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Falsche Telekom-Mitarbeiter in Weilimdorf unterwegs

(RED/RH) Seit Ende April 2022 sind Personen in Weilimdorf unterwegs, die sich als Telekom-Mitarbeiter ausgeben. Hier ist nun dringende Vorsicht geboten!

Manche dieser Personen behaupten, dass nun Glasfaser-Internet verfügbar sei und verlangen unter dem Vorwand, sie müssten prüfen, ob der Router “glasfaserfähig” wäre, Einlass in Wohnungen. Ein anderer behauptet, weil nun Glasfaser verfügbar sei, müsse man von seinem Anbieter zur Telekom wechseln und einen neuen Vertrag abschließen, dafür soll man seine Daten (Bankverbindung, Geburtsdatum, Vertragsdaten des bisherigen Providers) nennen, weil man sonst am übernächsten Tag schon kein Telefon und kein Internet mehr hätte. Teilweise stellen sich die Personen mit Namen vor, lassen sich auch als Telekom-Vertreter verifizieren und haben die Daten schon verfügbar. Teilweise jedoch wiederum nicht. 

Letztlich ist jedoch zu sagen, dass weder in der Rastatter Straße noch im Hänflingweg oder Spechtweg, wo die Gespräche letzte Woche stattfanden, schnelles Glasfaser-Internet verfügbar ist und die Bauarbeiten in der Rastatter Straße, auf die sich wohl teilweise bezogen wird, einem völlig anderen Zweck dienten. “Glasfaserfähige” Router gibt es auch nicht (dem Router ist es herzlich egal, ob die Daten bis zu ihm über Glasfaser oder Kupfer gelangt sind). Im Übrigen stünde mit einem Providerwechsel ohnehin ein Routerwechsel an.

Egal, ob echte Telekom-(Subunternehmens)Mitarbeiter oder reine Betrüger: Mit Lügen in Wohnungen zu kommen oder Menschen unter Druck zu setzen, ist keine seriöse Vertriebspraxis.

Verhaltensempfehlungen sind:

Bei Haustürgeschäften sollten Sie äußerst vorsichtig sein: Die geschulten Vertreter nutzen den Überraschungseffekt an der Tür gezielt aus: Wahrscheinlich waren Sie gerade noch mit ganz anderen Dingen beschäftigt und hatten völlig anderes im Sinn, als heute noch einen neuen Internetanschluss zu ordern. Dadurch sind Sie empfänglicher für die angeblichen, tollen Vorteile, die Ihnen angepriesen werden und übersehen eventuelle Risiken und Nachteile – sofern die Ihnen überhaupt genannt werden. Unter anderem schicken Internetprovider wie die Telekom sogenannte „Direktvermarkter“, die potentiellen Neukunden Verträge anbieten sollen. Der Eifer mit dem diese arbeiten, erinnert teilweise jedoch an das Vorgehen der früheren „Drücker“.
Gleichzeitig sind auch Betrüger unterwegs, die als Telekom-Mitarbeiter verkleidet personenbezogene Daten abgreifen wollen oder in die Wohnungen drängen, um diese auszuspionieren oder Diebstahl zu begehen.

Gut zu wissen: Über die Authentifizierungshotline (kostenfrei: 0800 8266347), können Sie rückfragen, ob es sich tatsächlich um einen Vertreter im Auftrag der Telekom handelt.

Grundsätzlich ist der Rat:

  • Lassen Sie keine Vertreter oder unangekündigten Handwerker in Ihre Wohnung. Auch nicht, weil ein „Telekom-Mitarbeiter“ Ihren Router auf „Glasfaserfähigkeit“ überprüfen will oder angeblich muss. Eine „Glasfaserfähigkeit“ beim Router gibt es nicht!
  • Geben Sie keine personenbezogenen Daten heraus. Das gilt insbesondere für Daten, mit denen im Internet Ihre Identität gestohlen werden könnte – also Bankverbindung, Vertragsdaten, Geburtsort und -datum.
  • Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen: Wo vor dem Haus keine Glasfaser liegt, da kann es auch kein „Internet über Glasfaser“ geben. Ob der Glasfaserausbau schon bis zu Ihnen gekommen ist, können Sie zum Beispiel unter www.deutsche-glasfaser.de/glasfaser/verfuegbarkeitscheck/ prüfen.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen: Unterschreiben Sie nicht „schnell“ auf irgendeinem hingehaltenen Tablet, um angeblich eine Beratung oder einen Besuch zu bestätigen. Behauptungen wie: „Nur mit dem neuen Vertrag können Sie zukünftig noch im Homeoffice arbeiten!“ und Drohungen wie „wenn Sie mir nicht Ihre Daten geben, haben Sie übermorgen kein Internet und kein Telefon mehr“, sind absolut unseriös.

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