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Felderrundfahrt 2016: Regen sorgt für Wachstum und Fäule

In 2015 war es die Hitzewelle und Trockenheit, die Weilimdorfs Bauern zu Schaffen machte. In diesem Jahr stimmen die Temperaturen – aber es regnet zu viel. Bei der jährlichen Felderrundfahrt rund um Weilimdorf wurden von den Bauern Ritz, Hörnle, Ludmann und Rentschler wieder viele Informationen weitergegeben.

In 2015 war es die Hitzewelle und Trockenheit, die Weilimdorfs Bauern zu Schaffen machte. In diesem Jahr stimmen die Temperaturen – aber es regnet zu viel. Bei der jährlichen Felderrundfahrt rund um Weilimdorf wurden von den Bauern Ritz, Hörnle, Ludmann und Rentschler wieder viele Informationen weitergegeben.

Der Start am Obsthof Hörnle war auch für Konrad Ritz bei der Wartezeit auf die vierte Zugmaschine samt Anhänger für die vielen Gäste der Felderrundfahrt die Gelegenheit, einen Rückblick auf 2015 und den Winter 2015/16 zu werden. So konnte trotz Trockenheit und Hitze im letzten Jahr eine durchschnittliche Getreideernte eingebracht werden, eine Ernte unter den Erwartungen gab es lediglich bei den Zuckerrüben und Kartoffeln. Da der Winter 2015/2016 bis auf ein paar Frosttage im Januar eigentlich ausfiel, blieben Felder und Wiesen rund um Weilimdorf den ganzen Zeitraum über grün, so dass im Herbst 2015 eingebrachte Zwischenfrüchte zur Bodenverbesserung über den Winter nicht abfroren und so im Frühjahr bei der Aussaat “im Weg waren” und so hinderlich waren.

Nach der Aussaat heuer legten die Nutzpflanzen rund um Weilimdorf zwar ordentlich los – Getreide wie Weizen, Braugerste und auch Roggen, aber auch Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben, die sogenannten “Feldkulturen” kamen zunächst gut mit dem wechselhaften Wetter zurecht, auch wenn den Bauern nur enge Zeitfenster zwischen den Regentagen blieben, notwendige Feldarbeiten zu betreiben.

Die vielen Regenfälle seit dem Mai sorgten nun dafür, dass die Feldkulturen im Erdreich bereits direkt unter der Erdoberfläche ausreichend Wasser finden – es wird kein kräftiges tiefgreifendes Wurzelwerk ausgebildet. Bei stärkeren Winden durch Schauer und Gewitter hat dies nun zur Folge, dass insbesondere die Getreidesorten umknicken, da sie im Erdreich im weichen Boden keinen Halt haben. Dennoch zeigen sich Ritz, Hörnle, Ludmann und Rentschler zufrieden, dass Weilimdorf in diesem Sommer (bislang) von schweren Unwettern verschont blieb – die Hagelkörner bislang sehr klein blieben und nur wenig Schaden anrichten konnten.

Die Feuchtigkeit sorgt allerdings nun auch dafür, dass z.B. beim Weizen (siehe Detailbild) die Ähren vom Pilzkulturen befallen werden und so die Ernte wertlos werden droht. Längere trockene wie sonnige Phasen wären nun dringend notwendig – auch um endlich wenigstens einen Teil der Heuernte einbringen zu können. Dies war in diesem Jahr bislang nur punktuell möglich – inzwischen schießt das Gras, knickt um und feuchtet durch. Qualitätsfutter für Pferde und Kühe ist so kaum mehr möglich. Der Kartoffelkäfer hat sich auf den Äckern bereits auch eingefunden (siehe Foto mit Rentschler und Ritz im Kartoffelfeld) – noch hält sich seine Verbreitung aber in Grenzen – die Kartoffelpflanzen sind daher unter ständiger Aufsicht.

Recht zufrieden zeigt sich Chris Hörnle vom Obsthof Hörnle: Trotz Schnee Ende April und viel Regen im Frühsommer konnte er bislang seine Obstkulturen gut durch die feucht-warmen Wochen bringen. Ehrenamtlich hat Hörnle im Frühjahr viele städtische Obstbäume zurückgeschnitten, damit sie keinen Schaden erleiden bzw. verwildern – als Fachmann konnte er es nicht mit ansehen, dass diese Bäume nicht durch das Garten- und Friedhofsamt fachmännisch zurückgeschnitten wurden.

Weitere Bilder zur Felderrundfahrt 2016 gibt es auch auf der