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KGR-Klausur der Salvatorgemeinde in Hohenheim: Projekt Aufbrechen – unsere Identität

Am Freitag, den 31. Januar, machten sich 10 Kirchengemeinderäte der Salvatorgemeinde auf den Weg zum Christkönigshaus nach Hohenheim. Außerhalb der eigenen Räume wollte man sich eineinhalb Tage mit dem eigenen Standpunkt beim engeren Zusammenschluss der Kirchengemeinden St. Josef, St. Theresia und Salvator beschäftigen.

Die Moderation der Klausur übernahm Frau Strifler. Als Dekanatsreferentin verfügt sie über hervorragende Kenntnisse über den aktuellen Stand des Projekts und konnte uns deshalb bestens Informieren:

– Im Jahr 2014 finden keine strukturellen Änderungen statt.
– Auf der Ebene der zukünftigen Seelsorgeeinheit, in unserem Fall bestehend aus den drei Gemeinden, wird eine Steuerungsgruppe gebildet.
– Zusammen mit der Organisationsberatung durch das Stadtdekanat fördern sie den geplanten engen Zusammenschluss der Gemeinden zu einer Seelsorgeeinheit.
– Nach dem Zusammenschluss bleiben die Gemeinden rechtlich selbständig, aber das Haushaltsrecht liegt nicht mehr bei der einzelnen Kirchengemeinden, sondern bei der Seelsorgeeinheit.

Als Vorbereitung analysierten die Teilnehmer den Bibeltext „Die Heilung des blinden Barthimäus“ (Markus 10, 46-52). Anhand der Fragen

– Welche Haltungen und Blicke nehmen die einzelnen Personen ein?
– Wie nehmen wir als Kirche die Lebenswirklichkeiten wahr?

suchten wir die Anforderungen an die Kirche in unsere Zeit herauszufinden.

Eine Einführung in die neue Sinusstudie aus dem Jahr 2010 zeigte dem KGR auf, dass es viele verschiedene gesellschaftliche Gruppen in jeder Gemeinde gibt. Manche dieser Gruppen nehmen aktiv am Gemeindeleben teil, andere pflegen einen lockeren Kontakt zur Kirche, andere stehen der Kirche kritisch gegenüber.

Mit diesen Vorkenntnissen machte sich der KGR an die eigentliche Aufgabe der Klausur, der Frage „Welche Rolle möchte die Salvatorgemeinde in der zukünftigen Seelsorgeeinheit einnehmen?“. Schnell kristallisierte sich heraus, dass Salvator als „Kirche vor Ort“ viele Bereiche wie Liturgie, Gruppenstunden für Erstkommunion und Firmung sowie Taufkatechese selbst durchführen möchte. Die Vorbereitung hierfür, die Qualifizierung der Mitarbeiter, das Erarbeiten des Konzeptes und das Bestellen von Materialien sind ein gutes Feld für Kooperationen. Im Bereich der Diakonie gibt es verschiedene Projekte, wie z. B. Orte des Zuhörens und Babysitterdienst, die auf die Gesamtkirchengemeinde ausgedehnt werden könnten. In den anderen Gemeinden gibt es aber auch einige interessante Angebote, für die es sich lohnt, auch hier zu werben.

Am Ende der Klausur hatte das Thema „Projekt Aufbrechen“ für die Teilnehmer doch manches von seinem Schrecken verloren. Bei allen Befürchtungen sind auch positive Perspektiven sichtbar. So sieht sich der Kirchengemeinderat Salvator jetzt gerüstet für die bevorstehenden Gespräche mit den Gemeinden St. Theresia, Weilimdorf, und St. Josef, Feuerbach.

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