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Pro Alt Weil e.V. legt Nutzungskonzept für Altes Rathaus und Schulhaus vor

Es war ein Schock für die WeilimdorferInnen, als die Pläne der Landeshauptstadt bekannt wurden, das historische Ensemble von Weilimdorf, das Alte Rathaus und Alte Schulhaus neben der Oswaldkirche zu verkaufen, da die Sanierungskosten in die Millionen gehen würden. Dies brachte engagierte WeilimdorferInnen auf den Plan und schafften es, den Verkauf wenigstens bis 2011 hinauszuzögern.

Der für die “Rettung” des Ensembles gegründete Verein “PRO ALT WEIL e.V.” sammelte binnen kurzer Zeit mehr als 1.000 Unterschriften gegen den Verkauf. Dies und die Einsicht der Stadtoberen, dass es sich hier um sensible Gebäude mit historischem Wert und nicht um reine “Bürogebäude” handelt, waren der Grund für den Aufschub der Verkaufspläne.

Nun legte der Verein PRO ALT WEIL e.V. dem Weilimdorfer Bezirksbeirat auf seiner Sitzung am 20. Oktober 2010 sein erarbeitetes Nutzungskonzept vor, mit dem der Verkauf gestoppt und eine kostengünstige Sanierungslösung möglich sein soll. Edeltraud John vom Verein zeigte auf, wie die zwei Gebäude wieder mit Leben gefüllt werden können, ohne große Um- wie Ausbaukosten zu haben. Im Alten Schulhaus will die Kindergruppe REGENBOGEN im 1. Obergeschoss und Dachgeschoss seine Kinderarbeit anbieten, im Erdgeschoss mit dem ehemaligen Sitzungssaal sollen die Räumlichkeiten für einen großzügigen WC-Bereich sowie Angeboten von der Kinderwerkstatt, Holzwerkstatt, Ferienaktionen, der VHS und durch eine Kindergruppe belegt werden. Im Keller würden die Lagerräume vom Regenbogen und dem Heimatkreis genutzt.

im Alten Rathaus würde der Weilimdorfer Heimatkreis e.V. im Obergeschoss und Dachgeschoss die Räumlichkeiten in Anspruch nehmen (Heimatstube), für das Erdgeschoss bietet sich die Nutzung der Fläche für eine Hort-Interimslösung der Stadt an. Letzteres wäre angesichts der katastrophalen Versorgungslage an Kinderbetreuung im Stadtbezirk eine schnell umsetzbare Lösung. Im Keller würde der Heimatkreis die Räume als Lager benutzen.

Dieses Nutzungskonzept zeige, so Edeltraud John, eine sinnvolle Komplettnutzung und vor allem kostengünstige Sanierung der alten Gebäude. Ein teurer Ausbau der obersten Dachgeschosse wie im ersten Sanierungsgutachten vorgesehen würde so nicht notwendig. Auch würde das teure Außengerüst wegfallen, da die Häuser sich einfachst verbinden ließen.

Der Bezirksbeirat bedachte die Vorlage durch den Verein wohlwollend mit Applaus. Edeltraud John bot sich zudem an, das Projekt in Zukunft ehrenamtlich zu betreuen: “Immerhin gehe ich in zwei Jahren in den Ruhestand, da braucht es noch eine Aufgabe für mich!”.

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