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Hbi Weilimdorf/Feuerbach siegt in der Hölle Leonberg

Die Saison ist für die Hbi Weilimdorf/Feuerbach eigentlich schon vorbei. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man sich die Trainingsbeteiligung ansieht. Die Hälfte der Mannschaft in der Halle begrüßen zu dürfen, ist schon außergewöhnlich. Nach einer langen und aufreibenden Saison ist dies vielleicht auch verständlich, dennoch hat man als Mannschaft eine Verpflichtung. Man will sich präsentieren und den mitgereisten Zuschauern bei Auswärtsspielen auch beweisen, dass man zurecht nächstes Jahr erneut in der Landesliga spielen darf. Dies dachten sich die Spieler der Hbi auch gegen die favorisierte SG Leonberg/Eltingen. Kurz vor dem Anpfiff zeigte die Heimmannschaft den Gästen aus Weilimdorf warum ihre Halle auch die Hölle Leonberg genannt wird. Gut gefüllt und mit motivierten und engagierten Zuschauen wollte man ihrer Mannschaft die bestmögliche Unterstützung gegen die Hbi bieten. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass in der ganzen Saison es keine Mannschaft geschafft hat, diese Leonberger in ihrer eigenen Halle zu besiegen. Die Nordstuttgarter ihrerseits versuchten sich auf das Spiel zu konzentrieren und sich nicht von der ganzen Show blenden zulassen.

Das Spiel begann energiegeladen und furios. Jeder Spieler auf dem Feld wusste, dass schon die kleinste Unachtsamkeit zum Torerfolg für die gegnerische Mannschaft führen kann. Der Spielstand entwickelte sich anfangs dem entsprechend. Die Hbi legte vor und die SG Leonberg zog nach. Im Mittelpunkt stand, wie so oft, die Abwehr der Hbi, die mit ihrem Chef Sebastian Buchfink keinen Grund zum Tadeln bot. Auf der anderen Seite hatte man es allerdings mit einer ähnlich starken Abwehr zu tun. Erst kurz vor der Pause gelang es der Hbi, durch gutes Stellungsspiel sich mit zwei Toren abzusetzen. In dieser Phase des Spiels konnte sich wieder einmal Per Laukemann in Szene setzen, der sichere Treffer erzielte, allerdings auch für eine Schrecksekunde sorgte, als er sich rund fünf Minuten vor dem Pausenpfiff bei einer Aktion den linken Ringfinger auskugelte. Glücklicherweise konnte er in der zweiten Hälfte wieder ins Spielgeschehen eingreifen. Bei einem Spielstand von 10:12 durfte die Hbi Weilimdorf/Feuerbach in Führung liegend in die verdiente Pause gehen. Trainer Ralph Dittrich versuchte seine Mannschaft auf die zukommende Aufgabe vorzubereiten. Es war selbsterklärend, dass die SG Leonberg diesen Rückstand nicht auf sich sitzen lassen möchte. Somit war das Ziel klar definiert: Ein mögliches Aufbäumen verhindern und den hauchdünnen Vorsprung weiter ausbauen.

Nach dem Seitenwechsel hatte man tatsächlich wieder aufgebaute Gegner vor sich, doch die Hbi hielt stets dagegen. Aus Erfahrung konnte man sagen, dass die Hbi schon das ein oder andere Mal nach der Halbzeit eingebrochen ist, doch an diesem Tag präsentierte sich eine Mannschaft, die vor Energie strotzte und man hatte den Eindruck, dass niemand diese Truppe aufhalten könne, das Spiel für sich zu entscheiden. Tor für Tor konnte sich die Hbi absetzen und mit jedem Treffer war der Wille den nächsten zu landen noch größer. Man führte zwischenzeitlich mit acht Toren und je größer der Abstand wurde, desto leiser wurde es in der Halle. Die Anhänger der SG ahnten, dass ihre Mannschaft die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen müsse. Für die Hbi hingegen war es zwar kurz nochmal spannend, als der Vorsprung rund zehn Minuten vor Schluss auf drei Tore schrumpfte, doch ein stark aufspielender Sebastian Zeise zerstörte diese Hoffnung und somit gewinnt die Hbi Weilimdorf/Feuerbach als bisher einzige Mannschaft im wahrscheinlich besten Spiel der Saison verdient mit 27 zu 32.

Ein Wermutstropfen blieb an diesem Tag und zwar die Frage, warum die Hbi es nicht schaffte, diese herausragende Leistung öfter abzurufen. Doch man braucht ja schließlich auch ein Ziel für die nächste Saison. Die Gewissheit als Mannschaft aufgetreten zu sein und ein grandioses Spiel gemacht zu haben, bleibt jedoch noch für längere Zeit erhalten. Die Hbi steht somit weiterhin auf dem fünften Tabellenplatz und wird diesen hoffentlich auch im letzten Spiel gegen den TB Gaisburg verteidigen.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Nicolai Schmitt

Feld: Max Wildemann (1), Per Laukemann (7/1), Andreas Fischer (5), Sebastian Zeise (7), Christoph Staiger (2), Björn Diestelhorst (2), Sebastian Buchfink (1), Daniel Knödler (6/2) und Thomas Weber (1).

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