proWeil-kleinbei-Foell

Erhalt der historischen Gebäude für Weilimdorfer Bürger – GESPRÄCH von PRO ALT-WEIL und FORUM mit EBM Michael Föll

Nachdem im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen der Antrag von Bernd Klingler eine Mehrheit fand, den Verkauf der historischen Gebäude für ein Jahr auszusetzen und der Kindergruppe Regenbogen eine Verlängerung für ein Jahr zu erteilen, lud der 1.Bürgermeister und Stadtkämmerer Michael Föll Bärbel Baudach und Edeltraud John als die Vorsitzenden des jungen Vereins PRO ALT-WEIL zu einem Gespräch mit dem Leiter des Liegenschaftsamtes Thomas Zügel und dem Stadtrat Klingler am vergangenen Freitag um 17:00 Uhr zu sich ins Stuttgarter Rathaus ein.

PRO ALT- WEIL versteht sich als Sprachrohr für die Bürger, die ihre Unterschrift für den Erhalt der Gebäude für Weilimdorfer Bürger gegeben haben. An dieser Stelle sollte man betonen, wie wichtig diese Unterschriftenaktion von Vereinen, Parteien, Verbänden und Geschäftsleuten war und wie erfreulich es ist, dass sie etwas bewegen konnte!

Trotz Hitze und Fußball nahm sich der EBM fast zwei Stunden Zeit für ein ausführliches Gespräch. Herrn Dr. Klaus Rohrberg als 1.Vorsitzenden der Initiative „Forum Weilimdorf“ hatten die beiden Damen mitgenommen, da er deutlich machen konnte, dass das gewünschte Forum und der Erhalt der historischen Gebäude nicht verquickt werden sollten und dass auch die „Forum- Leute“ den Erhalt der historischen Gebäude für Weilimdorfer Bürger wünschen.

Der Ordner mit den inzwischen 2333 Unterschriften von teilweise sehr empörten Bürgern des immerhin viertgrößten Bezirks in Stuttgart mit großem Gewerbegebiet wurde Föll vorgelegt, ebenso verschiedene Bilder des Ensembles, das als Motiv oder Teil eines Logos vielfältig in Weilimdorf auftaucht. Dem Finanzbürgermeister wurde klar, warum die Bürger sich so engagieren und kein Verständnis für den Verkauf aufbringen können. Das historische Ensemble in Weilimdorf genießt laut Föll und Zügel Ensemble- Schutz.

Die Stadt wird jedem Nutzer oder Käufer die Verpflichtungen zum Denkmalschutz in Form von Grunddienstbarkeiten in das Grundbuch eintragen lassen. Dass dieses Ensemble für die WEILEMER seit dem 18. Jahrhundert das Herzstück des Ortes darstellt, weiß Thomas Zügel genau, aber „es gibt sonst einfach keine anderen städtischen Gebäude in Weilimdorf zu verkaufen“. Außerdem seien die Sanierungskosten sehr hoch. Die Bewertung der Gebäude im Hinblick auf einen Verkauf wird gerade ermittelt. Nach einer Diskussion bezüglich der Sanierungskosten regte Michael Föll an, das Gutachten für die Sanierung PRO ALT-WEIL offen zu legen und von anderer Seite mit den Kosten einer etwas „abgespeckten“ Sanierung zu vergleichen. Der Stadt wäre es auch eine Hilfe in Bezug auf den Erhalt für Weilimdorfer Bürger, wenn aus der Weilimdorfer Bürgerschaft eventuell auch finanzielle oder andere Beiträge für die Sanierung oder Instandhaltung kämen, wie das in anderen Stadtteilen auch schon geschehen ist. Dazu braucht PRO ALT- WEIL aber die Unterstützung von Bürgern und klare Zusagen der Fraktionen im Stuttgarter Gemeinderat. Die vielfältige Nutzung des Alten Rathauses für ein Heimatmuseum mit Veranstaltungen, Workshops, Aktionen, Dauer- und Wechselausstellungen sollte aufgezeigt werden. Der vorhandene Luftschutzkeller und die historische Arrestzellen könnten integriert werden. Im Alten Schulhaus, das den Regenbogen beherbergt, sind in Räumlichkeiten im Erdgeschoss noch weitere Nutzungen möglich. Ein historisch eingerichtetes Traustübchen erhöht zwar nicht die Menge der Eheschließungen, schafft aber doch ein hübsches Ambiente, vor allem bietet das Ensemble bei Außenaufnahmen nach der Renovierung eine malerische Kulisse.

Insgesamt betrachtet hinterlässt das Gespräch einen positiven Eindruck wie das Foto zeigt, das von Fölls netter Sekretärin Frau Ernst – wohnhaft natürlich auch im „Wohlfühlbezirk“ Weilimdorf – zum Abschluss gemacht wurde.

Ähnliche Beiträge

Extremes Klima schädigt Bäume im Stuttgarter Wald – Dringende Verkehrs-sicherungsmaßnahmen notwendig. Foto: Goede

Extremes Klima schädigt Bäume im Stuttgarter Wald

(LHS) Hitze, Trockenheit und Schadinsekten haben den Stuttgarter Bäumen in bislang nicht bekanntem Maße zugesetzt. „Die extrem hohen Temperaturen und der ausbleibende Niederschlag bringen unsere Bäume im Stadtgebiet und im