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Unangekündigte Feuerwehr-Übung in Weilimdorfer Spedition

(ARO) Bei einer, für die Beschäftigten unangekündigten, Störfallübung probten Firmenverantwortliche der Spedition LSU Schäberle und Feuerwehr am vergangenen Donnerstag den Ablauf bei einem Schadensereignis in einem großen, neu errichteten Hochregallager.

Die Firma LSU Schäberle ist ein großer Logistik- und Transportdienstleister im Weilimdorfer Industriegebiet Motorstraße.

Übung LSU Copyright Andreas RometschDas 1973 gegründete, inhabergeführte Familienunternehmen beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit nationalen und internationalen Speditionsverkehren, insbesondere im Gefahrgutbereich.

Das Speditionsunternehmen LSU Schäberle ist für seine Kunden nicht nur ein reines Transport- sondern auch ein Logistikunternehmen, daher lagern in den Hallen der Firma auch große Mengen unterschiedlicher Gefahrgüter. Da diese Stoffe und Güter bei unsachgemäßem Umgang beziehungsweise Unfällen eine Gefahr für die Nachbarschaft darstellen, unterliegt die Firma der Störfallverordnung.

Übung LSU Copyright Andreas RometschUnternehmen, die dieser Verordnung unterliegen müssen Auflagen unterschiedlichster Art erfüllen, Dazu gehören neben baulichen Maßnahmen und speziell geschulten Mitarbeitern auch regelmäßige Übungen und Ortsbegehungen mit der örtlichen Feuerwehr.

Die Spedition LSU Schäberle geht dabei aus eigenem Antrieb über das gesetzlich geforderte Maß hinaus und kontaktiert von sich aus immer wieder die Branddirektion Stuttgart , um zusätzliche, außerplanmäßige Übungen an den Objekten durchzuführen. Damit sorgt sie für eine noch bessere Vorbereitung auf einen möglichen Schadensfall als vom Gesetzgeber gefordert.

Übung LSU Copyright Andreas RometschEine dieser Übungen führten nun am vergangenen Donnerstag, dem 25.4.2024, die Freiwillige Feuerwehr Weilimdorf und der Löschzug der Berufsfeuerwehr aus Feuerbach gemeinsam durch.

Von Firmenseite waren nur einige wenige Führungskräfte über das kommende Geschehen informiert, für die restliche Belegschaft sollte der Ablauf möglichst realistisch dargestellt werden.

So kam die Auslösung der Brandmeldeanlage und das damit verbundene Ertönen des Räumungsalarms für die meisten Mitarbeiter völlig überraschend. Dennoch verhielten sie die Angestellten vorbildlich, verließen unverzüglich ihren Arbeitsplatz und begaben sich zum definierten, sicheren Sammelpunkt außerhalb eines möglichen Gefahrenbereichs.

Übung LSU Copyright Andreas RometschKurze Zeit später traf als erste Einheit das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Weilimdorf ein, dicht gefolgt von den vier Fahrzeugen des Löschzugs der Berufsfeuerwehr (BF).

Gemeinsam begaben sich die Führungskräfte von FF und BF nach Entnahme des Objektschlüssels aus dem Schlüsseltresor zur Feuerwehrinformationszentrale, kurz FIZ. An der FIZ werden die ausgelösten (Brand)Melder angezeigt, außerdem befinden sich dort die sogenannten Laufkarten, auf denen die „Laufstrecken“ zu den betroffenen Meldern ersichtlich sind.

Ausgestattet mit Kleinlöschgerät, Rauchschutzvorhang und Fluchthauben drangen dann mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten in das betroffene Gebäude ein und begaben sich, geleitet von der Laufkarte, zum ausgelösten Melder.

Übung LSU Copyright Andreas RometschDort angekommen ergab die Erkundung, dass kein Schadensfeuer vorlag, sondern sich ein „Betriebsunfall“ ereignet hatte.

Ein „Verletzter“, dargestellt durch einen Dummy, war dabei unter einem sogenannten IBC-Behälter eingeklemmt, sein (realer) Kollege stand unter Schock und war betreuungsbedürftig.

Der Eingeklemmte wurde von den Trupps aus seiner Zwangslage befreit und ebenso wie der geschockte, aber ansonsten unverletzte Mitarbeiter unverzüglich ins Freie gerettet. Dort wurden beide Personen fiktiv an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.

Übung LSU Copyright Andreas RometschBei einer gemeinsamen Nachbesprechung zeigten sich sowohl die Firmenverantwortlichen als auch die Führungskräfte der Feuerwehr sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Übung.

Abschließend wurden alle vor Ort befindlichen Feuerwehrangehörigen von den Firmenmitarbeiten durch das neue Hochregallager geführt, um für den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall die notwendige Ortskenntnis zu besitzen.

Besonders erwähnt werden soll noch das große Engagement der ehrenamtlichen Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Weilimdorf. Ungeachtet dessen, dass sie an diesem Tag vor der Übung schon drei Einsätze während der Arbeitszeit abgearbeitet hatten, nahmen sie sich teilweise extra für den Übungseinsatz zusätzlich frei

 

Bilder: Andreas Rometsch

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