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Ratgeber bei drohender Arbeitslosigkeit

(PM) Seit einiger Zeit müssen die meisten Leute den Gürtel immer enger schnallen, da die Preise und Lebenshaltungskosten weiter ansteigen. Viele werden dank eines Einkommens, welches sich nicht an die derzeitigen Umstände anpasst, von Existenzängsten geplagt.

Ganz besonders schlimm wird dies, wenn man auch noch das Gefühl bekommt, dass der Verlust des Arbeitsplatzes drohen könnte. Oder noch schlimmer, man erhält die Kündigung und es tritt die Gewissheit ein, dass das gewohnte Einkommen in Zukunft wegbrechen wird. Doch was tut man in diesem Fall? Wohin mit den Sorgen und Problemen? Gibt es Stellen, die weiterhelfen oder sogar finanzielle Unterstützung bieten? Na klar gibt es sie. Hier einige Anregungen dazu, wo man nach Hilfe suchen kann und in welchen Fällen einem die Hilfsleistung sogar gesetzlich zusteht:
<h3″>Hier erhält man erste Hilfe nach der Kündigung

In der Regel braucht man nach so einer schlechten Nachricht erst einmal ein paar Tage, um diese zu verdauen. Wurde jedoch die Kündigung bereits ausgesprochen, sollte man nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, bevor man aktiv wird. Denn die Agentur für Arbeit bietet ihre Hilfe an, bei der Jobsuche unterstützend tätig zu werden. Darüber hinaus zahlt sie gegebenenfalls auch Arbeitslosengeld, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Eine der Bedingungen, welche man erfüllen muss, um die Lohnersatzleistung zu erhalten, ist die rechtzeitige Meldung bei der Arbeitsagentur. Spätestens drei Monate, bevor das Arbeitsverhältnis endet, erwartet die Agentur für Arbeit eine Meldung, damit sie mit der Vermittlungstätigkeit beginnen kann. Dieser Schritt wird als Arbeitssuchendmeldung betitelt. Hat man jedoch die Kündigung erhalten und die Zeit bis zum Austritt aus dem Unternehmen beträgt weniger als drei Monate, sollte man sich innerhalb einer Meldefrist von drei Tagen bei der Behörde melden. Nur so können die Ansprüche gewahrt werden.

Selbstbewusstsein wiederfinden und sich auf die Stärken fokussieren

Eine Kündigung kann extremen emotionalen Stress auslösen. Die Gefühle überschlagen sich wahrscheinlich und vielleicht kreisen die Gedanken auch um das „Wieso?“. Diese ersten schwierigen Tage sind nicht schön, aber wertvoll für den Verarbeitungs- und Entwicklungsprozess. Bei den meisten Leuten ist ein Job nicht einfach nur ein Vertrag, der erfüllt wird. Viele Menschen definieren sich unter anderem durch den Beruf. Wenn sich erwachsene Personen vorstellen sollen, nennen sie oft ihren Beruf in den ersten paar Sätzen. Tritt Arbeitslosigkeit ein, wird einem dieser Teil in gewisser Weise zumindest temporär abgesprochen. Dies frustriert, wirkt beängstigend und führt zu Unzufriedenheit sowie zum Verlust des Selbstvertrauens. Nun ist es wichtig, dieses Selbstbewusstsein wiederzufinden und sich auf seine Stärken zu fokussieren. Denn wie soll man potentielle Arbeitgeber von sich überzeugen, wenn man aktuell selbst keine großen Stücke auf sich hält?

Aktiv werden und bleiben

Um dem Arbeitslosenblues zu entgehen, sollte man nicht bis mittags im Bett liegen und bis spät in die Nacht wach bleiben. Besser ist es, seinen Tag zu strukturieren und einen gewissen Ablauf beizubehalten. Darüber hinaus sollte man seine sozialen Kontakte pflegen, um mental gesund zu bleiben. Isolation wäre in dieser Zeit fatal. Man kann beispielsweise damit in den Tag starten, die Stellenanzeigen zu prüfen. Zudem hilft das Erstellen eines Schlachtplans. Dazu gehört es für sich abzuklären, ob man weiterhin in der Branche und in dem Berufsfeld arbeiten möchte, in dem man bislang seine Brötchen verdient hat. Manchmal ist eine Kündigung auch der ideale Zeitpunkt für einen Wechsel und eine berufliche Neuorientierung. Des Weiteren können Termine den Tag füllen, die der Arbeitssuche nutzen. Dazu kann beispielsweise der Besuch eines Fotografen dienen, um Bewerbungsbilder zu bekommen, oder aber auch ein Bewerbungstraining. Solche Trainings werden oft auch durch die Arbeitsagentur bezuschusst.

Die Bewerbungsunterlagen füllen

Um die ersten Einladungen für Vorstellungsgespräche zu erhalten, muss man zunächst die Bewerbungsunterlagen zusammenstellen. Besonders gerne gesehen werden Fort- und Weiterbildungen möglichst mit IHK/HWK-Zertifikaten oder Scheinen von anderen offiziellen Stellen. Als Arbeitssuchender darf man sich mit Weiterbildungswünschen auch gerne an den zuständigen Arbeitsvermittler wenden. Denn die Behörde hat selbst ein Interesse daran, Arbeitslosigkeit zu verhindern und möglichst schnell zu beenden. Denn das Zahlen von Arbeitslosengeld ist in jedem Fall höher als die Kostenübernahme eine Fortbildung. Der Arbeitsvermittler wird auf Antrag prüfen, ob die Fortbildung die Chancen steigert, eine neue Anstellung in einem sozialversicherungspflichtigen Job zu finden. Neben Weiterbildungen sollte man auch seinen Lebenslauf auf den aktuellen Stand bringen sowie auf mögliche Lücken prüfen. Zudem fordert das Einscannen und komprimieren von Arbeitszeugnissen ebenso etwas Zeit ein.

Netzwerke aufbauen und nutzen

Bei der Jobsuche darf man auch unbedingt auf bestehende Netzwerke zugreifen und diese weiter ausbauen. Dies geht entweder über Social Media Plattformen wie zum Beispiel „Xing“, aber auch im echten Leben. Fasst jede größere Stadt bietet mittlerweile sogenannten Jobmessen an. Hier kann man mit potenziellen Arbeitgebern aus der Region ins Gespräch kommen. Darüber hinaus werden aber auch oft Vorträge gehalten und Karriere-Workshops angeboten. Unbedingt mitnehmen sollte man seine Bewerbungsunterlagen. Zum einen kann man diese an die Firmen verteilen, mit denen man sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann, zum anderen finden auf Jobmessen häufig auch kostenlose Bewerbungschecks statt. Aber nicht nur einen Job kann man auf dieser Messe finden, auch gleichgesinnte, arbeitssuchende Menschen kann man hier treffen. Kommt man mit ihnen ins Gespräch, kann dies sehr hilfreich sein. Denn man hat jemanden gefunden, mit dem man sich über die Sorgen der Arbeitssuche austauschen, aber auch gegenseitig motivieren kann.

Das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Sofern man sämtliche angesprochene Hilfen in Anspruch nimmt, stehen die Chancen gut, dass die Arbeitssuche schnell beendet werden kann. Durch feste Strukturen, soziale Kontakte und Bewegung sollte auch die Seele unbeschadet durch diese schwierige Zeit kommen. Manch einem tut diese hoffentlich kurze Pause auch gut, da man sich sonst nie getraut hätte, sein Berufsleben umzustrukturieren. Und auch der zeitweise abgeänderte Tagesablauf kann eine positive Abwechslung zum gewohnten Arbeitsalltag sein. Merkt man, dass man alleine nicht mit der Situation klarkommt, helfen Arbeitsvermittler, Jobbörse oder Weiterbildungsträger weiter. An diesen Stellen darf man sich die notwendige Unterstützung holen, um möglichst schnell im Traumjob unterzukommen. Von alleine wird die nächste Anstellung nicht kommen, aber wer auf sich aufmerksam macht und für sich selbst und seine Qualifikation wirbt, entwickelt sich weiter und findet im besten Fall die angestrebte Anstellung.

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