SWG: Klassenerhalt perfekt?

Vor rund einem Jahr standen die Ringer der SGW erstmals vor der ernsthaften Überlegung in die Oberliga aufzusteigen. Damals gab es sportlich und finanziell einige Bedenken, doch schließlich entschied man sich dafür, es wenigstens eine Saison lang auszuprobieren. Daraufhin standen die Weilimdorfer für viele Beobachter schon als der kommende Absteiger fest.

Nach dem vergangenen Sonntag stehen die Chancen allerdings gut, dass im Stuttgarter Norden auch im kommenden Jahr in der Oberliga gerungen wird. Ausschlaggebend dafür war der deutliche 26:9 Heimsieg gegen den AC Röhlingen, der nun seinerseits mit dem Rücken zur Wand steht.

Der hohe Heimsieg wurde sicherlich durch mehrere Faktoren beeinflusst: neben der tollen Stimmung in der Halle gelang der SGW der Sieg vor allem durch eine taktischen Umstellung in der Gewichtsklasse bis 84 kg sowie dem starken Auftritt von Catalin Vitel (SGW) im Fliegengewicht gegen den Röhlinger Punktegaranten Ralf Pfisterer. Auch wenn beide ringerisch sicher auf dem gleichen Niveau zu Werke gingen, konnte der Neu-Weilimdorfer doch die entscheidenden Situationen für sich gewinnen und legte mit seinem Punktsieg (PS 3:0) den Grundstein des Erfolges.
Eine kleine Vorentscheidung folgte bereits im Schwergewicht. Hier konnte Röhlingen krankheitsbedingt ihren Stammringer nicht zum Einsatz bringen und boten stattdessen Ludwig Stengel auf. Mit ihm hatte Andreas Werft aber keinerlei Probleme und konnte bereits nach 20 Sekunden einen Schultersieg verbuchen (SS 4:0, 7:0).

Eine etwas schwerere Aufgabe hatte Khagani Abbasov gegen Fabian Stock (ACR) im Bantamgewicht. Nachdem Khagani die ersten beiden Runden knapp abgeben musste, holte er sich mit einer kämpferischen Leistung immerhin die dritte Runde. Mehr war allerdings an diesem Abend nicht drin für ihn (PN 1:3, 8:3).
Im Halbschwergewicht gab es den längsten Kampf des Abends zu sehen. Taktisch geschickt holte sich Behar Rohleder (SGW) die ersten beiden Runden gegen den starken Gerhard Wolf. Doch dieser hatte am Ende die größeren Kraftreserven und setzte sich doch noch in fünf Runden durch (PN 2:3, 10:6).
Tomasz Kierpiec holte im Leichtgewicht einen sicheren Punktsieg gegen Dávid Gérnyi. Der Gast konnte sich zu keiner Zeit gegen Tomasz durchsetzen und beschränkte sich ausschließlich auf die Punkteverteidigung (PS 3:0, 13:6).

Nach der Pause sorgten bereits die ersten beiden Kämpfe für die Entscheidung. Im Mittelgewicht gab es den schon angesprochenen taktischen Wechsel, Markus Laible trat im Freistil gegen Tom Philipp an. Vom Gast aus Röhlingen kam aber außer Defensivaktionen nicht viel und somit konnte Markus die Runden jeweils knapp für sich entscheiden (PS 3:0, 16:6).

Für die endgültige Entscheidung sorgte Feim Gashi im Leichtgewicht (ebenfalls im freien Stil) gegen Marco Philipp. Auch die Tatsache, dass der Gast aus Röhlingen rund zwei Köpfe größer war, hinderte Feim nicht daran einen Punkt nach dem anderen zu holen und mit blitzschnellen Beinangriffen immer wieder durchkam. Durch den hohen Sieg lag die SGW bereits uneinholbar vorn (TÜS 4:0, 20:6).
„Schöner wieder dabei zu sein“ waren die Worte von Kevin Strecker nach seiner langen Verletzungspause. Er trat in der Gewichtsklasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil an und hatte mit Laszlo Kliment gleich eine Hammeraufgabe vor sich. Doch mit der Unterstützung der Zuschauer zeigte er bereits, dass er wieder auf dem Weg zu seiner alten Form ist. Stabil in der Bodenlage und routiniert im Standkampf machte er es seinem Gegner so schwer wie möglich, so dass dieser nur einen Punktsieg erringen konnte (PN 0:3, 20:9).

Das Ergebnis weiter verbessern konnten die Weilimdorfer dann in den letzten beiden Kämpfen. Zuerst trat Stefan Vogt gegen Peter Mayer im griechisch-römischen Stil an. Hier gab es im Standkampf von beiden nicht viel zu sehen, doch Stefan war in allen Runden der aktivere Ringer. Somit sicherte er sich seinen Punktsieg durch Durchdreher in der Unterlage und durch eine starke Bodenabwehr in der zweiten Runde (PS 3:0, 23:9).

Den Schlusspunkt setzte wieder einmal Mark Bühler gegen Martin Mayer. Der Kampf verlief ebenfalls sehr ausgeglichen, in den ersten beiden Runden musste der jeweils der Zwiegriff entscheiden. In Runde drei machte Mark die entscheidende Wertung schon vor Rundenende (PS 3:0) und sorgte so für den Endstand von 26:9.

Ebenfalls weiter auf Erfolgskurs ist die SGW II, gegen die Reserve des AC Röhlingen konnte man sich mit 21:14 durchsetzen und setzt sich damit weiter in der oberen Tabellenregion fest. Philipp Ilzhöfer und Max Hubl gelang ein Schultersieg, Krzysztof Mudrecki, Alin Lenghen und Kevin Fauser siegten durch technische Überlegenheit.

Die Einzelergebnisse waren dabei wie folgt:
GR 55: Krzysztof Mudrecki – Tobias Andre Link 4:0 TÜ (6:0, 8:0, 7:0)
FR 60: Stefan Stiber – Michael Wöhrle 1:3 PN (1:0, 1:5, 1:2, 0:3)
GR 66: Philipp Ilzhöfer – Franz Bühler 4:0 SS (2:0, 2:0, 5:2)
FR 66: Alin Lenghen – Michael Walter 4:0 TÜS (7:0, 6:0, 7:0)
GR 74: Orhan Demirbilek – Nicolai Kosic 0:4 TÜN (0:6, 0:6, 0:8)
FR 74: Kevin Fauser – Tim Wist 4:0 TÜS (7:0, 2:0, 4:1)
GR 84: Artur Rohleder – Stefan Grimmeisen 0:4 SN (0:5, 3:7)
FR 96: Daniel Möbius – Bernd Rettenmaier 0:3 PN (0:2, 0:1, 0:3)
GR 120: Maximilian Hubl – Martin Haug 4:0 SS (4:0)

Am kommenden Sonntag tritt die SGW beim VfL Obereisesheim an, Kampfbeginn in der Eberwinhalle ist bereits um 15 Uhr. Schon am Samstag um 18 Uhr ist die SGW II beim KSV Unterelchingen II zu Gast. Der nächste Heimkampf findet am 3. Dezember in der Lindenbachhalle gegen den AV Sulgen statt.

SGW verliert gegen Baienfurt/Ravensburg

Nach der ersten Auswärtspleite dieser Saison in der Vorwoche, folgte am vergangenen Samstag gegen die KG Baienfurt/Ravensburg gleich die nächste Niederlage.

Diesmal fiel sie mit 28:10 aber deutlich höher aus. Neben Tomasz Kierpiec überzeugte vor allem Catalin Vitel in seinem ersten Oberligakampf für die SGW. Beide Mannschaften hatten aufgrund des Rückrundenstarts und den damit verbundenen Stilartwechseln kräftig in ihren Mannschaftsaufstellungen rotiert.

In einem vorgezogenen Kampf in der Gewichtsklasse bis 84 kg griechisch-römisch stellte sich Michael Berner (SGW) dem Spitzenringer Vyacheslav Kolosov entgegen. Obwohl Michael nur wenige Aktionen zuließ, reichte es für den Gastgeber zu einem technischen Überlegenheitssieg (TÜN 4:0).
Die SGW konnte im zweiten Kampf jedoch ausgleichen. Der schon eingangs erwähnte junge Rumäne Catalin Vitel, der bisher nur für die zweite Mannschaft auf der Matte stand, konnte gegen Tim Oppenrieder nach einer spannenden ersten Runde (4:5) die zweite Runde mit einem Schultersieg beenden (SS 0:4, 4:4) und damit die ersten Punkte für Weilimdorf sichern.

Bis zur Pause lief dann aber wenig zusammen für die Weilimdorfer. Im Schwergewicht kam Andreas Werft überhaupt nicht zurecht mit Vladimiros Loakeimidis, der ihn mit einfachen Aktionen auspunktete (PN 3:0, 7:4).

Im Bantamgewicht entschied Paul Heiderich (Baienfurt) seinen Kampf klar gegen den aufgerückten Khagani Abbasov (TÜN 4:0, 11:4).
Im Halbschwergewicht traf Behar Rohleder (SGW) auf Pavel Burla, der bereits im Vorfeld berechtigterweise als stark eingeschätzt wurde. Immer wieder gelangen ihm schnelle Aktionen gegen den Weilimdorfer. Ende der dritten Runde wurde Behar dann aufgrund seiner dritten Verwarnung disqualifiziert (DQ 4:0, 15:4). Es sollte nicht die einzige völlig überzogene Entscheidung des Mattenleiters an diesem Abend bleiben. Obwohl die meisten Kämpfe sportlich recht eindeutige Angelegenheiten waren, hatte man doch das Gefühl, dass sich der Mattenleiter ein wenig in den Mittelpunkt pfeifen wollte!

Unmittelbar nach der Pause folgte der zweite Weilimdorfer Sieg an diesem Abend, bei dem sich Tomasz Kierpiec gegen Rico Troltsch durchsetzen konnte. Leider gab Tomasz die zweite Runde durch eine Unachtsamkeit ab, obwohl er als Obermann den Vorteil hatte, so dass die technische Überlegenheit nur mit einem 4:1 gewertet wurde (TÜS 1:4, 16:8).

Von Markus Laible (Gewichtsklasse 84 kg Freistil) ist man es als treuer Fan gewohnt, dass er – egal bei welchem Zwischenstand – immer Vollgas gibt. So war es auch dieses Mal gegen Marcel Bolduan, doch nur in der ersten Runde ließ sich der Baienfurter davon überraschen. In den weiteren Runden genügten ihm jeweils minimale Wertungen zum Punktsieg (PN 3:1, 19:9).

In der Gewichtsklasse bis 66 kg Freistil hatte Feim Gashi in Diensten der Weilimdorfer mit Georgios Savvoulidis den laut Bestenliste schwersten Brocken der Gastgeber vor sich, doch Feim zeigte sich davon erst einmal unbeeindruckt und holte die erste Wertung. Leider stellte sich Savvoulidis nun besser auf sein Gegenüber ein und konnte den Kampf noch in drei Runden gewinnen (PN 3:0, 22:9).
Auch Stefan Vogt (SGW) gelang gegen Simon Hamm kein Rundengewinn, mit drei minimalen 1:0-Rundensiegen (davon zweimal ohne technische Wertung) hatte der KG-Ringer hauchdünn die Nase vorn (25:9).
Immerhin einen weiteren Mannschaftspunkt konnte Mark Bühler gegen den starken Gerhard Tenhündfeld holen, denn die dritte Runde ging an den Weilimdorfer. In Runde vier sorgte der Schiedsrichter wieder für einiges Kopfschütteln bei den mitgereisten SGW-Fans. Eine Sekunde vor dem Rundenende sprach er eine Verwarnung gegen Mark aus, der damit diesen Kampf verlor (PN 3:1, 28:10). Nicht auszudenken, wenn es hier tatsächlich noch um Sieg oder Niederlage des Mannschaftskampfs gegangen wäre.

So endete der Vergleich mit 28:10 und einem verdienten Sieg der KG Baienfurt/Ravensburg. Die nächsten Kämpfe müssen nun zeigen, ob die SGW tatsächlich den Klassenerhalt schaffen kann.

SGW-Serie reißt beim Tabellenschlusslicht

Ausgerechnet gegen den Tabellenletzten endete die Serie der Auswärtssiege der Weilimdorfer Ringer. Nicht zuletzt zeigt aber auch der Endstand von 19:18 wie ausgeglichen diese Liga ist. Schwer zu sagen bei welchem Kampf die fehlenden Punkte liegengelassen wurden.

Die unteren fünf Gewichtsklassen konnten die Weilimdorfer gewinnen, die oberen gingen an Aalen, die in diesem hitzigen Duell auch einige Bundesligaringer einsetzten.

Bei den unteren Gewichtsklassen fällt auf, dass diese aus Weilimdorfer Sicht mehr als deutlich gewonnen wurden. Selbst der Altersunterschied von fast 30 Jahren ließ Khagani Abbasov nicht alt aussehen. In der Klasse bis 55 kg herrschten eindeutige Kräfteverhältnisse und der junge Koray Karaman musste sich mit insgesamt 1:20 Punkten (TÜS 0:4) nach drei Runden geschlagen geben.
Im Schwergewicht konnte Andreas Werft seinen Gewichtsvorteil leider nicht ausnutzen. Insgesamt war es ein sehr ausgeglichenes Duell, das Pedro Garcia Perez vom KSV Aalen 05 mit ganz wenigen Aktionen für sich gewinnen konnte (PN 3:0, Zwischenstand 3:4).

Marcin Kierpic traf im Bantamgewicht auf den starken Andreas Herzig. Obwohl er in Runde eins und drei deutlich gewann, reichte es in der zweiten Runde nur für eine nichttechnische Wertung und somit für lediglich drei Mannschaftspunkte (PS 0:3, 3:7).

Eine denkbar knappe Niederlage fuhren die Weilimdorfer auch in der Gewichtsklasse bis 96 kg ein. Max Knobel (KSV Aalen) und Behar Rohleder (SG Weilimdorf) neutralisierten sich geradezu, zeigten aber einen engagierten Kampf. Mit je 1:0 gingen alle drei Runden an den Gastgeber (PN 3:0, 6:7).
Selbst ein Stromausfall konnte Feim Gashi nicht aus der Ruhe bringen. Gegen den jungen Nicolai Eiberger war er deutlich überlegen. Am endete reichte es aber unglücklicherweise nicht für den Überlegenheitssieg (PS 0:3, 6:10).

Zur Pause also noch eine knappe Führung für die Weilemer, doch das Blatt wendete sich bereits mit dem Kampf von Markus Laible gegen Pascal Koch. Obwohl Markus gut gegen den starken Aalener agierte, war bald klar, dass er diesen Kampf verlieren würde. Eine umstrittene 3er-Wertung am Ende der dritten Runde sorgte aber für einige Aufregung im Weilimdorfer Lager, da dadurch der Kampf als technische Überlegenheit gewertet wurde – ein entscheidender Punktverlust wie wir nun im Nachhinein wissen (TÜN 4:0, 10:10).
Da halfen auch die weiteren Punkte von Tomasz Kierpiec gegen Oliver Hug nicht viel. Zudem gelang es Tomasz nicht in der zweiten Runde als Obermann einen Punkt zu machen, damit wurde diese Runde für Aalen gewertet (PS 1:3, 11:13).

Für eine kleine Überraschung sorgte der Ersatzmann Michael Berner, der sich gegen Timur Karaman die erste Runde holen konnte. Auch danach hatte er weitere Chancen, doch Karaman gewann die folgenden Runden (PN 3:1, 14:14).

Es blieb also weiter spannend und die letzten beiden Kämpfe mussten die Entscheidung bringen. Dabei schenkten sich Julian Meyer (Aalen) und Mark Bühler (SGW) nichts auf der Matte, sondern gaben beide von Anfang an Vollgas. Mark musste die erste Runde hauchdünn abgeben, gewann aber die Runden zwei und drei. Die vierte Runde ging wieder an den Heimringer von der Ostalb und somit kam es zum Showdown in der fünften Runde. Dort hatte der Weilimdorfer wieder knapp die Oberhand und hatte sogar die Chance auf einen Schultersieg, doch es blieb beim knappen Punktsieg (PS 2:3, 16:17).
Vor der letzten Begegnung war daher ein Sieg oder ein Unentschieden weiterhin möglich, allerdings stand dem Weilimdorfer Stefan Vogt mit Patrick Sorg einer der besten Ringer der Aalen gegenüber. Erwartungsgemäß gewann dieser auch die ersten beiden Runden, doch dann ließ Stefan mit dem Gewinn der dritten Runde noch einmal Hoffnung beim Weilimdorfer Anhang aufkeimen. Ein weiterer Rundengewinn hätte das Unentschieden gesichert, doch leider ging diese entscheidende vierte Runde durch eine nicht-technische Wertung an Aalen (PN 3:1, 19:18), die damit auch als glücklicher Sieger dieser Begegnung feststanden.

Erfolgreich war dagegen die SGW-Reserve, die zeitgleich beim TV Faurndau in Göppingen antreten musste. Die Gastgeber konnten die unteren beiden Gewichtsklassen nicht besetzen, so dass Catalin Vitel und Stefan Stiber bereits kampflos acht Punkte holen konnten.
Im Schwergewicht war die Begegnung zwischen Kai Wilimsky und Max Hubl (SGW) lange ausgeglichen, doch eine Unachtsamkeit in der dritten Runde bedeutete eine Schulterniederlage aus Sicht der Weilimdorfer.
Die Nerven etwas beruhigen konnte Daniel Möbius im Halbschwergewicht mit einem souveränen Punktsieg gegen Thomas Weiß, dem kein einziger technischer Punkt gegen Daniel gelang.
Im Anschluss daran konnte Alin Lenghen (Weilimdorf) gegen Simon Gölz das Mannschaftsergebnis auf 4:15 erhöhen, indem er nicht lange fackelte, sondern seinen Gegner nach weniger als einer Minute auf die Schultern legte.

Doch wer jetzt dachte, dass dies eine klare Sache werden würde sah sich getäuscht, denn zuerst musste Fabian Cipriano gegen Kevin Hiller (Faurndau) eine Schulterniederlage hinnehmen und gleich danach gab Philipp Ilzhöfer verletzungsbedingt gegen Artur Enders auf.
Mit dem neuen Zwischenstand von 12:15 war in dieser Begegnung also alles wieder offen. Es folgte der wahrscheinlich abwechslungsreichste Kampf des Abends zwischen Rudi Enders (Faurndau) und Björn Hinrichsen (SGW). Beide probierten immer wieder mit Schwunggriffen zu Punkten zu kommen – was meisten auch gelang. Die erste Runde sicherte sich Björn knapp mit 4:5. Dem hohen Anfangstempo folgte eine Runde mit weniger Wertungen, doch auch hier setzte sich Björn mit 0:1 durch. Eine weitere siegreiche Runde des Weilimdorfers würde den Mannschaftssieg sichern, doch der Ringer der Gastgeber gab sich noch nicht gleich geschlagen und ging in Runde drei deutlich in Führung und hätte die Runde auch für sich entschieden, wenn Björn nicht kurz vor Rundenende mit einem Schultersieg alles klar gemacht hätte.

Im letzten Kampf des Abends schraubte Kevin Fauser das Ergebnis aus Sicht der SGW noch ein wenig in die Höhe. Gegen Jakob Sänger kam er immer wieder mit seinen Beinangriffen durch und hatten seinen Gegner mehrere Male am Rande einer Schulterniederlage. Nach drei Runden und 22:0 Punkten für Kevin stand der Sieg durch technische Überlegenheit fest – Endstand 12:23.

Zu Beginn der Rückrunde kommen Ringerfans mit gleich 3 Mannschaftskämpfen voll auf ihre Kosten. Am Samstag, 29.Oktober ist die erste Mannschaft der SGW in Baienfurt zu Gast. Die vom Förderverein organisierte Busfahrt startet auf dem Parkplatz des Blick Solitude, die genaue Abfahrtszeit entnehmen Sie bitte unserer Homepage www.weilimdorf-ringen.de. Bitte melden Sie sich vorher bei Gerhard Grohs (frw@weilimdorf-ringen.de) an, wenn auch Sie einmal im Fanbus mitreisen wollen. Die nächsten Heimkämpfe können Sie am darauffolgenden Dienstag (Allerheiligen) in der Lindenbachhalle erleben. Die erste und zweite Mannschaft treten gegen die Teams des TSV Herbrechtingen an. Kampfbeginn für die Reservemannschaften ist 15:00 Uhr, der Hauptkampf startet um 17:00 Uhr.

SGW Ringer bleiben auswärts ungeschlagen

Nach der heftigen Niederlage am vergangenen Montag, waren die Weilimdorfer Ringer hochmotiviert in die Begegnung gegangen. Der Gastgeber aus Sulgen ist eines der Teams, die man unbedingt besiegen musste, wenn man mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben möchte. Den Grundstein für den dritten Auswärtssieg hintereinander legte man bereits mit den ersten drei Kämpfen.

Im Fliegengewicht traf Khagani Abbasov auf Marco Eckl und zeigte dabei eine sehr konzentrierte Leistung. Die größere Erfahrung des Weilimdorfers setzte sich über drei Runden durch (PS 0:3).
Dann sorgte Andrea Werft im Schwergewicht für das nächste Ausrufezeichen. Gegen den Bulgaren Atanas Gazepov lag er bereits mit zwei Runden zurück, ehe er seinen Gewichtsvorteil nutzte und seinen Gegner mit einem Überwurf auf die Schultern zwang (SS 0:4, 0:7).

Es folgte eine erneut souveräne Vorstellung von Marcin Kierpic (Bantamgewicht bis 60 kg), der Andreas Moosmann nicht den Hauch einer Chance ließ. Mit sehr variablen Griffaktionen sicherte er sich den Sieg durch technische Überlegenheit (TÜS 0:4, 0:11).

Im Halbschwergewicht konnten dann auch erstmals die Gastgeber punkten. Die Angriffe des starken Dimitar Kasov konnte Daniel Möbius, der den gesperrten Behar Rohleder vertrat, nur unzureichend abwehren (TÜN 4:0, 4:11).

Im Leichtgewicht standen sich mit Feim Gashi und Murtus Magomedov zwei Trainingskollegen im freien Stil gegenüber. Auch hier setzte sich der Gastgeber in drei knappen Runden durch (PN 3:0, 7:11).
Nach der Pause folgte zwischen Markus Laible und Marius Braun ein weiterer wichtiger Kampf für die SGW. Konditionell schien der Weilimdorfer überlegen zu sein, diesen Vorteil nutzte er auch meist aus und musste bei seinem Punktsieg nur die dritte Runde abgeben (PS 1:3, 8:14).

Im Vorfeld mit Spannung erwartet war die Begegnung zwischen Tomasz Kierpic und Jannik Malz – doch der Kampf hielt nicht was er versprach. Der junge Ringer des AV Sulgen fand gegen Tomasz keine Mittel und konnte keinen nennenswerten Griff ansetzen. So holte der SGWler routiniert, aber eher glanzlos den 3:0 Punktsieg (PS 0:3, 8:17).

Bis dahin also eine komfortable Führung für den Gast aus Stuttgart. Bis 84 kg im freien Stil trafen Stephan Pfaffinger und Gökhan Öztürk aufeinander. Stephan hielt in den ersten beiden Runden gut mit und ließ seinen Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Leider verletzte er sich in der dritten Runde an der Schulter und musste längere Zeit behandelt werden. Er kam zwar noch einmal auf die Beine, wurde aber im Anschluss wegen Passivität disqualifiziert – sehr zum Unmut der mitgereisten Weilimdorfer Fans (DQ 4:0, 12:17).

Marc Bühler konnte somit schon alles klar machen gegen Fabio Herzog. Allerdings war der Weilimdorfer durch eine Grippe geschwächt und verlor die ersten beiden Runden knapp. Auch in der dritten Runde lag er zurück, doch dann erwachte sein Kämpferherz wieder und er sicherte sich im allerletzten Moment doch noch die Runde. Dass dieser Wertungspunkt psychologisch enorm wichtig war, sah man dann in den folgenden Runden. Während sein Gegner sichtlich demoralisiert war, gewann Mark mehr und mehr an Oberwasser. Durch den 3:2-Rundensieg war auch gleichzeitig der Mannschaftssieg perfekt (PS 2:3, 14:20).

Im Abschlusskampf machte Stefan Vogt gegen Sascha Broghammer das Ergebnis noch deutlicher. Mit gelungenen Aktionen im Stand und zahlreichen Durchdrehern am Boden holte er sich den verdienten Sieg durch technische Überlegenheit (TÜS 0:4, Endstand 14:24).

Am kommenden Sonntag 16. Oktober um 17 Uhr ist der bisher ungeschlagene Tabellenführer der KG Fachsenfeld/Dewangen zu Gast in der Lindenbachhalle. Wird diese beeindruckende Serie in Weilimdorf reißen?

Bereits um 15 Uhr trifft die SGW II auf die KG Königsbronn/Amstetten II. Die Ringerabteilung freut sich auf Ihr Kommen!