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HBI: David gegen Goliath

Das vorletzte Saisonspiel der Hbi Weilimdorf/Feuerbach fand auswärts gegen den SV Salamander Kornwestheim 2 statt und lässt sich eigentlich sehr gut mit der biblischen Geschichte von David gegen Goliath beschreiben. Die Hbi, die immer noch überglücklich über den Klassenerhalt ist, trifft dabei auf den ungeschlagenen Tabellenführer Kornwestheim. Das dieses Spiel eine sehr einseitige Partie werden könnte, sollte vor dem Spiel kein Geheimnis sein. Dennoch war es für die Spieler der Hbi selbstverständlich, alles ihnen mögliche zu tun, damit es dem haushohe Favoriten nicht zu einfach gemacht wird. Die Aufstellung der Hbi war sehr überschaubar. Mit Patrick Röttinger und Robin Grob hatte man zwei A-Jugend Spieler zur Verfügung, die allerdings nächste Saison bereits fester Bestandteil der Herrenmannschaft werden. Im Tor der Hbi musste Florent Stephan, der auf Grund einer Verletzung wohl länger ausfallen wird, durch den wieder genesenen Nicolai Schmitt ersetzt werden. Zudem hatte man mit Marc Schwertfeger wiedereinmal den Vorstand der Hbi aktiviert. Diese Truppe wollte sich nun, in der fast voll besetzten Halle, dem SV Kornwestheim in den Weg stellen.

Zu Beginn des ersten Durchgangs bemerkte man schnell, dass Trainer Ralph Dittrich die Abwehr auf eine 3-2-1 Aufstellung umgestellt hatte. Dadurch erhoffte er sich, den nur mit Boris Petschinka besetzten Innenblock der Hbi zu entlasten und die gefährlichen Rückraumspieler aus Kornwestheim unter Kontrolle zu bekommen. Dies funktionierte in den Anfangsminuten auch sehr gut, erwies sich jedoch als äußerst kraftaufwendig und hatte zur Folge, dass sich durch die begrenzten Auswechselspieler bereits ab der zehnten Minute Fehler einschlichen, die von der Heimmannschaft rigoros genutzt wurden. Ab der 15. Minute hatten die Spieler aus Kornwestheim die Abwehr der Gäste aus Stuttgart durchschaut und konnten so zu einfachen Toren kommen. Der daraus resultierende Rückstand, kam für die Hbi nicht überraschend. Zum Halbzeitpfiff stand es somit bereits 18 zu 8 für Kornwestheim. Dieser Spielstand war die logische Konsequenz aus den immer wieder auftretenden technischen Fehlern im Angriff, die zu schnellen Gegenstößen führten. Man war nicht unzufrieden mit dem Halbzeitstand, auch wenn man gehofft hatte, wenigstens in der ersten Hälfte dichter dran zu bleiben.

Nach der Pause änderte sich wenig im Spiel der Hbi. Eine gewisse Lässigkeit stelle sich ein und verhalf Kornwestheim ihre Führung auszubauen. Zu diesem Zeitpunkt der Partie, stand der Sieger schon längst fest. Manchmal blitzte jedoch die spielerische Klasse der Hbi auf und man durfte sehr schöne und sauber ausgeführte Spielzüge bestaunen, die jedoch viel zu oft am sehr guten Torhüter scheiterten. Nach rund 45 Minuten stand es bereits 30 zu 12. Die sichtlich erschöpften Spieler der Hbi beendeten jedoch die Partie mit dem nötigen Anstand und gratulierten nach Abpfiff dem verdienten Sieger und Aufsteiger Kornwestheim. Das Endergebnis von 37 zu 17 war nach Ansicht von Trainer Dittrich zu hoch, denn die Hbi war ein guter Gegner, disqualifizierte sich jedoch durch viele technische Fehler im Angriff hier einen Punkt zu holen.

Nächste Woche findet das letzte Saisonspiel mit anschließender Saisonabschlussfeier der Hbi Weilimdorf/Feuerbach zu Hause gegen den TSV Asperg statt. Im Falle eines Sieges der Hbi und etwas Schützenhilfe der SG Ludwigsburg/Eglosheim, wäre man sogar in der Lage die SG Bietigheim-Metterzimmern 3 zu überholen und den achten Tabellenplatz zu erobern. Dies wäre wohl ein würdiger Abschluss einer Handballsaison, die den Spielern der Hbi wirklich alles abverlangt hat.

Es spielten:

Tor: Nicolai Schmitt, Marc Schwertfeger

Feld: Thomas Weber, Boris Petschinka (3), Robin Grob (2), Patrick Röttinger, Sebastian Reikowski (3), Gideon Kull (1), Steffen Schweizer (5), Christoph Staiger (3) und Christoph Straub (1).

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