Stadtteilbibliothek in Weilimdorf konnte 2024 rund 50.000 Besucher willkommen heißen

Stadtteilbibliothek in Weilimdorf konnte 2024 rund 50.000 Besucher willkommen heißen, Foto GOEDE

(RED) Die Stadtteilbibliothek Weilimdorf hat dem Bezirksbeirat am Mittwoch, 10. Dezember 2025, ihren Jahresbericht sowie aktuelle Entwicklungen vorgestellt – und dabei deutlich gemacht, welch zentrale Rolle sie für Bildung, Kultur und Begegnung im Stadtbezirk spielt.

Mit über 221.000 Ausleihen, rund 50.000 Besuchern und insgesamt 320 Veranstaltungen allein im Jahr 2024 bleibt die Bibliothek ein stark frequentierter Ort für alle Generationen, wusste Astrid Sundermann – sichtlich stolz – dem Gremium mitzuteilen. Insbesondere Kinder profitieren mit 269 eigenen Veranstaltungen von einem breit gefächerten Angebot.

Doch die Bibliothek steht auch vor Herausforderungen: Durch die Wiederbesetzungssperre fehlen derzeit 1,5 Stellen, und ein eigener Veranstaltungsraum existiert nach wie vor nicht. Deshalb sind die freien Vormittage – außerhalb der Öffnungszeiten – für die Betreuung der 40 Bildungseinrichtungen im Stadtbezirk unverzichtbar.

Vielfalt an Angeboten – von Windelflitzern bis Internetführerschein

Astrid Sundermann, Annette Ritterbusch und Marilena Gehrung präsentierte ihr umfangreiches Portfolio für Kitas, Schulen und weiterführende Bildungsinstitutionen. Dazu gehören Bilderbuchshows, Kamishibai, Schatzsuchen, Rechercheschulungen, der sich seit Jahren bewährende „Internetführerschein“, Autorenbegegnungen wie -lesungen oder Escape-Games. Auch freie Angebote wie Kindertheater, Kreativ-Workshops oder das Medienbildungsprogramm „Klicken mit Durchblick“ stoßen auf große Resonanz. Möglich wird dies auch, weil Jahr für Jahr rund 4.000 neue Medien in der Stadtteilbibliothek hinzu kommen.

Für Erwachsene gibt es Lesungen, Vorträge in Kooperation mit vhs und Kulturkreis, Ausstellungen sowie die Sprechstunde „Digital im Alter“ (siehe auch im Veranstaltungskalender von weilimdorf.de).

Neuerungen: Rückgabebox, Lesegarten und Besucherzählung

Als positive Neuerungen hob Sundermann unter anderem das neue Sicherungsgate mit Besucherzähler hervor, eine Rückgabebox als Zwischenschritt zur geplanten „24-Stunden-Rückgabe“, die kommende Selbstverbuchung am Automaten sowie die Neugestaltung des Lesegartens. Zudem ist ein Theken- und Büroumbau geplant.

Seit April 2025 verfügt die Bibliothek außerdem über eine neue 50-Prozent-Stelle für den Lernraum, die sich speziell der Sprach- und Leseförderung, Medienbildung und individuellen Unterstützung widmet. Hierfür konnte Marilena Gehrung gewonnen werden.

„Lernraum“ als Schlüsselprojekt

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Projekt „Stärkung des Lernraums im Stadtteil“. Vier Einrichtungen – darunter Vorbereitungsklassen der Wolfbuschschule und der Gemeinschaftsschule sowie die Spielstube der Geflüchtetenunterkunft Holderäcker – besuchen regelmäßig die neuen Angebote. „Vor allem Flüchtlingen können wir hier mit Sprachförderung helfen – und Vertrauen in unsere Bibliothek stärken“, so Gehrung erläuternd.

Allein von Juli bis November fanden 15 Veranstaltungen statt, ergänzt durch Medienkisten, Thementische und die Weitergabe aussortierter Bücher an Schulen und die Spielstube.

Beispielprogramme zeigten, wie vielfältig die Arbeit ist: Von einer Bilderbuchshow über „Mirabel, die Schnecke“, die vom Fliegen träumt, über ein Quiz zum Weltall bis hin zu Musikgeschichten mit Percussion-Instrumenten (wie in der Spielstube in der Holderäckerstraße geschehen).

Die Vorstellung im Bezirksbeirat machte deutlich, wie wichtig die Stadtteilbibliothek für Weilimdorf ist – als kultureller Treffpunkt, als bildungsorientierte Einrichtung und als verlässlicher Partner für Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen. Gleichzeitig zeigte sie auf, dass wachsende Aufgaben und fehlendes Personal eine zunehmende Belastung darstellen. Der Bezirksbeirat nahm den Bericht mit großem Interesse zur Kenntnis. Einige Bezirksbeiräte sind zudem grundsätzliche „Dauerbesucher“ der Einrichtung, wie sie zugeben mussten.

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