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Corona: Stadt rechnet mit deutlichem Anstieg der Fallzahlen

(LHS) Die Landeshauptstadt rechnet damit, dass die gemeldeten Coronavirus Fälle in den kommenden Tagen deutlich ansteigen werden. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz ist mit 345,2 nach Heidelberg die niedrigste landesweit und liegt weit unter dem für Baden- Württemberg ermittelten Wert von 519.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Prof. Stefan Ehehalt, erklärte am Donnerstag, 2. Dezember 2021: „Wir erleben in Stuttgart seit November einen Fallzahlanstieg in noch nie da gewesener Höhe. Aufgrund des extrem hohen Fallaufkommens ist die Eingabe der Fälle derzeit verzögert. Deshalb können insbesondere die in den letzten Tagen veröffentlichten Zahlen nur als vorläufig betrachtet werden. Wir hatten in Erwartung einer solchen Entwicklung bereits frühzeitig vorsorglich das Personal deutlich aufgestockt. Wir müssen nun weiter gegensteuern indem wir uns gemäß der Priorisierung des Landes nun ausschließlich auf die Falleingabe, größere Ausbruchsgeschehen und den Schutz vulnerabler Gruppen fokussieren. Die bisher vorgehaltene Hotline für Bürgerinnen und Bürger mit positivem Testergebnis sowie für enge Kontaktpersonen muss daher leider vorübergehend stark reduziert werden.“

Die Landeshauptstadt Stuttgart weist darauf hin, dass sämtliche Informationen für positiv Getestete und Haushaltsangehörige sowie enge Kontaktpersonen auf ihrer Homepage unter coronavirus.stuttgart.de/ zu finden sind. Darüber hinaus steht der digitale CovBot (0711 216-88688) zur Verfügung. Dieser nimmt Anrufe ohne Wartezeit entgegen, erfragt das jeweilige Anliegen und beantwortet Fragen.

Ehehalt betont: “Wir stehen dem Virus nicht schutzlos gegenüber. Ganz im Gegenteil: Uns stehen wirkungsvolle Maßnahmen zur Verfügung, die nun wieder ganz konsequent von uns allen, also von Ungeimpften und auch von Geimpften, umzusetzen sind: Maske tragen, Abstand halten, gründliches Lüften, Kontakte reduzieren und Impfangebote annehmen. Darüber hinaus sollen Testungen überall wo geboten und insbesondere bei Erkältungssymptomen durchgeführt werden.“

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann sagte: „Die Situation ist kritisch, weil sich das Virus mit einer völlig neuen Geschwindigkeit ausbreitet. Bislang ist das Gesundheitswesen in Stuttgart aber noch leistungsfähig, wenn auch die medizinische Versorgung in Teilen bereits eingeschränkt werden musste. Wir schätzen die Lage in Stuttgart ähnlich ein wie in anderen Kreisen in Baden-Württemberg. Daher begrüßen wir es sehr, dass das Land – in Abstimmung mit anderen Ländern und dem Bund – nun die Vorgaben für bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens verschärfen will.“

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