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Abriss und Neubau in der Mittenfeldstraße in Giebel

In der Mittenfeldstraße 103-109 neigt sich die Geschichte eines Mehrfamilienhauses aus der Gründungszeit vor rund 50 Jahren dem Ende zu. Doch der Abriss des Gebäudes markiert einen Neuanfang, dessen Konzeption auf die alternde Gesellschaft ausgerichtet ist und wie es nur wenige Wohnformen wie diese bislang überhaupt gibt. Herr Ulrich Goeser von der Bau- und Heimstättenverein Stuttgart eG, Architekt Bernard Tagwerker (im Bild) und Herr Rüdiger Mahl (Diakonie), sowie Ulrike Jocham von der Integrative Wohnformen e.V. stellten am Mittwochabend dem Weilimdorfer Bezirksbeirat die komplette Neubau-Konzeption zur Fläche in der Mittenfeldstraße vor.

Nach dem Abriß des mit 4 Stockenwerken und 16 Wohneinheiten nicht sehr hohen Hauses ist der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 6 Stockwerken und insgesamt 48 Wohneinheiten vorgesehen. Das neue Gebäude wird zweiteilig sein, das Haupthaus nach Norden versetzt und in einem 90-Grad-Winkel auf der Ostseite des Grundstücks ein zweiter Komplex errichtet. Fünf der 48 Wohneinheiten werden behindertengerecht ausgebaut, auch die übrigen 43 werden “schwellenfrei” ausgerichtet. Neben den Wohnungen ist eine Gewerbefläche noch vorgesehen sowie ein “Bewohner-Cafe” mit Angebot für Kurse, Veranstaltungen sowie Versorgung mit Frühstück, Mittagessen und Abendbrot für interessierte Mieter und auch die Diakonie wird eine Service-Station in dem Gebäude einrichten. Die Parkplatzproblematik für PKW soll damit gelöst werden, dass die Wohneinheiten einen Mietzwang auf einen Tiefgaragenstellplatz haben werden.

Damit diese Art des neuen betreuten Wohnens für Senioren bezahlbar bleibt und der Wechsel in ein Pflegeheim so lange wie möglich herausgezögert wird, haben 13 Wohnbauunternehmen der Region den Verein “Integrative Wohnformen e.V.” gegründet. Mit Hilfe weniger Angestellter soll der Betrieb des Vereins überwiegend durch ehrenamtliche Helfer geregelt werden, die Pflegekraft für die 24-Stunden-Hilfe über die Miete mitfinanziert werden. Auch ist vorstellbar, dass mehrere Senioren eine Wohngemeinschaft bilden, was die Unterstützung durch eine Pflegekraft vereinfacht.

Die Weilemer Bezirksbeiräte nahmen die Projektvorstellung wohlwollend zur Kenntnis, baten aber die Verantwortlichen, das Projekt in das neu entstehende Netzwerk (soziale Stadt Giebel) vor allem wegen des Angebotes von Mahlzeiten, mit einzubinden und abzustimmen. Gösser, Tagwerker, Mahl und Jocham sicherten einen Konsens mit den Einrichtungen vor Ort zu, erste Gespräche habe es bereits gegeben.

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