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Zusammenlegung der Grundschulen Engelbergschule und Rappachschule?

Werden die Grundschulen Engelbergschule und Rappachschule in Giebel zusammengelegt? Geht es nach den Eltern, Elternbeiräten und vielen Bezirksbeiräten in Weilimdorf, ist die Antwort ein deutliches Nein. Das sieht der Gemeinderat der Landeshauptstadt allerdings anders.

Werden die Grundschulen Engelbergschule und Rappachschule in Giebel zusammengelegt? Geht es nach den Eltern, Elternbeiräten und vielen Bezirksbeiräten in Weilimdorf, ist die Antwort ein deutliches Nein. Das sieht der Gemeinderat der Landeshauptstadt allerdings anders.

Durch den Umbau der Realschule Weilimdorf hin zu einer Ganztagsschule wird für das neue Schulangebot Platz gebraucht – naheliegend für den Gemeinderat, die Situation der angrenzenden Engelbergschule zu durchleuchten. Hier ergaben sich die überraschenden Fakten, das mittlerweile weniger als die Hälfte der Grundschüler aus Bergheim bzw. der Gerstenhalde stammen, das Gros jedoch aus dem Giebel kommt – eigentlich laut aktueller Grundschulbezirksgrenzen zur Rappachschule gehörden. Letztere wird derzeit zur Ganztagsgrundschule umfunktioniert, da die dortige Werkrealschule wegfallen wird – dies scheinen aber viele Eltern nicht zu wollen, weshalb sie ihre Kinder lieber in die Engelbergschule ummelden: dort gilt das Angebot der “Verlässlichen Grundschule mit Option auf Ganztagsbetreuung”.

Der Gemeinderat sah bzw. sieht nun den Vorteil darin, die Grundschulen Engelbergschule und Rappachschule in der Rappachschule zusammenzulegen, die Entstehung einer 3-zügigen Grundschule ab dem Schuljahr 2017/18 wäre die Folge, die 2 Grundschulbezirke würden verschmelzen, der Schulweg allerdings z.B. für Kinder aus der Gerstenhalde sich auf 1,5 bis 1,8 Kilometer verlängern. Zuviel für Erstklässler – finden die Eltern und sehen sich mit einem Schulweg auf dem Fußweg von einer Stunde Dauer konfrontiert.

Die Vertreter des Schulverwaltungsamtes am Mittwochabend, 11. Mai 2016, Herr Steiner, Herr Forstner und Frau Heyduk, hatten einen schweren Stand vor den Bezirksbeiräten und VertreterInnen der Eltern der Engelbergschule mit der Erklärung, dass in Stuttgart die Schulwege für Grundschüler vielfach bis zu zu zwei Kilometer lang seien. Bezirksbeiräte und Elternvertreter führten deswegen auch an, dass sich der Hol- und Bringservice der Kinder mit dem Auto der Eltern erheblich ausweiten würde: käme nur jedes zweite Kind mit dem “Elterntaxi”, würde dies eine Zunahme um rund 80 Fahrzeuge am Tag für die Anwohner am Sandbuckel bedeuten. Befragte Anwohner äußerten sich hierzu sehr kritisch, so die Elternbeiräte der Engelbergschule.

Einig sind sich Elternbeiräte, Bezirksbeiräte und das Schulverwaltungsamt, dass die neue Gesamtschule in Bergheim Platz braucht: Derzeit stehen der neuen Gemeinschaftsschule nur 2.747 Quadratmeter zur Verfügung, gebraucht werden aber mindestens 3.485 Quadratmeter für Klassenräume, eine Mensa und Gemeinschaftsareale. In der Rappachschule stünden einer 3-zügigen Grundschule stolze 2.317 Quadratmeter zur Verfügung, die Mindestanforderung läge nur bei 1.881 Quadratmeter.

Nach einer wiederholt emotionalen wie lang geführten Diskussion wurde auf Antrag der Freien Wähler durch Michael Schrade die Abstimmung der Beschlussvorlage zur Zusammenlegung der Grundschulen ausgesetzt und mit 9 Ja-Stimmen bei 7 Nein-Stimmen auf eine Sondersitzung am 29. Juni 2016 im Bezirksbeirat verlegt. Am 22. Juni 2016 soll die bereits vorliegende Machbarkeitsstudie zum Um- und Ausbau der Gesamtschule als Nachfolgeschule der Realschule in Bergheim durch Verabschiedung im Unterausschuss der beteiligten Ämter abgesegnet und öffentlich gemacht werden. Das Bezirksamt will sich anschließend um eine schnelle Weiterleitung der Ergebnisse der Studie an die Bezirksbeiräte bemühen. Somit “Entscheidung vertagt auf Wiedervorlage in 6 Wochen”.

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