Jahreshauptversammlung der Weilimdorfer SPD

Dass die SPD Weilimdorf sich treuer Mitglieder erfreut, konnte bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Treffpunkt “Altes Pfarrhaus” wieder einmal festgestellt werden. Gleich drei Jubilare wurden für vierzigjährige Parteimitgliedschaft ausgezeichnet: Heidi Klein, Helga Laudel-Diercks und Richard Salzer. Stadträtin Edeltraud Hollay erinnerte in einem kurzen Rückblick daran, was sich 1963, dem Eintrittsjahr der Geehrten in die SPD, so alles ereignet hatte: die Unterzeichnung des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit; die Aufnahme des ZDF-Sendebetriebs; der Tod von Papst Johannes XXIII., Theodor Heuß, John F. Kennedy, Robert Schuman, Gustav Gründgens und Paul Hindemith. Ludwig Erhard wurde Bundeskanzler; das Gruben-Unglück in Lengede; die Kongo-Krise erreichte einen neuen Höhepunkt; Achmed Ben Bella wurde algerischer Staatspräsident; die Fehmarnsundbrücke wurde eingeweiht, und die Fußball-Bundesliege nahm den Spielbetrieb auf.

Edeltraud Hollay erinnerte aber auch daran, dass sich die SPD in den sechziger Jahren von einer Arbeiter-Partei zu einer Arbeitnehmer-Partei wandelte und nach langen Jahren in der Opposition 1966 bundespolitische Verantwortung übernahm.

Für 25 Jahre Parteimitgliedschaft wurden Christoph Schmid und Klaus Ziegler geehrt.

40 Jahre und 25 Jahre Mitgliedschaft verdient großen Respekt und herzlichen Dank.

Leider musste an diesem Abend aber auch eines langjährigen, sehr engagierten Mitglieds gedacht werden: Der ehemalige Ortsvereinsvorsitzende Karl Marschall war nach langer Krankheit im vergangenen Jahr verstorben.

Da in diesem Jahr keine Vorstandswahlen anstanden, bot sich die Gelegenheit für ein Referat: Werner Bossert, stellvertretender Geschäftsführer der Gewerkschaft ver.di, Bezirk Stuttgart, sprach zum Thema „Die Zukunft der Gewerkschaften – Ziele und Strategien in einer sich verändernden Arbeitswelt“. Bei der anschließenden spannenden aktuellen Diskussion waren auch die Jubilare beteiligt.

Blitzeinbruch in der Wachenheimer Straße

Bei einem so genannten Blitzeinbruch erbeuteten Unbekannte am Donnerstag (13. März) gegen 09.00 Uhr aus einem Geschäft an der Wachenheimer Straße zwei Handys und eine Kompaktstereoanlage im Gesamtwert von mehreren hundert Euro. Kurz nachdem zwei Beamte des Polizeireviers Weilimdorf gegen 08.50 Uhr im Rahmen einer Fußstreife das Geschäft an der Wachenheimer Straße passiert hatten, schlugen Unbekannte auf der Seite Pforzheimer Straße eine Schaufensterscheibe ein und entwendeten aus der Auslage die Elektronikartikel. Um 09.15 Uhr fiel einem Bekannten des Geschäftsinhabers die eingeschlagene Scheibe auf. Einer der Täter muss sich bei der Tat verletzt haben, da frische Blutspuren an der Scheibe gefunden wurden. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 8990-4600 beim Polizeirevier Weilimdorf zu melden.

Olympia 2012 nach Hamburg?

Wenn heute die Entscheidung um die Vergabe der deutschen Olympiabewerbung 2012 im deutschen NOK (Nationales Olympische Kommitee) fallen würde, hätte Stuttgart und die Region ziemlich schlechte Karten. Nach einer internen Bewertungsstrategie des NOK haben alle deutschen Mitbewerber die Nase vorn, Stuttgart ist das Schlusslicht. Derzeitiger Hauptfavorit ist die Hansestadt Hamburg, dicht gefolgt von Leipzig und Frankfurt. Selbst Düsseldorf liegt noch knapp vor dem Stuttgarter Konzept. Doch noch seien offiziell alle Städte im Rennen. Die Wahl des deutschen Kandidaten erfolgt erst am 12. April in München durch die NOK-Hauptversammlung. Doch mit der internen technischen Bewertungsgrundlage über die Bewerberkonzepte ist hiermit bereits eine gewisse Vorauswahl getroffen, Stuttgart zum Außenseiter degradiert. Und ob 2012 überhaupt Olympia nach Deutschland kommt, entscheidet sich auch erst im Sommer 2005, wenn das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Wahl unter den internationalen Mitbewerbern trifft.

Das MOBIFANT-Spielmobil kommt

In Hausen steppt vom kommenden Montag (17.) bis Mittwoch (19. März) wieder einmal der Mobifant – das Spielmobil des Stuttgarter Jugendhaus e.V. kommt an den drei Tagen jeweils von 14 bis 17 Uhr auf den Fasanenplatz gegenüber der Maria-Montessori-Grundschule und bietet für die Kids des Stadtviertels jede Menge Spass- und Geschicklichkeitsspiele an. Einen Haken hat die Sache aber doch: sollte es Schlechtwetter haben, muss die Aktion leider ausfallen. Nach aktuellen Prognosekarten des heutigen Mittwochs allerdings sollen die drei Tage kommende Woche sehr sonnig, wenn auch ziemlich frisch sein – Mobifant, Du kannst kommen!

Hbi Weilimdorf/Feuerbach auf der Zielgeraden

Noch zwei Spiele trennt die Hbi Weilimdorf/Feuerbach von ihrem bisher größten Erfolg. Drei Punkte müssen noch her um den Aufstieg in die Landesliga zu besiegeln. Auswärts in Welzheim und daheim gegen Stetten heißen die Gegner, mit denen es die Hbi noch zu tun hat. Und beides sind Mannschaften, die zwar nicht zu unterschätzen, aber dennoch schlagbar sind. Was war im Vorfeld dieser Partie gegen den TSV Korntal nicht alles geschrieben und gesprochen worden. Angstgegner für die Hbi, spannende Spiele und auch der dazugehörige Lokalkolorit. Doch nichts davon trat ein. Der TSV Korntal war an diesem Wochenende nicht der erwartet starke Gegner für die Hbi. Völlig desolat präsentierte sich der Lokalrivale in der Hugo-Kunzi-Halle. Nichts war es mit einem möglichen Stolperstein für die Hbi. Aber auch die Hbi spielte vor allem in der ersten Spielhälfte stark wie lange nicht mehr. Voll konzentriert gingen die Mannen um Trainer Ralf Volz in diese Begegnung. Der unbedingte Siegeswille war allen anzusehen und dementsprechend motiviert gingen sie auch die Sache an.

Schnell gelang es der Hbi mit 3:0 in Führung zu gehen. Danach hatten sie einen kleinen Durchhänger, der die Korntaler bis auf 4:3 heranbrachte, aber anschließend kontrollierten sie die Partie nach Belieben. Die Korntaler brachten von nun an nichts mehr Rechtes zustande, dezimierten sich teils durch unnötige Undiszipliniertheiten und gaben sich auch Mitte der ersten Spielhälfte auf. Der Druck der Hbi war einfach zu groß für die Gäste.

Über das schon erwähnte 4:3 konnten die Gastgeber ihre Führung immer weiter ausbauen und bis zur Halbzeitpause war beim Spielstand von 17:10 die Begegnung schon entschieden.

Die zweite Spielhälfte schleppte sich bis zur 50. Minute hin, die Korntaler konnten einfach nicht mehr und die Einheimischen schalteten zwei Gänge zurück, ehe die Hbi’ler wieder etwas mehr Gas gaben und ihre Siebentore-Führung weiter ausbauen konnten. Am Ende gewannen die Hbi’ler solide mit 29:16.

Textile Trends in bunten Frühlingsfarben

Seit das Betten- und Wäschehaus Mannsdörfer 2001 aus der Glemsgaustraße an die Ecke Solitudestrasse am Löwen-Markt umgezogen ist, überrascht Geschäftsführer Marcus Mannsdörfer immer wieder seine Kunden, sei es mit einer AfterWorkParty mitten im kalten November, einer spritzigen Modenschau mit knackigen Models zum Maibaumfest oder auch mal einem ausgiebigen Brunch zur Bettenberatung. Wer derzeit die Geschäftsräume aufsucht, steht mitten im Grünen: Rasen wurde auf dem Boden ausgerollt, Frühlingsblumen in den buntesten Farben gesetzt, umringt von textilen Trends der Messeneuheiten 2003 von Tischdecken in frischem Design über farbenfrohe Bettwäsche bis hin zu flauschig-bunten Frottierwaren. “Ein Festschmaus für die Augen”, so eine beeindruckte Kundin, nahm auf einer bereitstehend Polsterbank Platz und ließ sich von der Farbenpracht und dem (allerdings vom Band stammenden) Vogelgezwitscher in eine Traumwelt entführen…

Schau mal, wie die anderen leben

Unter dem Mottto “Schau mal wie die anderen leben” steht die diesjährige 17. Weilimdorfer Kinder- und Jugendbuchwoche auf den Spuren fremder Kulturen. Vom kommenden Montag, 10. März an, bis zum Freitag, 14. März, veranstalten die Stadtbücherei Stuttgart und die Weilemer Unternehmen PUNCTUM und SCHARR Vorlesungen und Buchralleys rund um die Literatur für Kinder. Zum Thema “Mein Lehrer kommt im Briefumschlag” erzählt Iris Lemanczyk am Dienstag um 10 Uhr in der Stadtbücherei am Löwenmarkt (für Kinder ab der 4. Klasse), am Mittwoch gibt es eine Buchralley quer durch Europa mit Aufgaben und Rätseln für Kinder ab 8 Jahren, eine Bilderbuchshow für die Kleinsten (ab 4) findet am Donnerstag um 14.30 Uhr in der Stadtbücherei statt und am Freitag wird im Buchzelt am Löwenmarkt vor der Buchhandlung PUNCTUM für Kids ab 4 vorgelesen und gebastelt. Der Eintritt ist für alle Kinder frei, es wird aber um eine telefonische Voranmeldung unter (0711) 216-5326 bzw. für das Buchzelt unter (0711) 8872896 gebeten.

Steine von Brücke geworfen – Zeugen gesucht

Von der Brücke Solitudestraße (siehe Archivbild rechts) hat ein Unbekannter am Mittwoch um 14.45 Uhr Steine in den fließenden Verkehr auf der Bundesstraße 295 geworfen. Ein Stein traf einen in Richtung Ditzingen fahrenden Ford Galaxy und durchschlug dessen linkes hinteres Seitenfenster. Durch umherfliegende Glassplitter wurde die am Fenster sitzende 24-jährige Ehefrau des Autofahrers getroffen. Die Frau erlitt Schnittverletzungen im Gesicht sowie einen schweren Schock und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Ihre fünf, drei und zweieinhalb Jahre alten Kinder, die neben ihr auf der Rückbank saßen, blieben unverletzt. Am Wagen entstand ein Schaden von ca. 300 Euro. Polizeibeamte fanden zwei Schottersteine aus dem Gleisbereich der Bahn. Vermutlich haben Kinder oder Jugendliche die Steine von der Brücke geworfen. Hinweise nimmt das Polizeirevier Weilimdorf unter der Telefonnummer 8990-4600 entgegen.

Die 7 Schwaben suchen Nachwuchs

Schon längst sind es nicht mehr nur sieben Schwaben, die sich in der inzwischen weit über die Grenzen Kornwestheims hinaus bekannten gleichnamigen Bühne zusammengefunden haben, um mit ihrer Schauspielkunst das Publikum mit schwäbischem Volkstheater zu erfreuen. Auf etwa zwanzig aktive Ensemblemitglieder sind “Die 7 Schwaben” in den vergangenen zwei Jahren angewachsen – und doch sucht man noch immer nach Verstärkungen. Die nächste Gelegenheit für alle Theaterbegeisterten in der Region Stuttgart einmal Theaterluft zu schnuppern, bietet sich bei zwei Informationsabenden am Montag, 17., sowie am Donnerstag, 20. März 2003. An beiden Abenden laden die Theatermacher jeweils ab 19:30 Uhr in ihre neuen Vereinsräume in Kornwestheim, Im Moldengraben 40 (gegenüber Globus-Baumarkt und Techmoteum), ein, um allen Interessierten Lust aufs Theaterspielen zu machen. Angesprochen werden sollen damit alle diejenigen, die schon immer ihre heimliche Theaterleidenschaft vor, auf oder hinter der Bühne zum Hobby machen wollten, sich aber bisher nicht getraut haben diese Leidenschaft auch richtig auszuleben. Bei diesen beiden – neudeutsch “Casting” genannten – Informationsabenden suchen “Die 7 Schwaben“ noch Theaterbegeisterte jeden Alters und beiderlei Geschlechts, gleich ob sie des schwäbischen Dialekts mächtig sind oder nicht. Gagen werden zwar keine geboten, dafür aber viel Spaß und Freude beim Theater und im Verein mit allem was dazugehört bei Proben, Aufführungen und Geselligkeit. Aber es werden nicht nur Schauspieler gesucht, nein auch wer sein handwerkliches Geschick in den Dienst der kulturellen Sache stellen und beim Kulissenbau, Kostümnähen oder anderen praktischen Tätigkeiten helfen möchte, ist bei den 7 Schwaben an der richtigen Adresse: wer sich gerne einige weitere Informationen einholen möchte, kann sich telefonisch unter der Nummer 0 71 41/3 88 90 24 mit den Theaterverantwortlichen in Verbindung setzen.

Kinderfasching in Hausen

(RED) Am Eingang zur Turn- und Versammlungshalle in Hausen bildete sich eine lange Schlange von bunt kostümierten Kindern und (vereinzelten) Erwachsenen.

Fasnacht und Karneval – wo kommen sie her?

Immer wieder stellt man sich die Frage, woher eigentlich das bunte Faschingstreiben, das die Menschen alljährlich am Ende des Winters packt, seinen Ursprung her hat. Bis in vorchristliche Zeit reichen die Spuren der “Fasnacht” zurück. Da durch die Christianisierung Europas diese heidnischen Bräuche nicht ausgerottet werden konnten, passte die frühe Kirche den Begriff durch Ergänzung eines Buchstaben – das “t” – an und heraus kam die “Fastnacht” (die letzte Nacht vor Beginn der Fastenzeit). Doch woher die Bräuche des Verkleidens? Wir haben mal ein wenig im Internet geforscht und sind auf ausfürliche Interpretationen gestoßen:

Die Fasnacht findet seinen Ursprung in heidnischen Bräuchen, die auf den Wechsel vom kalten, unfruchtbaren und entbehrungsreichen Winterhalbjahr in das warme und fruchtbare Sommerhalbjahr zurück zu führen sind. Den Sommer personifizierte man mit einem strahlenden, blühenden Jüngling, während dem man im Winter einen alten, furcht einflössenden, dämonischen, grauen Greis sah. Diesen alten, dämonischen Greis versuchte man zu vertreiben, indem man sich in Geister, Kobolde und unheimliche Gestalten aus der Natur verkleidete und mit Holzstöcken wild um sich schlug. In der frühchristlichen Zeit wandelte sich der Brauch. Man verkleidete sich als Tiere und der Tausch der Geschlechter setzte sich durch. Die Männer verkleideten sich als Frauen und die Frauen wiederum verkleideten sich als Männer. Es entstanden die Figuren Wildmann und Wildweib. In verschiedenen Fasnachtsregionen ist der “Wilde Mann” heute noch vertreten und aus den Wildweibern entwickelten sich mit der Zeit verschiedene Hexenfiguren. Die Masken- und Verkleidungsbräuche konzentierten sich zwischen Martini (11. November!) und Pfingsten, nicht nur während der Fasnachtszeit. Die Kirche versuchte zwischen dem 9. und dem 15. Jahrhundert immer wieder, die heidnisch-kultischen Verkleidungsbräuche zu bekämpfen, indem man die alten, heidnischen Formen übernahm und mit neuen, christlichen Inthalten ausstattete. Mit der Erhärtung des Christentums wurden diejenigen, welche sich noch zu den alten vorchristlichen, heidnischen Bräuchen bekannten, von den “rechtgläubigen” Christen verspottet, indem Sie die einst kultischen Handlungen nachahmten und verulkten. Aus diesen Verulkungen entwickelte sich mit der Zeit ein fröhliches, heiteres Fasnachtstreiben. Nach der Reformation wurde die Fasnacht in einigen reformierten Landesteilen im deutschsprachigen Raum als “papistische Unsitte” verboten. Auch während den Religionskriegen im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Fasnachtsbräuche unterdrückt. Erst im 18. Jahrhundert bekam die Fasnacht neue Impulse durch höfische Gastspiele und Maskeraden österreichischer, englischer und italienischer Komödianten. Da die meisten Leute im 18. und 19. Jahrhundert noch in ärmlichen und bescheidenen Verhältnissen lebten wurden auch die Fasnachtskostüme mit bescheidenen Mitteln hergestellt. Als Grundlage diente ein alter Anzug, welcher mit hunderten von bunten Stoffresten, Nussschalen oder Schneckenhäusern dekoriert wurde. Die Masken und Larven wurden meist selber von Hand geschnitzt und die Haarpracht mit Hanf, Stroh oder Schilf nachgeahmt. Die Herstellung solcher Fasnachtsgewänder nahm enorm viel Zeit in Anspruch. Nach der Fasnacht musste nicht selten die ganze Dekoration vom Anzug wieder entfernt werden, da dieser wieder als Arbeitsanzug gebraucht wurde.

Fasnacht, Fasching und Karneval

Über die Herkunft des Begriffes “Fasnacht” ist man sich nicht sicher. Es gibt Volkskundler, die der Meinung sind, dass das Wort “Fasnacht” von “Faselnacht” und dieses wiederum von “fasen” oder “faseln” abgeleitet wurde. Das Wort “fasen” bedeutet im Altschwäbischen “gedeihen” und “faseln” bedeutet soviel wie “brünstig sein, begatten oder gebären”. Das Wort “Fasnacht” wurde dann vermutlich zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert unter dem Einfluss der Kirche, die den heidnischen Brauch mit christlichen Inhalten ausstattete, in das Wort “Fastnacht” (Die letzte Nacht vor der Fastenzeit) umgewandelt. Mit der Zeit hat sich der Begriff “Fastnacht” dann offensichtlich wieder in die “abgeschliffene” Form von “Fasnacht” zurück gewandelt. Das Wort “Fasching” findet seinen Ursprung in Bayern. Es soll sich im 13. Jahrhundert aus “Fa-Schank” entwickelt haben. Man ist sich jedoch nicht im klaren darüber, ob sich der Begriff “Fa-Schank” aus “Fass-Schank”, “Fasel-Schank” oder “Fasten-Schank” gebildet hat. Im 19. Jahrhundert glaubte man fälschlicherweise, dass sich das Wort “Karneval” aus dem lateinischen “carrus navalis” (Schiffswagen) entwickelt hat. Im lateinischen Wortschatz existiert “carrus navalis” jedoch gar nicht! Eine andere Deutung weist auf “carne vale” hin, was so viel heissen soll, wie “Fleisch lebe wohl”! Dieser Begriff weist ebenfalls auf die Fastenzeit hin und soll von humorigen Klerikern als Spass erfunden und auch nur zum Scherz verwendet worden sein.

Kurze oder lange Fasnacht?

Die Fasnacht beginnt am letzten Tag der zwölf Rauhnächte, am Dreikönigstag, dem 6. Januar. Und am Aschermittwoch, allgemein bekannt, endet die Fasnacht. Der Aschermittwoch ist jedoch kein fester Tag im Kalender wie der Dreikönigstag; der Aschermittwoch ist beweglich. So kommt es, dass bei einem festen Anfangsdatum und einem beweglichen Enddatum die Dauer der Fasnacht Jahr für Jahr verschieden ist. Die vorösterliche Fastenzeit beginnt seit hunderten von Jahren am Mittwoch vor Sonntag “Invocavit” also am Aschermittwoch. Ostern aber ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Je früher Ostern ist, desto kürzer ist demnach die Fasnacht!

Wenn der erste Vollmond nach Frühlingsanfang am 22. März ist und der 22. März erst noch auf einen Samstag fällt, dann ist Ostern am 23. März. Entsprechend früh liegt der Aschermittwoch am 3. Februar. Diese Fasnacht ist die kürzeste, sie dauert nur 28 Tage. Wenn aber der erste Frühjahresvollmond auf den 18. April fällt und wenn dieser Tag ein Montag ist, dann wird Ostern erst am 24. April gefeiert. Entsprechend spät liegt der Aschermittwoch am 10. März. In einem solchen Jahr dauert die Fasnacht mit 63 Tagen am längsten.

Quelle: Tony Oetterli, Schweiz

Amerika grüßt das Weltall

Beim Überflug der ISS (internationale Raumstation) gelang den Weltraumwissenschaftlern in der Nacht zum 28. Februar 2003 endlich der karnevalistische Nachweis, wem der amerikanische Kontinent inzwischen wirklich untergeordnet ist. Das nebenstehende Bild beweist, dass das gerülpste “Hello” aus der Werbung für eine andere Colamarke scheinbar einen realen Hintergrund hat – denn ein bekannter Industriegigant, nennen wir ihn mal “C.C.”, grüßt seit gestern mit seinem Schriftzug ins nächtliche Weltall. Tätä, tätä, tätä! Am Aschermittwoch wird die Werbung wieder abgeschaltet 😉