(JS) Am Sonntag, 16. November 2025, fand in Weilimdorf die diesjährige Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Bezirksamts Weilimdorf, des Sozialverbands VdK Stuttgart-Weilimdorf sowie der DRK-Bereitschaft Weilimdorf–Zuffenhausen, um gemeinsam der Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung zu gedenken.
Die Feierstunde in der Feierhalle auf dem Neuen Friedhof wurde musikalisch durch den Kinder- und Jugendchor Wolfbusch eröffnet. Bezirksvorsteher Julian Schahl begrüßte die Anwesenden und erinnerte an die besondere Bedeutung des Volkstrauertags. Gerade in einer Zeit, in der politische Spannungen, gesellschaftliche Polarisierung und internationale Konflikte die Weltlage prägen. „Das Gedenken ist heute wichtiger denn je“, betonte Schahl. „Es ruft uns dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, wachsam zu bleiben und uns entschieden für Frieden, Toleranz und ein respektvolles Miteinander einzusetzen.“
Die Totenehrung wurde von Angelika Hech, Vorsitzende des Sozialverbands VdK Weilimdorf, vorgenommen. Für die musikalische Gestaltung sorgte wieder die Musikschule Eberhard.
Die Gedenkansprache hielt Diakon Andreas Wellner von der Gesamtkirchengemeinde Stuttgart Nord-West. Er erinnerte eindrücklich daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist und gerade in herausfordernden Zeiten besonderen Einsatz braucht. Wellner knüpfte an persönliche Geschichten über seinen Großvater an, der im Ersten Weltkrieg diente, und stellte eine Brücke zur heutigen Generation her: Die Verantwortung, für Frieden und Menschlichkeit einzustehen, sei zeitlos und gerade den jungen Menschen komme dabei eine wichtige Rolle zu.
Im Anschluss an die Feierstunde begaben sich die Teilnehmenden zum Mahnmal auf dem Neuen Friedhof. Begleitet vom Musikverein Weilimdorf wurden Kränze des Sozialverbands VdK, der Landeshauptstadt Stuttgart – vertreten durch das Bezirksamt Weilimdorf – sowie der DRK-Bereitschaft Weilimdorf–Zuffenhausen niedergelegt.
Der Jugendrat bereicherte das Gedenken mit einem Gedichtvortrag, vorgetragen von Anni Ziegler und Tim Brauchle. Ihr Beitrag stellte das übergeordnete Thema der Zuversicht in den Mittelpunkt und machte deutlich, wie wichtig Hoffnung, Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander, insbesondere für die junge Generation, sind.
Zum Abschluss dankte Bezirksvorsteher Schahl allen Beteiligten für ihr wichtiges Engagement und ihren Beitrag zum Gelingen der Gedenkfeier.


