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Hauptübung der Weilemer Feuerwehr im Gewerbegebiet






Ein gefährlicher Brand in einem Bürogebäude, in dem werktags mehr als 400 Menschen arbeiten. Der Alptraum für die Menschen im mehrstöckigen Gebäude, eine gewaltige Herausforderung für die Weilemer Feuerwehr. Grund genug, jedes Jahr an den verschiedensten Gebäuden in Weilimdorf eine Hauptübung durchzuführen. Heuer konnte am Gebäude der Vereinigte Postversicherung geübt werden.

Die Ausgangslage für die Übungsleiter, Dr. Tobias Nagel von der VPV und Weilimdorfs Feuerwehr-Kommandant Dietmar Weber, war klar: Durch eine Unachtsamkeit bei Arbeiten mit Lösungsmitteln an einer technischen Anlage im Bürogebäude der VPV im Weilimdorfer Gewerbegebiet ist es in einem technischen Betriebsraum im Keller zu einem Brand gekommen, Rauch steigt durch die Stockwerke aufwärts.

Während eine Gruppe von VPV-Mitarbeitern ihren Rettungsweg zu üben hatten, wußten die übenden Einsatzkräfte der Weilimdorfer Feuerwehr und vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Weilimdorf nur, dass eine Übung stattfand. Über den testweise ausgelösten Alarm hatten sie dann lediglich wenige Minuten Zeit, sich von der Glemsgaustraße von der Feuerwehrwache aus auf den Weg zu machen und am Einsatzort einzutreffen. Dem 1. stellv. Kommandant der Weilemer Feuerwehr, Heiko Schroff (siehe Foto rechts), oblag es, die Brandlage vor Ort sachkundig und schnell zu erfassen, die Einsatzfahrzeuge und -kräfte an die richtigen Positionen zu koordinieren – galt es doch auch Menschen aus dem obersten Stockwerk per Drehleiter zu evakuieren.

Während des Übungseinsatzes kam es allerdings auch zu kleinen Problemen – der Drehleiterwagen hatte mit seinem Motor zu kämpfen, die Schläuche kamen nicht schnell genug aus den Lagerfassungen, die Gasmasken mussten ruhig – und dennoch so schnell wie möglich angelegt werden, um durch ein verrauchtes Treppenhaus in die oberen Stockwerke gelangen zu können: eingeschlossene VPV-Mitarbeiter (dargestellt durch die Weilimdorfer Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Patrick Schöffner) galt es zu retten.

Zum Schmunzeln für die vielen anwesenden Zuschauer der Hauptübung, meist bestehenden aus den Familienangehörigen der Einsatzkräfte, war der Einsatz der Entrauchungsmaschine: Zwar sog sie erwartungsgemäß nach dem Start des Generators frische Luft an, das Treppenhaus war auch rasch “enträuchtert”. Doch die Jahreszeit forderte ihren Tribut: das Herbstlaub wurde samt frischer Luft ins Haus geblasen.

Auch das DRK Weilimdorf war am Einsatz beteiligt, musste sich um die ärztliche Versorgung der fünf vermissten und im Laufe der Übung geretteten VPV-Mitarbeiter kümmern. Für diesen Zweck wurde auf dem Straßenbereich ein kleines mobiles Lazarett aufgebaut.

Mehr zur Weilemer Feuerwehr und dem DRK Weilimdorf auch im Internet unter www.feuerwehr-weilimdorf.de sowie www.drk-weilimdorf.de.

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