arbeitsfeldern der Mobilen Jugendarbeit wurden in 2020 zu 135 Jugendlichen Kontakte geknüft, in der Mobilen Kindersozialarbeit zu 25 Kindern. Die Hälfte aller Jugendlichen waren zwischen 13 und 18 Jahren alt, 16% waren zwischen 6 und 12 Jahre alt, 34% zwischen 19 und 27 Jahre alt. Die Einzelfallhilfe wurde mit 83 Jugendlichen (davon 54 längerfristig) durchgeführt, in der Gruppenarbeit fanden sich vier Clubs mit 22 Jugendlichen (16 Mädchen, 6 Jungen) wieder. Zwei der Clubs sind reine Mädchengruppen. Bei 81 “Streetworkgängen” von Teammitgliedern in 2020 wurden Kontakte zu 99 Jugendlichen in Weilimdorf geknüpft.

Im Schuljahr 2019/2020 wurde die Schulsozialarbeit an fünf Schulen mit 355 Kindern und Jugendlichen durchgeführt, davon waren 43 % Jungs und 57 % Mädchen. Zudem wurden mit 67 Schulklassen und Schülergruppen diverse Projekte zu unterschiedlichen Themen durchgeführt. 130 Lehrkräfte kamen mir pädagogischen Fragen auf die Mobile Jugendarbeit zu – und 86 Eltern haben sich vom Team beraten lassen.

Zu den Rückfragen der Bezirksbeiräte führten Hofmann und Wieland aus, dass es “in Weil viel zu tun gibt, aber es passt”. Neue Brennpunkte haben sich im Stadtbezirk keine entwickelt, jedoch ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen, mit denen die Sozialarbeiter Kontakt haben, im überwiegenden Maße mit Migrationshintergrund. Direkt auf Kinder und Jugendliche gehen die Teams im übrigen nie zu – bei den Streetworkgängen in Weilimdorf gilt, dass man sich erst immer wieder mal so begegnet, bevor man miteinander ins Gespräch kommt. Einladungen, in den Treff in der Deidesheimer Straße zu kommen, geschehen meist im Rahmen der Schularbeit: “Die Kinder und Jugendlichen laufen ja nicht unbedingt automatisch an unserem Pavillon vorbei”, so Hofmann schmunzelnd.

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