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Stadtteilmarketing in Weilimdorf: Zwischenbilanz nach 2 Jahren

Torsten von Appen, seines Zeichens beauftragter Stadtteilmanager der Landeshauptstadt Stuttgart, zog am Mittwochabend vor dem Weilimdorfer Bezirksbeirat eine kleine Zwischenbilanz seiner Arbeit: nach gut zwei Jahren Stadtteilmanagement konnten in der Landeshauptstadt 40 neue Projekte in den Stadtteilen gestartet werden, 3 davon in Weilimdorf mit der monatlich tagenden Arbeitsgruppe im Bezirksamt, dem Leerstandsmanagement und Wandlung der Werbegemeinschaft in die Aktionsgemeinschaft. Derzeit läuft im November 2009 die Umfrage in den Stadtbezirken unter den Gewerbetreibenden, was die zwei Jahre Stadtteilmanagement gebracht haben, was verbessert werden kann und soll bzw. für welche Projekte weiterer Bedarf besteht. Vorteil für die Arbeit des Stadtteilmanagements war das EU-Projekt MANDI, das immerhin 120.000 Euro für die 23 Stuttgarter Stadtbezirke bereit stellte, um die Entwicklung im Kleinen zu fördern. Gut 10.000 Euro davon flossen inzwischen auch nach Weilimdorf: bezuschusst wurden der Verkaufsoffene Sonntag, Einkaufsgutscheine sowie Brötchen und Taschen mit dem Logo der Aktionsgemeinschaft für Neubürger.

Größter Erfolg für das Stadtteilmanagement sei in Weilimdorf die Wandlung der Werbegemeinschaft der Einzelhändler im Stadtzentrum hin zur Aktionsgemeinschaft, die nun auch Mitglieder im Industriegebiet und bei den Handwerkern im Stadtbezirk hat. Durch den neuen Gemeinschaftsstatus haben sich auch finanzielle Einsparungen ergeben, was auch günstigere Gebühren für angemeldete Aktionen bei der Stadtverwaltung nach sich zog.

Im Leerstandsmanagement haben sich dieser Tage einige Erfolge ergeben: Neben Leerstandsflächen im Giebel konnten auch Lösungen in der Kaiserslauterer Straße sowie im Löwen-Markt gefunden werden.

Der im Herbst 2008 mit viel Werbung gestartete Pausenbus zwischen Industriegebiet und Zentrum musste nach 3 Monaten Pilotphase wieder eingestellt werden. Die Firmen im Industriegebiet hatten nur wenig Interesse an diesem Projekt gezeigt, vielfach erreichte diese Information die Angestellten überhaupt nicht. Auch lehnten die Betriebe jegliche Art der Kostenbeteiligung ab, so dass nach investierten 10.000 Euro das Projekt wieder aufgegeben wurde.

In Arbeit sei derzeit die Verbesserung des Ortsbus Weilimdorf: Neue Werbeflächen sind noch zu vergeben. Sollten diese alle gebucht werden, wird auch angedacht den Ortsbus Richtung Schloss Solitude fahren zu lassen, um nicht nur das Ortszentrum besser anzubinden.

Von Appen betonte, dass er lediglich Anreize für Projekte schaffen kann, seine Abteilung aber keinesfalls “Rundumsorglos-Pakete” schnüren könne. Das Stadtteilmanagement soll Ideengeber und Kontaktanlaufstelle sein, die Umsetzung sei letztlich Aufgabe der Stadtbezirke.

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