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Forderungskatalog zum Nahverkehrsplan des Weilemer Bezirksbeirates verabschiedet

Einen 15-Punkte-Forderungskatalog hat der Weilimdorfer Bezirksbeirat am Mittwochabend zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes auf den Weg gebracht. Mit Ausnahme einer Verlängerung des U-Bahn-Netzes über Hausen zur S-Bahn-Station im Industriegebiet wurden alle Punkte einstimmig verabschiedet. Auch die U-13-Forderung findet mehrheitlich seine Aufnahme, auch wenn 6 Bezirksbeiräte sich gegen diese Trassenführung wandten. Folgende 15 Punkte will der Bezirksbeirat in die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes integrieren:

1. Einrichtung einer neuen Buslinie im Wolfbusch/Frauenholz/Neuer Friedhof – und Aufnahme des Ortsbusses in den VVS-Verbund. Fakt ist, dass das neue Siedlungsgebiet Frauenholz und der Friedhof nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist und außerhalb der vom VVS gesetzten Erreichbarkeitsgrenzen liegen.

2. Erweiterung der Ortsbuslinie/Buslinie als Ausflugslinie zu Schloss Solitude mit Anschluss dort an die Linie 92. Dies muss natürlich mit einem kleinen Bus erfolgen, da große Linienbusse die Bergheimer Steige in Anlehung an das Fahrverbot für überbreite Verkehrsmittel nicht befahren dürfen.

3. Stadtbahnlinie U 13 soll auch in den Schulferien bis Giebel fahren

4. Busverkehr dienstags und freitags zwischen Gewerbegebiet Weilimdorf und Weilimdorf-Zentrum: Der vom Stadtteilmanagement und der Aktionsgemeinschaft Weilimdorf initiierte Pausenbus soll wieder in Betrieb genommen werden.

5. Einrichtung einer neuen Buslinie z. B. „90 A“ zwischen Giebel – Hausen – SB Haltestelle Weilimdorf: Da Hausen einen überproportional hohen Anteil an jungen Menschen hat, ist die Anbindung an Weilimdorf und Stuttgart unzureichend. Die Bewohner im Ortsteil sind auf Privat-PKW angewiesen und fahren daher eher in die umliegenden Randgemeinden als ins Stadtzentrum. Dem soll mit einer Verbesserung der Anbindung an U- und S-Bahn begegnet werden.

6. Verbesserung und Beibehaltung der Nachtbuslinie nach Hausen. Die Bezirksbeiräte wünschen eine Änderung der Linienführung, da Hausen bislang nur über den Umweg Gerlingen angefahren wird und somit für die Hausener nicht eine sondern zwei Zonen zu bezahlen sind. Auch soll das Nachtbusangebot generell auch unter der Woche angeboten werden.

7. Ausbau der Anzeigetafeln an den Stadtbahnhaltestellen: Auf der gesamten Gemarkung Weilimdorf sollen möglichst alle Stadtbahn- Haltestellen mit einer Anzeigetafel ausgestattet werden.

8. Tangentiale Stuttgart – Vaihingen – Gerlingen – Hausen – Korntal: Die oben aufgeführten Gebiete sind bisher nicht miteinander mit öffentlichen Verkehrslinien verbunden. Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten soll eine Verkehrslinie eingerichtet werden, um diese aneinandergrenzenden Gebiete endlich miteinander zu verbinden. Nur so kann der PKW-Transfer-Verkehr zwischen Weilimdorf und Vaihingen reduziert werden. Mit dem Auto sind es derzeit 10 bis 15 Minuten, der VVS erfordert einen Umweg über die Innenstadt, bei ungünstigen Umsteigemöglichkeiten kann der Fahrtzeit so im Moment bis zu einer Stunde dauern.

9. Verlängerung der U13 nach Hausen: Hier wünscht der Bezirksbeirat wie eingangs erwähnt ein generell verbessertes Verkehrskonzept zur Anbindung von Hausen (siehe Punkt 5). Eine Verlängerung der U13 soll kein Muss sein, jedoch müsse eine Trassenplanung als Machbarkeitsstudie erstellt werden, ob angesichts der begrenzten Platzmöglichkeiten an der Rappachstraße dies überhaupt durchführbar ist.

10. Einbindung des Individual- und Radverkehrs in den Nahverkehrsplan.

11. Verbesserter Takt im Abendverkehr: Ein genereller Nachteil ist nach wie vor der abendliche Taktwechsel von 15 auf 20 Minuten (ab 22:30 Uhr). Der 15 Minuten Takt soll bis Betriebsschluss durchgezogen werden und es soll auf der Linie 90 zum Betriebsschluss mindestens noch ein zusätzlicher Kurs eingesetzt werden.

12. Barrierefreier ÖPNV: Alle Bushaltestellen sind behindertengerecht auszubauen. Der Einsatz der Niederflurbusse erlaubt nur dann einen stufenlosen Aus- und Einstieg, wenn die Bordsteine an den Bushaltestellen erhöht werden. Dieser Vorteil kommt allen Fahrgäste zu Gute.

13. Vorrang des ÖPNV: Wie die Stadtbahnen sollen auch die Buslinien eine flächendeckende Bevorrechtigung im Straßenverkehr erhalten. Diese Investition verbessert die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.

14. Sonderverkehr zum Neckarpark: Für den Besuch der großen Veranstaltungen im Neckarpark soll wieder eine direkte Sonderlinie (U 16) von Weilimdorf aus eingesetzt werden.

15. Verbesserung des Tarif-Systems: Stuttgart hat bundesweit den höchsten Deckungsgrad der Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs durch den Verkauf von Fahrkarten. Der Weilimdorfer Bezirksbeirat erwartet eine Aufstockung der finanziellen Ausstattung des VVS durch die öffentliche Hand, um attraktivere Fahrttickets anbieten zu können – auch in Hinblick darauf “eine” (statt mehrere) Stuttgart-Zone anbieten zu können, wie es u.a. auch die Hansestadt Hamburg praktiziert.

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