Sommerfest der Jugendfarm mit fantasievoller Theateraufführung

(tom) Beim diesjährigen Sommerfest verwandelte sich die Jugendfarm Weilimdorf einmal mehr in eine Theaterbühne. Die Teilnehmenden des mehrwöchigen Theaterworkshops zeigten, was sie gemeinsam mit den Theaterpädagogen Pia Fedelucci und Torsten Hoffmann erarbeitet haben.

Das Sommerfest der Jugendfarm Weilimdorf war, wie in den vergangenen Jahren, gut besucht. Da das Wetter am Sommerfest wirklich prächtig war, füllte sich der Platz sehr schnell und die Stimmung wurde immer besser.

Wie in schon in den Jahren zuvor waren für die kleinen Gäste verschiedene Spielstationen aufgebaut. Zielwerfen auf Dosen gehörte genauso dazu wie das Herstellen ganz individuelle Buttons und anderes mehr. Eine Attraktion waren natürlich wie immer auch die Hütten. Die Erwachsenen konnten sich mit einem Rundgang über die Farm oder Gesprächen bei Kaffee und Kuchen die Zeit vertreiben. Richtig voll wurde es dann kurz vor Beginn der Theateraufführung. „Es ist schön, dass so viele zu unserem Fest gekommen sind“, freute sich der Vorsitzende Constantin Schnell.

Danach wurde es lebhaft auf der Theaterbühne der Jugendfarm. „Wir haben in unserem Workshop das Theaterstück gemeinsam entwickelt und eingeübt“, erklärte Schauspieler Tors­ten Hoffmann, der den Workshop zusammen mit seiner Kollegin Pia Fedelucci geleitet hat. Hoffmann stand schon im Theater der Altstadt auf der Bühne, im Studiotheater oder auch bei der WLB in Esslingen. Außerdem hat er bei verschiedenen Theaterproduktionen Regie geführt und mit „Enno der kleine Elefant” auch schon ein Kinderbuch veröffentlicht. Fedelucci stand schon als Kind auf der Bühne, lernte ihr Handwerk in Stuttgart von der Pike auf und machte ihr Hobby 2009 zum Beruf. Seither schlüpft sie in die unterschiedlichsten Charaktere. Sie ist Schauspieldozentin an der Volkshochschule und hat schon verschiedene Theaterpädagogische Projekte geleitet.

Auf der Jugendfarm gibt es seit 2019 Theaterworkshops. Den ersten Workshop hat Hoffmann noch alleine geleitet. Bei der zweiten Auflage – nach Corona – wurde Hoffmann von seiner Kollegin Fedelucci unterstützt.

In diesem Jahr waren 19 Kinder mit von der Partie. Geprobt wurde in zwei Gruppen. „Am Anfang haben wir die Kinder gefragt, was für ein Thema sie gerne aufgreifen wollen”, erzählt Hoffmann. Vorschläge habe es viele gegeben, am Ende sei die Wahl dann auf den Talentwettbewerb gefallen. Ganz wichtig sei den Kindern auch gewesen, dass eine Teleportationsmaschine im Stück eingebaut wird.

Die Workshops haben, wie die beiden Theaterpädagogen berichten, immer mit einem gemeinsamen Aufwärmen, ersten Sprechübungen und einem Spiel begonnen. Danach wurde zusammen geprobt und immer wieder am Stück gefeilt. So hätten dann auch die Hobbys der Kinder wie Karate oder Detektiv spielen Eingang ins Stück gefunden. Herausgekommen ist am Ende der sagenumwobene Talentwettbewerb, bei der die Schauspieler mit ihrer Teleportationsmaschine in andere Welten reisten. Unter anderem ging es zum Planeten der Detektive, der Hexen oder Fabelwesen. Überall mussten die Reisenden die richtigen Helfer finden, um die anstehenden Aufgaben zu lösen. Für die Schauspieler gab es am Ende der spannenden und fantasievollen Vorführung langanhaltenden Beifall.

„Nächstes Jahr wollen wir den Workshop wieder anbieten“, erklärt Farmvorstand Schnell. Die bisherigen Theaterworkshops seien bei den Kindern sehr gut angekommen.

Große Freude herrschte beim Jugendfarm-Team am Sommerfest auch wegen einem ganz anderen Thema. „Wir haben mit Daika wieder ein neues Pony auf der Farm“, freut sich der Vorstandsvorsitzende Schnell. Es sei gar nicht so einfach gewesen, für das im November letzen Jahres verstorbene Farmpferd eine Nachfolge zu finden. Daika habe sich sofort gut eingelebt und auch mit Marylou gleich angefreundet. Aktuell wird die vierjährige Daika noch an die Kinder gewöhnt. Aber auch das macht sie schon sehr gut.

Das Fest bot zudem die Gelegenheit, all jenen zu danken, die über das Jahr die Jugendfarm mit viel Engagement am Laufen halten – neben den hauptamtlichen Pädagogen sind dies vor allem auch die vielen im Verein engagierten Eltern. „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz als Tierpaten, im Helferpool oder im Vorstand wäre es der Jugendfarm kaum möglich, ein so umfangreiches Angebot auf die Beine zu stellen“, betont Schnell.

Viele Eltern nutzten beim Sommerfest auch die Gelegenheit, sich über den täglichen Mittagstisch, das Ferienprogramm oder die verschiedenen Angebote mit Tieren (Pferde, Hühner, Kaninchen und seit neuestem auch Ziegen) zu informieren. Und sie erfuhren, dass auch freies Spielen – ohne Anmeldung und ohne Programm – auf der Jugendfarm jederzeit möglich ist. Die Leckereien vom Grill und jede Menge angeregter Gespräche hielten die rund 200 Besucher schließlich bis in den frühen Abend auf der Farm.

Übrigens: Auch in den Sommerferien können Kinder von 6 bis 14 Jahren auf der Jugendfarm Zeit verbringen. Geöffnet hat die Farm montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr. Das Programm in den Sommerferien steht von 31. Juli bis 4. August unter dem Motto Steinzeit, und von 7. bis 11. August geht es ins Mittelalter. Von 14. bis 18. August bleibt die Jugendfarm geschlossen. In der darauffolgenden Woche (21. bis 25. August) heißt es dann „Wasser Marsch“, von 28. August bis 1. September „Natur hautnah“ und in der letzen Ferienwoche (4. bis 8. September) „Hier gehts rund“.

Ähnliche Beiträge

Foto (Helmut Heisig): Obfrau Waltraud Illner entschuldigte das Fehlen von CDU-Stadtrat Jürgen Sauer, der aus familiären Gründen absagen musste und informierte stattdessen über die Arbeit der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Vortrag zur Stuttgarter Oper wird nachgeholt

(HH) Eigentlich sollte CDU-Stadtrat Jürgen Sauer über die „Sanierung, Modernisierung und Erweiterung der Württembergischen Staatstheater“ sprechen, doch musste der Kommunalpolitiker aus familiären Gründen sein Kommen leider absagen. Der Vortrag soll

Suppenküche in Stephanus am 30. Dezember 2023

„Giebler Marsch“ in Stephanus!

(EG) Beim Angebot der Stephanusgemeinde im Rahmen der Aktion „Wärmewinter 23/24“ am letzten Samstag des Monats Dezember, gab es eine Abwandlung des Gaisburger Marsch, einer Rindfleischsuppe mit Kartoffeln, Spätzle und