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Onlinehandel als zweites Standbein: Was sollte man beachten?

(PM) Wer sich heute etwas Geld dazuverdienen möchte, sieht sich oft in der digitalen Welt um. Ein Onlinehandel kann da die optimale Lösung sein. Schließlich kann heutzutage jeder, der motiviert ist, einen eigenen e-Commerce aufbauen. Mit der richtigen Business-Idee kann so jeder seine eigenen Produkte oder Dienstleistungen im Internet anbieten.

Wer sich neben dem Hauptberuf ein zweites Standbein aufbauen möchte, sollte dafür einige Punkte planen und die nötigen Vorbereitungen treffen. Wir sehen uns einige der wichtigsten Aspekte an, die zum Erfolg eines Onlineshops beitragen können.

Rechtliches abklären

Um früher oder später nicht auf Unstimmigkeiten zu stoßen, sollten bereits im Voraus alle rechtlichen Angelegenheiten rund um die Nebentätigkeit geklärt werden. Unter anderem gehören dazu die folgenden Dinge:

  • Für Angestellte: Wer hauptberuflich angestellt tätig ist, sollte seine neue Unternehmung mit dem Arbeitgeber besprechen. Ob dies zwingend nötig ist, steht im individuellen Arbeitsvertrag – es macht jedoch in jedem Fall Sinn, mit offenen Karten zu spielen und den Arbeitgeber zu informieren. Grundsätzlich darf dieser eine Nebentätigkeit nicht verbieten, solange die Leistung im Hauptjob nicht darunter leidet oder der Nebenberuf mit der Haupttätigkeit konkurriert.
  • Anmeldung: Wer einen Onlinehandel eröffnen will, muss dafür meist ein (Klein-)Gewerbe anmelden. Das geht in der Regel beim zuständigen Gewerbeamt mit einem einfachen schriftlichen Antrag.
  • Steuerliches: Wer durch einen Onlineshop Einkünfte erzielt, muss diese auch versteuern. Bis 450 Euro pro Monat agieren nebenberuflich Selbstständige in der Regel steuerfrei. Am besten ist es in jedem Fall, sich bei einem Experten für kleine Unternehmen zu erkundigen. Der kennt sich mit allen wichtigen Angelegenheiten (z. B. Kleinunternehmerregelung, Umsatzsteuer) aus und kann Onlineshop-Gründer deshalb optimal unterstützen.

Businessplan ausarbeiten

Soll der e-Commerce erfolgreich sein, ist ein sorgfältig erstellter Businessplan unerlässlich. Der sollte unbedingt ausgearbeitet werden, bevor es mit der neuen Unternehmung losgeht. Nur so kann entsprechend geplant werden, was die Bestellungen, Produktion und vor allem die Finanzen angeht.

Am Anfang steht dabei die Geschäftsidee – denn wer sich ein zweites Standbein aufbauen möchte, sollte sich für einen Onlineshop mit Potenzial entscheiden. Dazu sollten sich Gründer zuerst einmal darüber klar werden, welches Produkt sie anbieten möchten. Um dies herauszufinden, können die folgenden Fragen behilflich sein:

  • Was sind meine Talente und Interessen?
  • Wo gibt es eine Marktlücke?
  • Welche Nische ist speziell, aber auch interessant genug, um einen guten Umsatz zu erzielen?

Um eine geeignete Nische zu finden, kann auch eine Marktanalyse hilfreich sein. Beim Betrachten des bereits vorhandenen Angebots und der Konkurrenz auf dem Markt kann man herausfinden, wo es Bedarf an neuen Produkten gibt.

Handelt es sich um physische Produkte, so müssen des Weiteren Aspekte wie die Lieferung der Materialien, Produktionsprozesse und der Versand geplant werden.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines jeden Businessplans sind die Finanzen. Dabei sollte vor allem das vorhandene Budget mit dem nötigen Startkapital verglichen werden. Besonders wenn Rohstoffe und Materialien gekauft werden müssen, sollte dies bei der Kostenrechnung bereits bedacht werden. Auch Lizenzierungen und Versicherungen gehören zur Finanzplanung dazu.

Internetauftritt planen

Steht einmal der Businessplan, kann es an die Ausführung gehen. Dazu sollte zuerst einmal die Website mit dem eigentlichen Shop in Angriff genommen werden. Wer nicht gerade aus dem Webdesign kommt, kann mithilfe von Website-Anbietern mit Baukastensystemen ganz einfach selbst einen professionellen Shop erstellen – oft sogar kostenlos oder für sehr wenig Geld. Mit einigen Tipps wird eine Website mit Onlineshop zu einem Erfolg:

  • Ein übersichtliches Design hilft dabei, Shop-Besuchern den Kaufprozess zu erleichtern. Je weniger Klicks nötig sind, um einen Kauf abzuschließen, desto besser.
  • Eine von Anfang an ausgearbeitete Markenstrategie und ein durchgängig verwendetes Branding helfen dabei, eine starke Marke aufzubauen. Dazu gehören unter anderem Punkte wie die spezifische Kommunikation mit den (potenziellen) Kunden, Farben, Schriftarten und auch gleichbleibende Werte und Ziele.
  • Mithilfe einer SEO-Strategie kann eine Website von mehr Internetnutzern gefunden werden. Das steigert den Traffic im Onlineshop und kann so letztendlich auch die Umsätze erhöhen.

Doch zu einem erfolgreichen Internetauftritt gehört nicht nur ein gut funktionierender Onlineshop: Auch das Marketing sollte geplant werden. Das läuft heutzutage meist crossmedial ab; das bedeutet, dass verschiedene Medien und Kanäle einbezogen werden, um möglichst viele Käufergruppen zu erreichen. So können Unternehmen einerseits Flyer ausdrucken und im Ort verteilen oder Anzeigen in der Zeitung schalten, um die Print-Medien abzudecken. Andererseits sollte aber unbedingt auch das digitale Marketing bedacht werden.

Ein wichtiger Bestandteil sind dabei die sozialen Medien. Wer dort aktiv ist, kann die Aufmerksamkeit verschiedenster Bevölkerungsgruppen gewinnen und am Ende seinen Onlineshop nicht nur bekannter machen, sondern zudem die Umsätze steigern. Die passende Social Media Strategie ist deshalb bei der Eröffnung eines eigenen Onlineshops äußerst hilfreich.

Der eigene Onlineshop: Vom zweiten Standbein zur Haupttätigkeit

Sich nebenbei mit einem Onlineshop selbstständig zu machen, ist für viele Menschen eine passende Option. Dies bietet beispielsweise mehr Freiheiten im Vergleich zu einem anderen Nebenjob und kann eine erfüllende Tätigkeit sein. Die technische Seite – also die Erstellung der Website und des Shops – ist dabei das kleinste Hindernis. Mit einer guten Business-Idee und einer ausgearbeiteten Strategie kann sich nach einer gewissen Anlaufzeit sogar ein Erfolg einstellen. Und wer weiß: Wenn das Online-Business richtig gut läuft und sich mit der Zeit etabliert, könnte sich das zweite Standbein sogar zur Haupteinnahmequelle entwickeln.

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