(RED) Mit einer Vielzahl an Maßnahmen hat das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Stuttgart in den Jahren 2025 und 2026 die Infrastruktur im Stadtbezirk Weilimdorf deutlich verbessert – bzw. plant dies.
Im Rahmen des Bau- und Unterhaltungsprogramms wurden zahlreiche Straßen saniert, Gehwege erneuert sowie Versorgungsleitungen modernisiert – die Details stellt seit mehr als 10 Jahren Andrej Malyschew Jahr für Jahr dem Bezirksbeirat im Frühjahr vor – und wie immer hatte er auch auf der Sitzung am 15. April 2026 die eine oder andere Anekdote dabei, wenngleich manchmal diese eher dem Galgenhumor näher lagen.
Ein Schwerpunkt im Jahr 2025 in Weilimdorf lag auf der Erneuerung von Fahrbahnbelägen. So wurden unter anderem in der Solitudestraße (zwischen B295 und dem Kreisverkehr mit einem Volumen von 488.00 Euro), der Korntaler Landstraße wie Lotterbergstraße (Volumen 240.000 Euro) sowie in der Muggensturmer Straße (Volumen 89.000 Euro) umfangreiche Asphaltarbeiten durchgeführt – dies waren auch die teuersten Bereiche.
Auch kleinere Straßen wie der Iltisweg, die Straße im Wolfbusch (bis Hubertusweg), der Kreuzungsbereich der Engelbergstraße mit der Rappachstraße, die Mittenfeldstraße, die Neustädter Straße als auch die Maikammerstraße, die Tachenbergstraße oder der Waldhornweg profitierten von neuen Deckschichten. Vielfach wurden diese Arbeiten bewußt im Anschluß an Arbeiten der Stuttgart Netze (die Modernisierung der „unterirdischen Infrastruktur“ per Austausch von Stromleitungen, Verlegung von Glasfaser) bzw. nach Sanierung von Abwasserleitungen durchgeführt. Ebenfalls auf Vordermann gebracht wurde der Wanderparkplatz am Grünen Heiner. Diese Bauarbeiten wiesen Investitionssummen im jeweils fünstelligen Eurobereich auf.
Neben den Straßen standen auch Gehwege im Fokus. In mehreren Bereichen – etwa am Schützenhausweg, in der Friolzheimer Straße, der Maikammerstraße wie der Bergheimer Straße oder im Bereich Grubenäcker – wurden Gehwegbeläge erneuert und teilweise mit Sickerpflaster ausgestattet. Damit wird nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessert, sondern auch ein Beitrag zur besseren Regenwasserbewirtschaftung geleistet.
Auch der Umwelt- und Mobilitätsaspekt spielte eine Rolle: Diverse Landwirtschaftliche Wege und Radwege wurden instandgesetzt, zudem entstand am „Mittleren Pfad“ (Baukosten 103.000 Euro) eine barrierefreie Bushaltestelle. Darüber hinaus wurden Brückenbauwerke saniert sowie Treppenanlagen erneuert.
„Jahrhundertbaustelle Bergheimer Steige“ kommt im Sommer
Besonders ins Gewicht fällt die geplante Teilsanierung der Bergheimer Steige (300 Meter von insgesamt 1,3 Kilometern) – eine unfallträchtige Kurve muss grundsaniert wie „entschärft“ (aber nicht verbreitert) werden. Für die Maßnahme mit einem Volumen von rund 1,5 Millionen Euro ist eine Vollsperrung von Mitte Juli bis Anfang Oktober 2026 vorgesehen.
Während dieser Zeit wird eine Umleitung eingerichtet. „Wir haben lange mit den umliegenden Gemeinden gesprochen, aber irgendwie will keiner unseren Verkehr haben“, so Malyschew mit trockenem Humor. Da Gerlingen parallel an der Panoramastraße bauen will, muss nun der Verkehr über die A81 und den Engelbergtunnel bzw. die B295 und die Straße am Kräherwald großräumig „umgeleitet“ werden. „Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass Autofahrer heutzutage kaum mehr Umleitungsschilder lesen sondern sich blind auf ihre Navigationssysteme verlassen“, ergänzte Malyschew – und verwies darauf, dass nunmal die digitalen Verkehrsdienste den Verkehr immer dort lang lenken, wo es am schnellsten voran geht. Zwar werden die Sperrungen den Anbietern gemeldet, aber am Schluss entscheidet jeder Autofahrer selbst, wo er „sein Glück des Durchkommens“ sucht. Eines sei sicher: „Egal ob der Engelbergtunnel bis zum Sommer saniert sein wird oder nicht – wir bauen. Die Steige ist kaputt, wir müssen sanieren“, fügte Malyschew an.
Die Sanierung der Steige wirft jetzt schon ihre optischen Schatten voraus: So sind Büsche und Gehölze im Sanierungsbereich bereits entfernt worden, damit die Fauna dort nicht beginnt zu brüten. Schutzzäume (schwarze Folien) hindern zudem Amphibien an der Niederlassung bzw. Querung der Trasse. Nach den Bauarbeiten werden wieder Nachpflanzungen in diesem Bereich vorgenommen – bzw. wird dies der Wald „von selber“ wieder renaturieren.
Für das Jahr 2026 sind neben der Steige aber auch weitere Projekte in Weilimdorf geplant: Dazu zählen unter anderem Fahrbahnsanierungen im Bereich Dischinger Weg sowie Durlehaustraße/Reisachstraße. Auch Gehwege – etwa in der Giebelstraße oder entlang der Solitudestraße – werden weiter ausgebaut und modernisiert.
Die Bezirksbeiräten dankten im Anschluss für die Ausführungen – mahnten jedoch u.a. an, dass während der Sanierung der Steige der Verkehr laufend überwacht werden müsse, auch forderten sie abermals, dass nach den Arbeiten endlich LKW-Verbotsschilder an der Steige angebracht werden sollten. Andrej Malyschew konnte dem nur hinzufügen, dass er dies auch befürworte und gerne weitergebe, aber nicht entscheiden könne.


