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Reise nach Elbflorenz der Sudetendeutschen Landsmannschaft mit Weilimdorfer Teilnehmern

Eine Reisegruppe aus Mitgliedern der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge in der CDU, der Egerländer Gmoi, der Landsmannschaft Ostpreußen, der Altvaterrunde Stuttgart und der Sudetendeutschen Landsmannschaft Stuttgart (mit Teilnehmern aus Weilimdorf), hatte sich kürzlich auf den Weg nach Dresden und Umgebung gemacht.

Schon auf der Anreise erlebten die Reisenden in der über 1000-jährigen Stadt Meißen an der Sächsischen Weinstraße eine beeindruckende Besichtigung, als sie bei der berühmten Porzellanmanufaktur Station machten. Bei der Führung durch die aufwendig gestalteten Räume, vorbei an kunstvollen Wandmalereien in der Wiege der Meißner Porzellanherstellung, offenbarten sich den Besuchern dabei Höhepunkte sächsischer Geschichte. In den Schauwerkstätten erlebte die Reisegruppe dann, wie mit viel Sorgfalt und Können Meißner Porzellan entsteht. Den staunenden Betrachtern boten sich dabei mehr als 3000 Exponate.

Zu einem großen Erlebnis wurde auch die Stadtrundfahrt durch die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Dabei streifte die Reisegruppe berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Zwinger oder den Fürstenzug und blickte von den „Brühlschen Terrassen“ auf die Elbe und die Loschwitzer Brücke, die im Volksmund auch als „Blaues Wunder“ bezeichnet wird. Beeindruckt zeigten sich die Besucher auch von den Führungen durch die Semper Oper und die wiederaufgebaute Dresdner Frauenkirche. Am dritten Tag schaute die Gruppe dann in der Tschechischen Republik vorbei, besuchte Aussig, traf sich dort mit Mitgliedern des Kulturverbandes und ließ sich von Herrn Oellermann durch das Collegium Bohemicum führen. Unter dem Titel „Deutsches Kulturerbe“, hat das Kulturministerium der Tschechischen Republik die Sammlung des Collegium Bohemicum in sein Zentralregister musealer Sammlungen eingetragen. Die Sammlung soll in Form einer Dauerausstellung im städtischen Museum Aussig gezeigt werden. Sie wird die erste Dauerausstellung zu Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Bevölkerung der Böhmischen Länder in Tschechien sein. Die wissenschaftliche Kultur- und Bildungsgesellschaft Collegium Bohemicum wurde Ende 2006 in Aussig gegründet, um die erste, der Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Bevölkerung der Böhmischen Länder, gewidmete Dauerausstellung aufzubauen. Die meisten Exponate stammen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert und kommen vor allem aus jenen Gegenden der Böhmischen Länder, die in der Vergangenheit von deutschsprachiger Bevölkerung besiedelt waren. Neben den Grenzregionen zu Deutschland und Österreich traf dies auch auf die sogenannten Sprachinseln zu. Mit einer Ausstellungsfläche von 1500 m² wird das breit angelegte Projekt eine der größten musealen Ausstellungen nach dem 2. Weltkrieg sein.

Anschließend fuhren die Sudetendeutschen und ihre Landsleute aus Aussig zur Kaffeepause auf die Ferdinandshöhe. Hier bot sich der Gruppe ein herrlicher Blick in das Elbetal. Auf der Rückfahrt nach Dresden, wurde auch auf der Benesch Brücke an der Gedenktafel noch ein kurzer Halt eingelegt, wo sich dann schweren Herzens die Begleiter aus Aussig verabschiedeten. Am letzten Tag in Dresden hieß es schließlich „Leinen los“. Es ging mit dem Raddampfer durch das Elbetal nach Pillnitz und ins Elbesandsteingebirge mit Bastei und der Festung Königstein. Die Reisenden hatten Glück, war es doch die erste Schifffahrt seit dem Hochwasser. Da der Park in Pillnitz wegen Aufräumarbeiten nicht zugänglich war, fuhr man sogleich weiter zur Bastei. Hier bot sich den Besuchern eine herrliche Fernsicht über das Osterzgebirge bis zum Lausitzer Bergland. Den Abschluss des Tages bildete die Auffahrt auf die Festung Königstein, wo nochmals ein herrlicher Blick ins Elbetal und Elbesandsteingebirge genossen werden konnte. Bevor es dann auf die Rückreise in die schwäbische Heimat ging, besuchte die Reisegruppe noch das Jagd- und Lustschloss Moritzburg. Bei der Führung durch das barocke kurfürstliche Schloss wurde, die höfische Pracht lebendig. Der Rundgang mit der Schlossführerin wurde zu einer munteren und mit Details garnierten Unterrichtsstunde über das höfische und sächsische Leben zur Zeit von August des Starken. Dank der guten Organisation der Reiseleiterin und Kreisobfrau Waltraud Illner, wurde diese Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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