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Schuld ist die goldene Kugel: Solitude Ballett der SG Weilimdorf zeigt den Froschkönig

“Schade, dass eine so perfekte Aufführung nur einmal gezeigt wird”, sagen etliche Zuschauer am Sonntag beim Hinausgehen. Sie haben gerade in der Stadthalle Korntal das Ballettmärchen “Der Froschkönig” gesehen, getanzt vom Solitude Ballett der SG Weilimdorf — und es offenbar genossen .

Die Leiterin Anca Popescu hat sich wieder einmal eine Vielzahl von Tänzen für ihre kleinen und großen Schülerinnen ausgedacht, Musikstücke dazu herausgesucht und das Ganze mit Hilfe von Lian Hägele mit wunderschönen Kostümen und passenden Kulissen ausgestattet. Was das besondere an dieser Aufführung ist: Das Publikum bekommt nicht einfach ein Aneinanderreihung von Schrittkombinationen zu sehen, welche Schülerinnen je nach Alter in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen ausführen. Die Formationen sind mit viel Liebe und Feingefühl auf das Können der jeweiligen Gruppen abgestimmt, die Musik dazu ist klassisch, gehört aber keineswegs zu den schon tausend Mal gehörten Evergreens in diesem Bereich. Den ganzen Bühnenraum füllen die jungen Tänzerinnen mit immer wieder neuen Formationen, und die unterschiedlichen Gruppen mischen sich dabei immer wieder anders und weben aus einer Abfolge von Tänzen eine spannende Geschichte.

Den “Froschkönig” hat Anca Popescu so angepasst, dass alle Schülerinnen darin einen guten Platz finden. So gibt es natürlich die schöne Prinzessin (technisch virtuos und ausdrucksstark: Elena Huber), den Prinzen (sprunggewaltig und einfühlsam: Gasttänzer Alin Radu) und den Frosch (Lisa-Marie Dangel). Dazu gab es aber auch eine gekränkte Prinzessin (Kathrin Dachtler), die den hochmütigen Prinzen in einen Frosch verwandelt, und die Schwester der Prinzessin (Frauke Ludmann), welche Elena die goldene Kugel zum Geschenk macht. Elena wirft die Kugel versehentlich in den Schlossteich, wo der Frosch sie findet. Er will ihr das Spielzeug nur wiederbringen, wenn Elena ihm verspricht, dass sie mit ihm auf dem Ball tanzt. Dass sie ihren Ekel überwindet und ihr Versprechen hält, wird ihn erlösen und ihm seine Gestalt als Prinz wiedergeben.

Die Szenerie bietet den perfekten Rahmen, um niedliche Blumen, Bienen und Schmetterlinge tanzen zu lassen. Und natürlich Frösche. Die Wasserwelt wird repräsentiert von grazil agieren Nixen, geheimnisvollen Wassergeistern und edlen Seerosen (Solistin: Lisa Monninger).

Die zweieinhalb Stunden vergehen wie im Flug. Und als sich die Hofgesellschaft bei der Hochzeit am Ende zum prächtigen Schlussbild formiert, will der Applaus gar nicht enden. Viel Zeit, Mühe und Liebe haben alle Mitwirkenden in diese Aufführung gesteckt. Sie haben ihren Zuschauern eine Reise ins bunte Reich der Schönheit und der Fantasie geschenkt und sie den Alltag ein wenig vergessen lassen. Das hat das Publikum genossen. Und wird beim nächsten Mal wohl sicherlich wiederkommen.

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